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Binswangen

27.04.2015

Mit Sang und Klang den Frühling begrüßt

Alle Akteure formierten sich am Ende des Frühjahrskonzertes in der Synagoge zusammen mit Chorleiter Anton Kapfer zu einem Erinnerungsfoto.
Bild: Ruf

Gesangverein Binswangen zog alle Register

Binswangen Wie könnte das Männerensemble der Chorgemeinschaft Binswangen-Höchstädt das neu erwachende Leben in der Natur schöner feiern als mit einem Konzert in der Alten Synagoge, die immer wieder einen wunderbaren Rahmen für die musikalischen Binswanger Sänger und Instrumentalisten bildet. Die Akustik des Raumes in Verbindung mit den Männerstimmen ist stets ein Erlebnis für Chor und Zuhörer.

Der Männerchor lässt sich bei seinen Konzerten gerne von weiteren musikalischen Kulturträgern des Gesangvereins unterstützen, die die ganze Vielfalt des musikalischen Lebens in der Gemeinde abbilden. Mit dabei waren wieder das gern gehörte Querflötenensemble, der frische Kinder- und Jugendchor sowie das fröhliche Quartett „z’all Viert“, dessen Name für Nicht-Schwaben gar nicht so leicht auszusprechen ist.

Zum Binswanger Musikfrühling gehört die Veranstaltung mittlerweile einfach dazu. Sie wird von vielen Freunden der Chormusik und der Instrumentalgruppen nach den dunklen Wintermonaten mit Freude erwartet.

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Mit Johann Sebastian Bachs „Badinage“ eröffnete das selbstbewusst aufspielende Querflötenensemble unter Leitung von Silvia Lachenmayr die Konzertveranstaltung, um später noch mit weiteren anspruchsvollen Stücken couragiert aufzutrumpfen. Das sympathische und gut eingespielte Frauen-Ensemble namens „Quertett“ hat sich längst einen Platz in den Herzen der Binswanger erobert.

Als Hauptgestalter des Konzertes fungiert souverän das Männerensemble der Chorgemeinschaft Binswangen-Höchstädt. Unter der Leitung von Anton Kapfer liefert der Klangkörper erstaunlich gleichbleibende Qualität mit Stimmgewalt und Nuancenreichtum. Die gute Probenarbeit und die straffe Führung durch den Chorleiter bilden sich hier augenscheinlich ab. Der Ehrgeiz der Sänger, die zumeist sehr lange der Singgemeinschaft angehören, ist deutlich erkennbar bei den vielfältigen Beiträgen. Wer sich so richtig zurücklehnen wollte, fand gute Unterhaltung bei Liedern wie „In einem kühlen Grunde“, dem interessant arrangierten Ohrwurm „Veronika, der Lenz ist da“ oder dem Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber.

Unterstützt wurde der Chor bei den Jagdliedern von dem neu gegründeten weiblichen Hornbläserquartett, das eine erstaunliche Premiere hinlegte. Wer hätte unter den älteren Semestern unter den Zuhörern nicht in seiner Kindheit oder Jugend „Das Wandern ist des Müllers Lust“ gerne geträllert oder Lieder „Nun will der Lenz uns grüßen“ im Schulunterricht kennengelernt.

Mit Freude verfolgten die vielen Zuhörer die Auftritte des Kinder- und Jugendchores unter der Leitung von Melanie Spiegler, die immer wieder aufzeigt, wie sie Buben und Mädchen begeistern kann. Mit Liebe und Engagement bringt sie der kleinen Rasselbande bei, wie viel Spaß das Singen bereiten kann. Sie legt damit den Grundstein für die künftigen erwachsenen Sangesbegeisterten.

Der Medley „Ein tierischer Frühling“ war einfach köstlich, und die Zuhörer in der Synagoge quittierten die Leistungen der jungen Akteure, die wie die Flöhe herumhüpften, amüsiert mit viel Applaus.

Begeisterung bei Jung und Alt löst stets der Auftritt des Quartetts „Z’all Viert“ (Sonja Rupp, Melanie Spiegler, Johannes Stallauer und Anton Rupp jun.) aus. Die lässig flotten vier jungen Leute sind ein modernes Aushängeschild für den Gesangverein Binswangen. Sie zeigen, dass Singen in der Gruppe nichts Altmodisches ist, sondern ganz schön hip sein kann. Das romantische „I’ll be there“ gehört genauso zu ihrem interessanten Repertoire wie der schräge Beitrag „Nette Begegnung“ oder der Song „Heast as net“, eine Hommage an Hubert von Goisern. Großer Beifall des Auditoriums war dem Quartett sicher.

Am Ende des Konzertabends in der Synagoge ab es einen gemeinsamen Auftritt aller Akteure, und das Publikum durfte begeistert mitmachen bei dem Beitrag „Es geht eine helle Flöte“ an einem Samstag Abend im Frühling.

Hubert Kapfer konnte für den Gesangverein Binswangen rundweg resümieren: „Es hat wieder einmal viel Spaß gemacht“. Unter den Gästen applaudierten auch Bürgermeister Anton Winkler, Ehrenbürger Franz Endres und Kreischorverbandsvorsitzender Durner.

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