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Ehrenamt

18.03.2017

Mehr Frauen und mehr Technik in Rieblingens Wehr

Die Feuerwehr Rieblingen im Einsatz.
Bild: Daniel Fiebig

Die Ehrenamtlichen sind gut aufgestellt. Sie trainieren auch viel für Einsätze

„Dass ihr in der Rieblinger Feuerwehr innerhalb eines Tages eure Frauenquote erhöht – das macht euch so schnell keiner nach“, staunte der neue Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger bei der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rieblingen. Er spielte darauf an, dass erst tags zuvor bei der Kommandanten-Versammlung des Landkreises Dillingen das Thema „Frauen in der Feuerwehr“ besprochen wurde. Und schon am nächsten Tag konnten der erste Kommandant Christian Thoma und Vereinsvorstand Joachim Neumeier berichten, dass eine weitere Frau die Mannschaft der Feuerwehr unterstützen wird. Damit sind es in Rieblingen nun drei Feuerwehrfrauen. Die Mannschaft bestand zum Jahresende aus 35 aktiven Feuerwehrleuten und einem Jugendlichen.

Das stetige und fortwährende Engagement der Rieblinger Feuerwehr sei ein Stück gelebte Kultur, sagte Bürgermeister Willy Lehmeier. Es sorgte mit dafür, dass die Wehr im Feuerwehrbedarfsplan gesetzt war, als es um dessen Umsetzung ging. Die Hirschbacher Feuerwehr erhielt das sieben Jahre alte Fahrzeug aus Rieblingen. An Neidlinger richtete Lehmeier den Appell, dass durch stetig steigende Anforderungen fast wie im Berufsleben das Ehrenamt nicht überfordert werden dürfe.

Auf rund 200 Einsatzstunden in 13 Einsätzen brachte es die Feuerwehr Rieblingen im vergangenen Jahr. Vom Verkehrsunfall über Unwetter- und Ölspureinsätze bis zu verschiedenen Verkehrsabsicherung und Brandeinsätzen war ein breites Spektrum abgedeckt. Ein wichtiger Faktor bei den Freiwilligen Feuerwehren ist die sogenannte Tagesalarmsicherheit. Sie besagt, wie viele Feuerwehrleute tagsüber bei einer Alarmierung wirklich schnell vor Ort sein können. Da im ländlichen Bereich viele Berufspendler wohnen, ist die Rieblinger Mannschaft mit rechnerisch zehn Personen untertags vergleichsweise gut aufgestellt. Was natürlich auch daran liegt, dass im örtlichen Aufzugtechnikbetrieb einige Feuerwehrleute tätig sind. Bei der Leitstelle in Augsburg ist man tagsüber mit sieben Einsatzkräften gemeldet. Um für die Einsätze gerüstet zu sein, wurden an 35 Abenden Übungen abgehalten. Praktische Übungen, Theorieteile, Einsatzübungen auch mit anderen Feuerwehren sowie spezielle Atemschutzübungen. Der Einsatzradius werde sich erhöhen. Aus Neidlingers Händen erhielt schließlich noch Markus Helmer das silberne Ehrenkreuz für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Und Martin Kraus wurde vom Verein für seine 40-jährige Tätigkeit als Fahnenbegleiter geehrt.(pm)

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