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Kinder

10.04.2018

Neuer Spielplatzführer soll Lust zum Toben machen

Bauhofleiter Johann Deisenhofer präsentiert den neuen Spielplatzführer für Wertingen und seine Stadtteile. Er soll Lust zum Toben machen. Insgesamt gibt es in der Zusam-stadt 16 Spielplätze.
Bild: Bärbel Schoen

16 Spielplätze gibt es in Wertingen und seinen Ortsteilen. Bürgermeister Willy Lehmeier verbindet mit dem Flyer einen Wunsch an die Eltern

Er lässt sich gut falten und passt in fast jede Handtasche: Der neue Spielplatzführer von Wertingen. Die Idee, Eltern Informationen über Spielmöglichkeiten im Freien an die Hand zu geben, kam dem Bauhofleiter Johann Deisenhofer im vergangenen Jahr. Im Internet stieß er bei seinen Recherchen auf einen Flyer im Allgäu. „Ich dachte sofort, dass das auch etwas für Wertingen wäre.“ Gesagt getan. Im vergangenen Sommer wurden launige Fotos geschossen. Sie zeigen fröhliche Kinder beim Rutschen, Schaukeln, Sandeln, Klettern und Balancieren. „Vielleicht macht Ihnen diese Broschüre Lust darauf, wieder einmal einen gemeinsamen Tag am Spielplatz zu verbringen“, appelliert Bürgermeister Willy Lehmeier in seinem Vorwort an die Eltern. Schließlich könnten Kinder dort nicht nur toben, die Umgebung erkunden und sich ausgiebig bewegen. Spielplätze sind Treffpunkte für Familien und Kinder. Hier wird gemeinsam Zeit verbracht und werden neue Freunde gewonnen.

Der Spielplatzführer ist als Orientierungshilfe für Familien gedacht. Auf einem Lageplan sind die Standorte der 16 Spielplätze markiert. Fünf Spielplätze sind im Wertinger Stadtgebiet verteilt, Kinder in Reatshofen haben die Wahl zwischen zwei Spielplätzen, in allen anderen Ortsteilen steht jeweils ein Platz zum Toben, Schaukeln und Rutschen zur Verfügung.

Johann Deisenhofer ist berufsmäßig nah dran am Thema, denn seit über 20 Jahren überprüft er die städtischen Spielplätze auf deren Sicherheit. 2013 hat er sich zum qualifizierten Spielplatzprüfer ausbilden lassen. So kennt er jeden Winkel und die Besonderheiten der Areale. Letztere sind auf dem Flyer mit gelben Symbolen extra gekennzeichnet. Highlights sind zum Beispiel die Seilbahn im Erasmusfeld, der Picknicktisch in Gottmannshofen oder die Kinder-Elternschaukel im Marienfeld. Erst im vergangenen Jahr wurde die Spielburg Camelot am Erasmusfeld und das Spatzennest samt barrierefreier Drehfigur in der Ringelblumenstraße den Kindern übergeben.

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Für welches Alter der jeweilige Spielplatz geeignet ist, zeigen Symbole unter den Fotos – Sandkasten (ein bis drei Jahre), Schaukelpferd (vier bis sechs Jahre), Schaukel (sieben bis neun Jahre) und Fußball (zehn bis 14 Jahre).

Fast alle Plätze wurden mit Fallschutzboden ausgestattet. Das sei Vorschrift, sobald es über einen Meter hoch geht, erklärt Deisenhofer. Ein Hinweisschild vor jedem Spielplatz zeigt auf, wie man sich verhalten sollte: Helm ab, Hunde verboten, Cordelfangstellen entfernen. Auch der Flyer zeigt es nochmal. Genauso wie die Notrufnummern bei Unfällen oder bei Schäden.

Und welcher Spielplatz zählt zu Deisenhofers Favoriten? „Der Waldspielplatz am Geißberg.“ Er lasse viel Freiheit und Raum für kreatives Spielen. Denn auch wenn die Sicherheitsvorschriften einzuhalten sind, sollten Kinder nicht überbehütet werden. Deisenhofer sagt: „Sie dürfen auch mal stürzen.“

ist im Rathaus Wertingen ausgelegt und darf mitgenommen werden. Die Redaktion der Wertinger Zeitung wird demnächst ausgesuchte Spielplätze in der Region mit Eltern und Kindern testen.

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