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Nach Hochwasser bleiben materieller Schaden und dankbare Verbundenheit

Kommentar Von Birgit Alexandra Hassan
08.06.2021

Was kann der Mensch doch heute alles machen! Bis zum Meeresgrund tauchen und in viele Schichten darunter bohren. Zum Himmel aufsteigen, zum Mond und darüber hinaus fliegen.

Er kann Völker, Menschen und selbst Gene beherrschen und verändern. Wolkenbewegungen und Wetterentwicklungen vorhersagen, Krankheiten eindämmen und Geburten kontrollieren. Und doch, es gibt noch etwas, wo wir mit unserem persönlichen Willen an Grenzen stoßen. Die Natur und der Tod zeigen es uns immer wieder.

In Wertingen plötzlich riesige Wassermassen

In Situationen wie am Sonntag in und um Wertingen, da innerhalb kürzester Zeit plötzlich Wassermassen Kräfte entwickeln, denen gegenüber wir uns machtlos fühlen, dürfen wir lernen: Lernen, dass wir nicht alles und alle auf dieser Welt kontrollieren können, dass zuweilen Demut angesagt ist. Lernen, dass wir bei allem Fortschritt-, Besitz- und Geldwahn die Natur achten. Und lernen, dass ähnlich wie im Wasser auch in uns selbst enorme Kräfte stecken. Die Kraft beispielsweise, dass wir tief in uns selbst wissen, was uns wirklich guttut.

Helfende Nachbarn und Hände nähren

Die Überflutungen am Sonntag haben vielen Menschen klargemacht, wie nährend nachbarschaftliche helfende Hände sind, wie sehr wir uns freuen, wenn bis dahin fremde Menschen schnellstmöglich kommen und uns ehrenamtlich dabei unterstützen, den Keller von Schlamm und Wasser zu befreien.

So plötzlich und kraftvoll der Regen kam, so intensiv strahlt die Tage danach die Sonne vom Himmel – ebenfalls natürliche Urkraft.

Was bleibt, ist materieller Schaden und ein Gefühl dankbarer Verbundenheit.

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