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11.03.2009

Ohne die Tafel ginge es für viele heute nicht mehr

Region Wertingen (pm) - Viel zu tun gab es im zurückliegenden Jahr für die 150 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dillinger Tafel mit den Ausgabestellen in Dillingen und Wertingen. So wurden während der 49 Ausgabetage circa 13 000 große Tragetaschen an Lebensmitteln an die Tafelkunden ausgegeben. Knapp 400 Haushalte mit fast 400 Erwachsenen und 300 Kindern verfügten im letzten Jahr über einen gültigen Tafelausweis.

Und hinter jedem Tafelausweis steckt ein eigenes Schicksal. Arbeitslosigkeit, Krankheit, mehrere Kinder, alleinerziehend, ein geringes Einkommen oder eine dürftige Rente, es gibt viele Gründe die Unterstützung durch die Dillinger Tafel in Anspruch nehmen zu müssen. Für alle bedeuten die Lebensmittel eine Entlastung des sehr knappen Haushaltsbudgets. "Ohne die Tafel wäre oft schon eine Woche vor dem Monatsende kein Geld mehr zum Einkaufen mehr da", berichtet eine alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern. Ihr Mann hatte alles liegen und stehen und sie mit einem Haufen Schulden und den Kindern sitzen lassen. Darum komme sie fast jeder Woche zur Ausgabe, dann könne sie auch mal Sonderwünsche der Kinder erfüllen.

35 Supermärkte, Bäckereien und Lebensmittelfirmen werden wöchentlich angefahren und die Lebensmittel nach Dillingen zur weiteren Sortierung gebracht. "Da kommen ganz schöne Mengen zusammen, die alle transportiert, gesichtet und sortiert werden müssen", berichtet Günther Gaschler, Gruppenleiter und Koordinator.

Herbert Graf, 1. Vorsitzender der Caritas, die Träger der Tafel ist, weiß um die vielen Stunden, die die Ehrenamtlichen für die Tafel erbringen: "Für diesen Einsatz sind wir in der Caritas im Namen der bedürftigen Menschen sehr dankbar. Ohne die Ehrenamtlichen wäre ein solches Projekt einfach nicht möglich."

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Graf weist aber auch auf die vielen Firmen hin, die die Lebensmittel zur Verfügung stellen. Und den Menschen, die die Tafel mit Geldspenden unterstützen, sind Graf und Gaschler sehr dankbar. So konnte im letzten Jahr ein weiterer Raum für die Lebensmittelsortierung in Dillingen hygienegerecht umgebaut und eingerichtet werden.

Für die Caritas passt die Dillinger Tafel hervorragend in ihre Hilfsangebote. "Früher haben wir immer wieder mit gekauften Lebensmitteln ausgeholfen, wenn Menschen angaben, nichts mehr zum Essen zu haben", berichtet Caritas-Sozialarbeiter Ulrich Keuch.

Informationen unter Telefon 09071/2548. Am heutigen Mittwoch, 11. März, 18 Uhr, findet im Faustussaal der Pfarrei St. Peter das Jahrestreffen der 150 Tafelmitarbeiter statt.

www.caritas-dillingen.de

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