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Stadtrat Wertingen

24.11.2017

Marienfeld II: Das Kanalsystem kostet 3,3 Millionen

Wo derzeit noch Felder und Flur zu finden sind, wird in den kommenden Jahren das neue Wohngebiet Marienfeld II.
Bild: Filippa Mörz

Ein Experte stellte die Pläne für das Trink-und Abwassersystem vor. Nicht in allen Bereichen herrscht Konsens.

Die Wertinger Stadträte haben sich viel vorgenommen mit dem neuen Baugebiet Marienfeld II. Am Mittwoch führte der Mertinger Ingenieur Dr. Richard Orb vor dem Stadtrat und zahlreichen interessierten Bürgern aus, wie das Kanal- und Wasserkonzept für das Baugebiet aussehen könnte. Der Konjunktiv ist immer noch der vorherrschende Sprachmodus, denn noch ist nicht allzu viel Konsens unter den Stadträten auszumachen.

Orb konfrontierte die Stadträte zunächst mit den enormen Kosten, die mit der Erschließung des neuen Wohnviertels einher gehen. Es wird insgesamt knapp 50 Bauplätze beinhalten. Alleine die Kanalarbeiten plus Rückhaltebecken, Straßenanschlüsse und Trinkwasserversorgung wird knapp 3,3 Millionen kosten, schätzt der Experte.

Zu den tatsächlichen Verläufen der einzelnen Kanalstrecken kann der von der Stadt beauftragte Planer bisher nur Vorschläge unterbreiten. Denn die tatsächlichen Anschlüsse werden in einem weitreichenderen Raumkonzept der Stadt Wertingen eingebunden. Bürgermeister Willy Lehmeier sagte dazu: „Das machen wir schon richtig.“ Gemeint ist die kommende „Eingliederung“ des neuen Baugebiets in die bestehenden Strukturen. Hier muss auch das Kanalsystem der angrenzenden Stadtteile und deren Kapazitäten aufeinander abgestimmt werden.

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Was schon relativ klar ist: Im südöstlichen Teil des dreieckig angeordneten Wohngebietes wird es ein großes Erdbecken geben, das als Rückhalteraum bei starken Regenfällen fungieren wird. Damit ist es auch ein Fixpunkt der weiteren Planungen – da es besonders tief liegt, damit das Wasser auch ins Becken fließen kann, müssen sich die restlichen Planungen ein Stück weit um dieses Becken drehen, damit das Konzept stimmig wird.

Das geplante Abflusssystem ist derweil darauf ausgerichtet, ein zwanzigjähriges Hochwasser ohne Probleme zu verkraften. Hier gelte die Verhältnismäßigkeit, wie Orb im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte. „Je größer die Sicherheit gegen Hochwasser werden soll, desto mehr Bauflächen gehen verloren.“

Und Bauflächen braucht Wertingen, darüber herrscht dann doch Konsens im Stadtrat. Doch auch in der Sitzung am Mittwoch drängte Stadtrat Ludwig Klingler (Grüne) erneut zu einer möglichst frühzeitigen, vorsichtigen Planung der Riedgasse, die das Wohngebiet durchziehen wird. „Die Riedgasse muss man auch als Ortsverbindung nach Binswangen betrachten“, sagte Klingler. Man solle „maximale Verkehrsberuhigung“ anstreben. Die Erschließung des neuen Baugebietes wird in mehreren Abschnitten erfolgen. Schon 2018 soll auf drei Parzellen gebaut werden können. Das Ende der Entstehungszeit vom Marienfeld II könnte sich laut Lehmeier bis 2023 hinziehen.

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