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Wertingen

27.03.2020

Mit einer App gegen die Pandemie

Juliane Stauch war an der Entstehung der App „Wesolate“ beteiligt.
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Juliane Stauch war an der Entstehung der App „Wesolate“ beteiligt.
Bild: güs

Die Wertingerin Juliane Stauch hat gemeinsam mit einer Gruppe von 70 Mitstreitern die App „Wesolate“ entwickelt. Sie soll Nutzern helfen, die Zeit in der Abschottung angenehmer zu gestalten.

Corona-Zeiten, schwere Zeiten: Die Pandemie bestimmt den Alltag alter wie junger Menschen. Durch Covid-19 entfallen für Jugendliche in Deutschland die sonst selbstverständlichen täglichen Begegnungen. So findet zum Beispiel der Schulunterricht zum Teil virtuell statt oder entfällt ganz. Doch Not macht erfinderisch: Rund 40000 Menschen haben sich am vergangenen Wochenende virtuell zusammengetan, um dem Virus kreativ etwas entgegenzusetzen. Darunter Juliane Stauch aus Wertingen.

Ein Team aus 70 Leuten entwicklete "Wesolate" - darunter eine Wertingerin

Die Studentin mit Wohnsitz Berlin gehört zu einem 70-köpfigen Team, das sich am weltweit größten „Hackathon“ beteiligt. Dieser steht unter dem Motto „Wir vs. Virus“. Bei solchen Design- und Programmierwettbewerben versuchen die Teilnehmer in kurzer Zeit, möglichst viele, effektive und umsetzbare Lösungsansätze für Corona-bedingte Probleme zu finden. Die Idee aus dem baltischen Estland griffen nun viele Digitalinitiativen hierzulande auf und stellten innerhalb weniger Tage die Teams zusammen. „In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich die Welt durch das Corona-Virus stark verändert. Diese Entwicklung führt zu einer starken Einschränkung des öffentlichen Lebens in Deutschland. Jetzt ist es an der Zeit, zusammenzuhalten“, sagt die 23-jährige Wertingerin, die in Berlin wohnt.

„Gehackt“ wurde vom vergangenen Freitag bis den darauf folgenden Montag – freiwillig, fast ohne Pause und ohne Bezahlung. Das Ergebnis: Etwa 1500 Projekte, so vielfältig wie die Schwierigkeiten, die das Coronavirus den Bürgern bereitet. Welche der pfiffigen Ideen gewinnen und unterstützt werden, entscheidet eine Jury im Lauf der Woche. Die von der Bundesregierung unterstützte Initiative will zu einer digitalen Lösung der Krise beitragen. „Mit einer App möchten wir trotz physischer Distanz soziale Nähe herstellen, einen digitalen Tagesablauf ermöglichen und Anreize dafür schaffen, zu Hause zu bleiben“, verrät Juliane Stauch das von den engagierten jungen Leuten aus mehreren Bundesländern geschaffene Produkt.

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Bei "Wesolate" kann man auch Level aufsteigen

Dessen Titel: „Wesolate“ setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „We“ (Wir) und „isolate“ (isolieren) zusammen. Eine Anspielung auf die Zeit während der Isolation daheim, die virtuell dennoch zusammen mit Freunden gestaltet werden könne. Mit Hilfe der App kann aus einer Reihe von unterschiedlichen Events auf allen bekannten sozialen Plattformen ein digitaler Tagesplan zusammengestellt werden. Juliane Stauch ist zufrieden mit dem, was bei der Teamleistung herausgekommen ist. Mit der App kann man seine Tagesabläufe gemeinsam mit anderen verplanen, etwa für Trainingseinheiten oder dem Lernen von Unistoff. Eine Extraportion Motivation verspricht zudem die Tatsache, dass man in der App „Level“ aufsteigen kann, ähnlich wie in vielen Spielen für Handy oder PC. „Hier ist für jeden Geschmack zu jeder Tageszeit etwas dabei“, sagt die Zusamtalerin erschöpft, aber zufrieden nach einem langen Wochenende. „Da steckt viel Herzblut von uns allen drin.“ Die App ist ab Anfang April kostenlos erhältlich im Google Play Store und Apple App Store. (pm,wz)

Hier das Video zur App: https://www.youtube.com/watch?v=NL-wVULQmSk

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