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04.01.2017

Nach 43 aktiven Jahren ist Schluss

Im Bild von links Uwe Neidlinger, Thomas Schuhwerk, Markus Tratzmiller und Anton Winkler, im Wagen Frank Schmid und Olaf Dehlau.
Bild: Homann

Kreisbrandinspektor Anton Winkler aus Binswangen hört auf. Ein Nachfolger allein reichte aber nicht

Anton Winkler ist seit 1973 aktiv bei der Feuerwehr. Zig Ehrenämter hatte der Binswanger inne, war von 1993 bis 2001 Kreisbrandmeister im Bereich Wertingen, war Feuerwehrwart für die Jugend und seit 2001 Kreisbrandinspektor. Seit 2010 war Anton Winkler auch stellvertretender Kreisbrandrat des Landkreises Dillingen und stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Dillingen. Doch zum Ende des vergangenen Jahres war damit Schluss. „Jetzt sollen die Jüngeren ran“, sagte Winkler an Silvester.

Als Kreisbrandinspektor war Anton Winkler für den südlichen Bereich des Landkreises Dillingen zuständig. Dieser wiederum gliedert sich in vier Kreisbrandmeisterbereiche auf. Der Kreisbrandmeister des Aschberggebiets, Uwe Neidlinger, ist seit 1. Januar neuer Kreisbrandinspektor und rückt damit Anton Winkler nach. Für den Aschberg ist Kreisbrandmeister Olaf Dehlau zuständig, der bislang Wertingen betreute. Und den Bereich Wertingen übernimmt schließlich Thomas Schuhwerk, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gottmannshofen. So einfach, wie das alles klingt, war es nicht, sagt Kreisbrandrat Frank Schmidt. „Auf dem Dorf tut sich die Feuerwehr leichter, aber auf Kreisebene ist das Gemeinschaftsgefühl nicht mehr so groß.“ Umso glücklicher ist er, dass die Besetzung der Ämter so reibungslos geklappt hat. Ein Kreisbrandmeister ist für elf Feuerwehren zuständig. Einzige Ausnahme ist der Bereich Dillingen, der die Kernstadt und ihre Ortsteile umfasst. Dort ist Stadtbrandinspektor Markus Pfeifer zuständig. „In so einer Funktion muss man sich um viele Orte und viele Dinge kümmern, braucht die fachliche Qualifikation, die Anerkennung der Feuerwehrleute“, beschreibt Schmidt die vielen Anforderungen.

Als Kreisbrandinspektor ist Uwe Neidlinger nicht nur übergeordnet, im Ernstfall trägt er auch die Verantwortung.

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Frank Schmidt und Anton Winkler weisen auf die vielen inzwischen gestiegenen Anforderungen hin, das schärfere Regelwerk, und dann werde auf Lehrgängen darüber informiert, wann unter Umständen der Staatsanwalt drohen könnte: „Da überlegt man sich schon gut, ob man so ein Ehrenamt übernimmt“, sagen beide. Dann müssen Arbeitgeber und Familie auch noch einverstanden sein. Ganz frei sei man auch nie, auch nicht an Silvester. Da mussten die Feuerwehren mehrmals ausrücken, weil Böller eine Hecke und einen Altkleidercontainer in Brand gesteckt hatten. „Vor allem aber setzt man auch sein Leben aufs Spiel“, fügt Winkler an.

Und Frank Schmidt brauchte noch einen Nachrücker: Denn Anton Winkler war auch sein Stellvertreter als Kreisbrandrat und stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

Diese Funktionen hat nun Markus Tratzmiller übernommen. In diesem Zusammenhang betonen die Ehrenamtlichen, dass die Kernstadt Dillingen entgegen weitläufiger Meinung keine Berufsfeuerwehr hat.

Thomas Schuhwerk räumt noch mit einem zweiten Irrtum auf: Der Feuerwehrverein stellt die Aktiven. „Wir sind aber kein Fußballteam. Wenn wir ein Transportfahrzeug brauchen, denken manche, wir wünschen uns einfach was. Aber die Aufgaben, die wir erfüllen, etwa Brandschutz oder technischer Hilfsdienst, obliegen der Kommune.“

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