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07.07.2010

Neue Hoffnung für die Umgehung von Hausen

Villenbach/Hausen Bürgermeister Otmar Ohnheiser berichtete bei der jüngsten Villenbacher Gemeinderatssitzung, dass am Montag eine Begehung der gefährlichen Ortsdurchfahrt mit Dr. Bernd Zanker von der Obersten Baubehörde und dem stellvertretenden Landrat Alfred Schneid stattgefunden habe.

85 Prozent Förderung

Die Gemeinde hatte ursprünglich den Antrag gestellt, die Ortsumfahrungen für Villenbach und Hausen in staatlicher Baulast zu bauen. "Da gab es zum Sachstand natürlich keine Informationen", räumte Otmar Ohnheiser ein, "aber Dr. Zanker hat uns immerhin die 85 Prozent Förderung durch den Freistaat eindeutig zugesagt".

Auch das war bisher nicht ganz klar gewesen. Dazu kommt, dass es möglich zu sein scheint, dass der Landkreis Dillingen sich mit fünf Prozent beteiligt. "Da gibt es wohl eine Regelung, die zwar momentan auf dem Prüfstand steht, aber unter Umständen bleibt sie für finanz- und flurschwache Gemeinden erhalten".

Neue Hoffnung für die Umgehung von Hausen

Das waren Neuigkeiten, die den Sachverhalt "Ortsumfahrung Hausen" in neuem Licht erscheinen lassen. Bisher war es für die Gemeinde klar, dass sie den verbleibenden Eigenanteil finanziell nicht stemmen könnte. "Die Obergrenze liegt für uns bei 300 000 Euro, das ist das Höchste der Gefühle", sprach Ohnheiser Klartext, "wenn wir das einhalten können, dann ist es möglich". Das warf natürlich neue Fragen auf, zum Beispiel, ob der Hochwasserschutz mit berücksichtigt sei. Otmar Ohnheiser: "Ja, der muss integriert werden, da ist aber das Wasserwirtschaftsamt gefordert, die sind sowieso von Anfang an mit im Boot".

Derzeit liegt die Schätzung für die gesamte Maßnahme bei 2,8 Millionen Euro. "Und die sind hoch angesetzt, wurde mir bestätigt", sagte der Bürgermeister. "Bei zehn Prozent Eigenanteil wäre es also zu machen". Die Reaktionen auf diese Neuigkeiten waren positiv, doch verhalten, auch wenn Erleichterung im Rat zu spüren war. Zu lange ringt man schon um eine für alle vertretbare Lösung, wobei die Notwendigkeit ja nie infrage gestellt war, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die anstehende Dorferneuerung.

"Es war mal gut, dass die Verantwortlichen gesehen haben, vor Ort, wie die Lkw da durchrasen", sagte Werner Filbrich, selbst Hausener. Man einigte sich einstimmig darauf, jetzt in einzelnen Schritten vorzugehen. "Zunächst werden wir also den Antrag auf Zuschuss durch den Landkreis in Höhe von fünf Prozent stellen", fasste Ohnheiser die Vorgehensweise zusammen, "es muss aber klar sein: Wenn wir den ersten Schritt machen, dann werden eben die weiteren Schritte folgen. Wenn wir die Zusage kriegen, dann muss man auch beschließen, die Umgehung Hausen zu bauen". Die Räte folgten dem Beschlussvorschlag einstimmig, sehr zur Erleichterung der Zuhörer. (wela) "Seite 35

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