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15.09.2020

Moderne Führungen im Wertinger Heimatmuseum

„Wenn man sieht, da kommt etwas, ein Impuls, freut man sich, diesen unterstützen zu können.“Das Heimatmuseum Wertingen bekommt eine Personenführungsanlage. Die Finanzierung steht. Darüber freuten sich (von links) Cornelius Brandelik, Johann Popp, Anton Stegmair, Michael Wieland, Peter Bogner, Alfred Sigg, Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange und Anton Stehle.
Bild: Marion Buk-Kluger

Plus In der Einrichtung im Wertinger Schloss halten Headsets Einzug. Am Ende hat es mit der Finanzierung doch noch geklappt.

Das Wertinger Heimatmuseum wird in puncto Führungen künftig neue Wege gehen können. Möglich macht dies die Anschaffung einer sogenannten Personenführungsanlage, mit der Gruppen von bis zu 24 Personen mit Headsets ausgestattet den Erläuterungen zu den Ausstellungsstücken beim Besuch im Schloss klanglich optimal – und gerade in diesen Zeiten mit gebührendem Abstand zueinander – lauschen können.

75 Prozent (6084 Euro) der nötigen Gesamtsumme von etwas über 8000 Euro kommen vom Deutschen Verband für Archäologie, im Rahmen des Förderprogramms „Soforthilfeprogramm Heimatmuseum“, gefördert wiederum von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Mittel selbst stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Klingt kompliziert und beinahe wären die Wertinger gar nicht in den Genuss der Gelder gekommen.

Mit einem konkreten Beispiel bewerben

Mit einem konkreten Beispiel konnte man sich nämlich bewerben, wenn die Stadt als Träger zudem bereit ist, sich mit 25 Prozent der Gesamtkosten zu beteiligen. „Im August wurden wir informiert, dass es wohl leider nichts werden würde, da die meisten Mittel schon abgerufen waren“, berichtet Cornelius Brandelik aus dem Kreis der etwa 15 ehrenamtlichen Betreuer des Wertinger Heimatmuseums und fügt an: „Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange setzte sich allerdings dafür ein, dass auch wir berücksichtigt werden.“

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Dieser wiederum freute sich, dass er diese Förderung aus Steuergeldern auch für Wertingen ermöglichen konnte. „Das sind kleine Ausrufezeichen (...) wenn man sieht, da kommt etwas, ein Impuls, freut man sich, diesen unterstützen zu können.“ Aber die Initiative müsse immer vor Ort ausgehen, wie in diesem Fall, wo Initiatoren gezeigt hätten, sie wollen für das Museum etwas machen, es voranbringen. Seinen allerersten Besuch im Wertinger Museum – „ich war noch nie hier“ – nutzte er zudem, um sich dieses anzusehen.

Auch Einheimische animiert er, sich das eigene Museum vor Ort auf die „To-do-Liste“ zu setzen. „Ich halte Heimatmuseen für absolut notwendig, um Land und Leute zu verstehen, wie sie gelebt haben.“ Einige Exponate können zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden, eine intensive Führung jedoch ermöglicht gezieltere Einblicke und Informationen in die laut Anton Stehle rund 3000 ausgestellten Stücke.

Weihnachtsgeschenk für Wertinger Museum

Wenn alle Formalitäten erledigt sind – Cornelius Brandelik rechnet mit Ende Oktober – wird die Personenführungsanlage bestellt. Eintreffen wird diese dann voraussichtlich Anfang bis Mitte Dezember in Wertingen.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Bürger, Besucher und Liebhaber des Heimatmuseums, das Wertingens Vergangenheit in der Gegenwart erhält.

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