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Auflagen für Wertinger Tierbesitzer

14.09.2016

Miss Piggy soll gepierct werden

Da wird sie aber schauen, die dicke Minischweinchen-Dame „Miss Piggy“! Das Landratsamt will ihr eine Ohrmarke verpassen.

Landratsamt greift bei Mini-Schweinen ein. Die Tierhalter wollen aber für ihre Lieblinge keine Ohrmarken

Friedlich grasen die Tiere von Josef Liebert und Reinhard Frank auf der großen Wiese am Marienfeld. Zwischen Hühnern, Gänsen und Ziegen genießen auch zwei Minischweine die Sonne. Bekannte Gesichter, denn die Besitzer hatten bereits letzten Freitag in unserer Zeitung von Miss Piggy und Johnny erzählt. Zu diesem Zeitpunkt war ihre größte Sorge die Fettleibigkeit der Schweine, doch nun bereitet ihnen eine andere Angelegenheit Kopfzerbrechen.

Das Veterinäramt Dillingen meldete sich aufgrund des Berichtes bei den beiden Hobby-Zoobetreibern und teilte ihnen mit, dass ihre Schweine noch gemeldet werden und Ohrmarken erhalten müssten.

Dies stößt bei Josef Liebert und Reinhard Frank auf Widerwillen. Sie möchten ihren Tieren keine Schmerzen zufügen und wissen, dass diese Prozedur nur Stress für sie verursachen würde. „Natürlich werden wir unsere zwei Mini-schweine melden, aber Ohrmarken werden wir ihnen nicht stechen“, sagt Reinhard Frank entschieden. Im Ernstfall sind sie bereit, sich an das Tierschutzamt zu wenden, sollte das Veterinäramt auf seiner Auflage beharren. „Wir finden es traurig, dass das Veterinäramt solchen Kleinigkeiten nachgeht“, sagt Reinhard Frank.

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Seit November letzten Jahres treibt sich am Marienfeld nämlich ein Fuchs herum, der viele Tiere gerissen haben soll. Im April 2016 meldeten die besorgten Tierbesitzer dies dem Veterinäramt, das bisher jedoch noch keine Maßnahmen gegen den Fuchs ergriffen habe, wundern sich die Zoobetreiber. Um sich vor dem Wildtier zu schützen, haben die Besitzer nun das Gebiet umzäunt und schließen ihre Lieblinge über Nacht weg. Somit verhinderten die Tierbesitzer in letzter Zeit Schlimmeres.

Aber obwohl die Gesundheit ihrer Schützlinge den Wertingern sehr am Herzen liegt, sorgen sie sich an erster Stelle um die Bewohner der Stadt. Das liegt daran, dass durch den Kot des Fuchses der Fuchsbandwurm verbreitet werden könnte, der für Menschen sogar tödlich sein könne.

Als im März 2016 der erste Bericht in unserer Zeitung über besagten Fuchs erschien, meldeten sich viele Menschen bei Reinhard Frank, weil sie den Fuchs bei sich auf der Veranda oder im Garten gesichtet hatten. „Die Hühner schließen wir ja jetzt weg, da kommt kein Fuchs mehr ran“, sagt Frank, „Aber in den Gärten kann er trotzdem noch herumschleichen.“

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