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20.06.2009

Müllgebühren blieben stabil

Landkreis Augsburg (de) - Die Müllgebühren im Augsburger Land bleiben noch längere Zeit stabil, sie können vielleicht noch weiter sinken. Dabei datiert die letzte Senkung um immerhin 20 Prozent erst von Januar 2008. Die erfreuliche Botschaft überbrachte jetzt Günther Prestele, Leiter des Abfallwirtschaftsverbandes, im Werkausschuss.

"Mindestens bis Ende 2010, eher darüber hinaus", werden die Müllgebühren stabil bleiben, sagte er in seiner bekannten Zurückhaltung. Davon war von Peter Bergmeir, Sprecher der SPD-Fraktion, nichts zu hören: Man habe Spielraum, der eine weitere Reduzierung möglich mache.

Das rührt daher, dass das Wirtschaftsjahr 2008 deutlich besser gelaufen ist als gedacht. Statt eines Verlustes wurde nämlich ein Überschuss von 1,5 Millionen Euro erzielt. Die Millionen werden den Rücklagen zugeführt, die allein im Extra-Topf "Ausgleich der Müllgebühren" inzwischen 8,8 Millionen betragen.

Insgesamt hat der Abfallwirtschaftsbetrieb rund 37 Millionen Euro auf der hohen Kante, was auch im Werkausschuss in seiner neuen Zusammensetzung gewisse Begehrlichkeiten zu wecken scheint. So erinnerte Bergmeir an den Vorschlag der SPD, doch einen Teil für die Sanierung von Schulen zu verwenden - der wurde allerdings damals von der CSU abgewehrt.

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"Freie Rücklage"

Vor allem die "Klärschlammtrocknungsrücklage", mit stolzen 8,3 Millionen Euro ausgestattet und in dieser Form nicht mehr notwendig (Manfred Nozar, CSU, bezeichnete sie als "freie Rücklage"), scheint für einige Kreisräte zur Disposition zu stehen. Allerdings werden aus diesem Topf andere Dinge bezahlt, die im weitesten Sinne mit Abfall zu tun haben, so etwa die Sanierung alter Mülldeponien oder die Stilllegung der Sortieranlage bei der Abfallverwertung Augsburg. Das Thema werde, so kündigten Jürgen Schantin (CSU) und FW-Sprecher Otto Völk an, bei den Etatberatungen 2011 auf den Tisch kommen.

Die hohen Rücklagen spülen dem Abfallwirtschaftsbetrieb auch hohe Zinsen (2,1 Millionen Euro) in die Kasse, die ebenfalls den Rücklagen zugutekommen. Dabei ist nach Darstellung von Wirtschaftsprüfer Max Reisch (Schwabmünchen) immer mit großer Sorgfalt gearbeitet worden.

Und Landratsstellvertreterin Anni Fries, die die Sitzung leitete, betonte: "Da waren zu keiner Zeit irgendwelche Risikopapiere im Spiel."

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