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05.07.2010

"Nicht nur ein Heim, sondern eine Heimat"

Drei im Bunde vereint: Die ehemaligen Schwestern Luzina und Salvine mit Altbürgermeister Dietrich Riesebeck.
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Drei im Bunde vereint: Die ehemaligen Schwestern Luzina und Salvine mit Altbürgermeister Dietrich Riesebeck.

Wertingen Einen wunderschönen Nachmittag verbrachten Senioren und Gäste im Seniorenzentrum Sankt Klara in Wertingen, das sein 25-jähriges Bestehen feierte. Bei 30 Grad Hitze gab es im schönen Garten ein nettes Beisammensein und Wiedersehen von Menschen, die das Seniorenzentrum vor Jahrzehnten auf den Weg gebracht hatten und von jenen, die es heute noch betreuen und bewohnen. So durften Heimleiter Robert Frank und Bürgermeister Willy Lehmeier auch Altbürgermeister Dietrich Riesebeck, den "Vater" des Projektes, und die beiden ehrwürdigen Schwestern, die frühere Küchenchefin Luzina und Kindergartenleiterin Salvine, begrüßen.

Zu Beginn zelebrierten Stadtpfarrer Ludwig Michale und der Wertinger Priester Michael Heinrich einen Gottesdienst. Michale stellte in seiner Rede fest, dass er seit 15 Jahren in diesem Seniorenzentrum geistlicher Begleiter sei, die Bewohner kennenlernen durfte und dabei auch eine liebevolle Begleitung erfahren habe.

Vom Armenhaus zum Bürgerspital

In seinem Grußwort - "Vom Armenhaus zum Bürgerspital - zum Altenheim und heutigen Seniorenzentrum" - stellte Bürgermeister Lehmeier fest, dass der damalige Stadtrat mit Altbürgermeister Dietrich Riesebeck mutig am 2. Februar 1980 beschlossen habe, ein neues Altenheim zu bauen, ohne die Hilfe einer Stiftung oder eines freigemeinnützigen Trägers. Das 4-Millionen-Euro-Projekt wurde am 22. Juni 1985 eingeweiht und seither erfolgreich unterhalten und betrieben, so Lehmeier. Was damals galt, gilt auch heute noch, so der Bürgermeister. Das Gebäude schaffe den richtigen Rahmen, damit Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten ebenso möglich seien wie der Kontakt mit der Umwelt.

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Mit dem Weggang der Maria-Stern-Schwestern zum Jahresende 1996 begann ein neuer, sehr erfolgreicher Abschnitt des heutigen Seniorenzentrums, schilderte Lehmeier die Geschichte. Zum Glück votierte der damalige Stadtrat für die Betreuung des Heimes in der Obhut der Stadt. Damit war ein Verkauf oder die Vermietung an einen Träger vom Tisch. Unter der neuen Leitung von Robert Frank habe sich das Altenheim ab dem Jahr 1997 zum Vorzeige-Projekt im Landkreis entwickelt.

Punktgenau zum Jubiläum 2010 plätscherte die vom Wertinger Künstler Herbert Dlouhy neu gestaltete Brunnenanlage vor dem Seniorenzentrum wieder.

Dank des großen, menschlichen Einsatzes aller Pflegekräfte, des Hauspersonales und der Heimleitung habe sich der Wunsch des langjährigen Heimreferenten Leo Bunk bis zum heutigen Tag erfüllt. Leider konnte er bei der 25-Jahr-Feier aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Er sagte nämlich bei der Einweihung, dass den Bewohnern in dem neuen Haus die Fürsorge und Pflege angedeihen möge, die sie nach einem arbeitsreichen Leben verdient haben, so Lehmeier.

Nach einem Musikstück der Stadtkapelle Wertingen referierte Heimleiter Robert Frank über die vergangenen 25 Jahre des Seniorenzentrums St. Klara (die WZ berichtete in der Samstagausgabe). Frank betonte, dass man sich auch in Zukunft nicht auf dem Geleisteten ausruhen wird, sondern bestrebt sei, das Beste für Bewohner und Mitarbeiter zu ermöglichen, den Qualitätsstandard weiter auszubauen und den guten Ruf des Hauses zu erhalten, um für die Bewohner von Wertingen und Umgebung nicht nur ein Heim zu sein, sondern auch eine Heimat zu bieten. Er bedankte sich an dieser Stelle bei seinem ehemaligen Chef Altbürgermeister Riesebeck, seinem jetzigen Chef Bürgermeister Lehmeier für das Verständnis und die Unterstützung seiner Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner.

Er bedankte sich auch bei allen Einrichtungen, Institutionen und externen Diensten für die gute Zusammenarbeit und kollegiale Unterstützung und nicht zuletzt bei allen Mitarbeitern, die es immer wieder ermöglichen würden, solche Feste durchzuführen.

Vor dem Seniorenzentrum unter Schatten spendenden Bäumen und vielen Sonnenschirmen feierten dann die Bewohner und Gäste bei Kaffee und Kuchen. Ein schönes Rahmenprogramm unterhielt die Anwesenden. Der Auftritt der Rock-'n'-Roll-Gruppe "Teddys" aus Dillingen mit Tanzeinlagen und auch der Schuhplattler und Volkstanzgruppe der Wertinger Trachtler begeisterte die Festbesucher. Auch ein Sitztanz der Bewohner und der "Clown" waren nicht zu verachten. Drinnen und draußen spielte die Wertinger Stadtkapelle auf.

Bei uns im Internet

Zahlreiche Bilder vom Fest unter www.wertinger-zeitung.de

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