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Wertingen

07.11.2019

Neue Verkehrswege in und um Wertingen

Am Rande des Gewerbegebiets Geratshofen hat sich die Firma Kleindienst vor sechs Jahren angesiedelt – ein randbereich, der noch nicht voll erschlossen ist.
Bild: Hertha Stauch

Im Süden hat die Zusamstadt bereits eine Umfahrung. Jetzt soll eine weitere Entlastungsstraße im Norden hinzukommen. Wofür sie gedacht ist und wie sie verlaufen soll.

Vor sechs Jahren hat sich die ursprünglich in Hinterried angesiedelte Firma Auto Kleindienst im Industriegebiet Geratshofen niedergelassen. Der Betrieb an der Rudolf Diesel-Straße mit Service rund ums Auto wächst und beschäftigt mittlerweile sieben Mitarbeiter. Bisher entwickelte sich hier am Rande des Gewerbegebiets die Infrastruktur „etwas zäh“, sagt Seniorchef Karl Kleindienst. Die Zufahrt zur Firma allerdings wurde rechtzeitig gelegt, jetzt soll die Situation weiter verbessert werden.

Ein neuer Kreisverkehr soll in der Stadt entstehen

Bürgermeister Willy Lehmeier stellte in der Bürgerversammlung am Dienstagabend in Wertingen Pläne für einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 Metern vor, der an der Staatsstraße 2036 an der Einmündung zur Dieselstraße entstehen soll. Vorher müsse allerdings ein ein Kilometer langer Ringschluss für die Wasserversorgung gezogen werden, erklärte Lehmeier. Die Stadt hat die Baumaßnahme und ihre Planung für das Jahr 2020 bis 2021 anberaumt.

An der Einfahrt der Staatsstraße 2036 bei Geratshofen in die Rudolf Diesel-Straße soll ein Kreisverkehr entstehen.
Bild: Hertha Stauch

Noch nicht konkret sind hingegen die Pläne für die nördliche Entlastungsstraße in Wertingen, die der Verkehrsberuhigung in der Industriestraße und Innenstadt dient und als Zubringer für den Busverkehr zu den Schulen genutzt werden soll. Die Straße führt künftig von der Donauwörther Straße in Höhe Reatshofen an der Kläranlage vorbei bis zu Garten Reiter und biegt dort in die verlängerte Bauerngasse ein, um hinter dem Friedhof über den Eisenbachgraben eine Anbindung zur Mittelschule zu schaffen.

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Warum eine neue Verbindungsstraße zum Wachsen nötig ist

Viele Jahre hat sich die Stadt mit dem Grunderwerb für diese Trasse beschäftigt, berichtete Lehmeier. Für das Jahr 2020 ist die europaweite Ausschreibung des Projekts vorgesehen, für 2021 die Planung und 2022 und 2023 die Ausführung der Bauarbeiten. Geplant ist in diesem Zug auch, den bestehenden befestigten Feldweg, der von der Firma Schüco zur Kläranlage führt – die Schücostraße – auszubauen. Durch diese Straßenplanung ergebe sich eine weitere Entlastung für die Industriestraße, über die sich bisher der gesamte Zubringerverkehr zu den dort angesiedelten Firmen zieht.

Das ist der Blick vom Friedhof auf die verlängerte Bauerngasse in Richtung Garten Reiter und weiter Unterthürheim. Links geht es ins Eisenbachgebiet, rechts gibt es bisher nur Ackerland. In diesem Bereich soll einmal die nördliche Entlastungsstraße verlaufen.

„Die Logistiker kommen bisher alle über den Ostkreisel in die Industriestraße“, schilderte Lehmeier die Situation. Noch nicht ausreichend verkehrlich erschlossen ist laut Lehmeier auch das neue Wohngebiet am Eisenbach und das künftige Wohngebiet am Marienfeld II. „Wir können wachsen, aber wir brauchen Erschließungen“, sagte der Bürgermeister. Deshalb denkt die Stadt an eine Verbindung von der Dillinger Straße in Höhe der Kneippanlage vorbei an den Sportanlagen am Judenberg bis zu einem Anschluss an die Eisenbachstraße, die dann wiederum zur nördlichen Entlastungsstraße führt. Für die Anbindung vom Marienfeld West II bis zur Dillinger Straße ist für das kommende Jahr ebenfalls eine europaweite Ausschreibung geplant.

3,5 Millionen Euro investiert die Stadt in den neuen Kindergarten

Bis zum Herbst 2021 wird die Stadt auch noch der Kindergartenneubau im Baugebiet an der Thürheimer Straße (verlängerte Bauerngasse) beschäftigen. In Kindergarten mit Krippe investiert die Stadt 3,5 Millionen Euro. Weitere Investitionen gibt es die nächsten zwei Jahre bei den Planungen eines zweiten Tiefbrunnens für die Wasserversorgung. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt zwei Millionen Euro in den Neubau eines Hochbehälters bei Gottmannshofen investiert, jetzt muss im Bereich des Wasserschutzgebiets Bertenau ein zweiter Tiefbrunnen als Sicherheit gebaut werden, wie der Bürgermeister erklärte. Lehmeier berichtete auch von den Investitionen der Jahre 2018 und 2019 in Höhe von 5,5 Millionen Euro – ein Aufwand, der nicht leicht sei für eine kleine Stadt. Dazu gehörte die Ausweisung von Baugebieten, die Ausstattung der Friedhofe mit Urnenfeldern, Baumaßnahmen an der Grundschule, der Ausbau der Straßen am Kaygraben, Ortsdurchfahrt Rieblingen und der Neubau der Aufbachbrücke in Roggden. "

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