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Villenbach

19.10.2020

Nach einem Jahr endlich wieder Gottesdienste in Wengen

Umfangreich renoviert wurde die Kirche St. Michael in Wengen. Nach einem Jahr konnte sie nun eingeweiht werden.
Bild: Dominik Bunk

Plus Die Renovierung der Wengener Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Was alles gemacht wurde und wie die ersten Messen in dem Villenbacher Ortsteil in Zeiten von Corona aussehen.

Roger Mayr klettert die engen Treppen des Wengener Kirchturms nach oben. Ziel des Kirchenpflegers ist es, dort eine Fahne aus dem Fenster zu hängen. Bei der Gelegenheit zeigt er auf den von innen sichtbaren Dachstuhl der Kirche, wo Sparren und Gesims renoviert wurden. Ein Detail der umfangreichen Arbeiten, die Kirchenpfleger und Mesnerin gleichermaßen beeindrucken.

Kirchenbänke in Wengen neu gepolstert

„Auch Lüftungsschlitze wurden eingebaut, jetzt hat man im Dach eine bessere Durchlüftung“, erklärt der Kirchenpfleger. Wieder unten angekommen, verweist er auf den Innenraum der Wengener Kirche. Auch hier wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Arbeiten vorgenommen. „Die Bilder der Kreuzwegstationen und die Figuren sind alle gereinigt worden“, erzählt der Kirchenpfleger. Auch der Hochaltar habe eine gründliche Reinigung erfahren. Die Bänke seien neu gepolstert, der Holzboden darunter zudem neu lackiert worden. Das Taufbecken konnte, so Mayr, nach der Entfernung der alten ersten Sitzbankreihe nun auch vom Altarraum heraus in den vorderen Bereich platziert werden. Auch das große Deckengemälde und die Wände seien im Zuge der Renovierung aufgefrischt worden.

Kirchenpfleger Roger Mayr freut sich über die frisch renovierte Kirche.
Bild: Dominik Bunk

Kirchenpfleger Mayr findet es beeindruckend, wie aktiv die Pfarrgemeinde ist: „Sehr viele haben sich freiwillig eingebracht und geholfen.“ Er freut sich sehr, dass alles so geworden ist, wie er es sich vorgestellt hat.

Wengener Mesnerin ist überwältigt

Auch die Mesnerin Ida Weishaupt zeigt sich ebenfalls „überwältigt“, wie das alles geklappt hat. Sie kennt die Kirche schon sehr lange und ist seit nunmehr sieben Jahren als Mesnerin tätig. „Ich freue mich sehr, was jetzt Wirklichkeit geworden ist.“

Auch in Wengen müssten natürlich derzeit die Coronamaßnahmen eingehalten werden. Mayr erklärt, dass jeweils nur außen an den Bänken eine Person sitzen dürfe. „Partner dürfen auch zu zweit sitzen, wenn dann auf der anderen Seite nur eine Person sitzt, können wir den Mindestabstand noch gut einhalten“, erklärt der Kirchenpfleger.

Gemeinde Villenbach gab ebenfalls Zuschuss

Gekostet hat die Renovierung rund 350000 Euro. Kirchenpfleger Mayr erklärt, dass Zuschüsse in Höhe von rund 180000 Euro unter anderem vom Landesdenkmalamt, der Diözese und der Gemeinde kamen. So müsse die Kirchengemeinde noch rund 170000 Euro selbst bezahlen. Das Geld werde zum Großteil vom Eigenkapital genommen, aber auch einige Spenden der Mitglieder seien dabei.

Eine Hochzeit zum Auftakt nach der Renovierung

Zum Auftakt fand in der vergangenen Woche bereits eine Hochzeit statt. Am Sonntag konnten nun alle Wengener, nachdem sie während der Arbeiten auf das Gotteshaus in Riedsend ausgewichen waren, zum ersten Mal seit einem Jahr wieder zum Gottesdienst in ihre eigene, neu renovierte, Kirche St. Michael. Gemeindepfarrer Matthew Biju feierte die Messe mit rund 50 Teilnehmern. Damit waren alle Plätze, die unter Coronabedingungen belegt werden durften, besetzt, die Kirche damit in diesen Zeiten voll.

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