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Villenbach/Riedsend

03.12.2020

Pläne für eine neue Seniorenwohnanlage in Riedsend

In Riedsend soll am Waldrand eine Seniorenwohnanlage entstehen
Bild: Alexander Kaya Symbolbild

Plus Die Einrichtung soll am Waldrand bei Riedsend entstehen. Es gibt aber noch einige offene Fragen

In der Riedsender Riedstraße soll eine Seniorenwohnanlage entstehen. Eine entsprechende Bauvoranfrage wurde in der jüngsten Sitzung des Villenbacher Gemeinderates diskutiert.

Auf einer Grünfläche sollen dafür das Hauptgebäude sowie vier Wohnhäuser errichtet werden, die den Senioren ein selbstbestimmtes, ruhiges Leben am Waldrand ermöglichen sollen.

Die Pläne für die Seniorenwohnanlage in Riedsend könnten abgelehnt werden

Wie die Villenbacher Ratsmitglieder den Bauherren erklärten, bestünde jedoch die Möglichkeit, dass das Vorhaben aufgrund der sich relativ weit außerhalb befindlichen Lage durch das Landratsamt abgelehnt werden könnte. In der Vergangenheit seien ähnliche Anträge oft nicht genehmigt worden. Die Bauherren erklärten, dass sie das so auch noch nicht gehört hätten. Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage letztlich zu, um abzuwarten, was dass Landratsamt dazu sagen würde.

Reitanlage In Rischgau will sich eine Frau den Lebenstraum einer eigenen Pferdekoppel mit zugehöriger Reitanlage verwirklichen. Dafür hat sie ein großes Grundstück gekauft, für das es zwar keinen Bebauungsplan gibt, der jedoch im Dorfgebiet liegt. Ein Vorbesitzer des Grundstücks hätte dort drei Einfamilienhäuser errichten wollen, wie die Ratsmitglieder erklärten. Diese Pläne seien jedoch abgelehnt worden, da sie nicht dem Flächennutzungsplan entsprochen hätten.

Es wurde überlegt, dass das aktuelle Vorhaben der Frau möglicherweise realisierbar sei, falls der Bund Naturschutz nichts gegen die Bebauung der Grünfläche hätte. Jedoch müsste dafür weitgehend am Grünflächencharakter des Ortes festgehalten werden. Somit müssten beispielsweise so viele Bäume in der Planung stehen gelassen werden wie möglich. Neben drei Gegenstimmen waren die übrigen Ratsmitglieder dafür, das Vorhaben zunächst zu unterstützen und der Bauvoranfrage zuzustimmen. Im weiteren Verfahren würde sich dann zeigen, wie die Fachbehörden das Vorhaben beurteilen.

Bauantrag In der Villenbacher Hirtenmahd soll ein Einfamilienhauses mit Doppelgarage entstehen. Der entsprechende Bauantrag lag dem Gremium vor. Bei dem Grundstück handelt es sich um einen unbeplanten Innenbereich, in dem Kanal und Wasser bereits vorhanden wären. Da sich auch die Nachbarn bereits mit ihrer Unterschrift einverstanden erklärt hätten, schlug Bürgermeister Werner Filbrich vor, dem Antrag zuzustimmen. Die Ratsmitglieder waren der gleichen Meinung.

Denkmalschutz sorgt für hohe Auflagen

Denkmalschutz In der Villenbacher Straße in Wengen fragte der Besitzer eines denkmalgeschützten Hauses um Erlaubnis, die Außenfassade erneuern zu dürfen. „Er war sehr geknickt, als er die Auflagen dafür erfahren hat“, erklärte der Bürgermeister. Beispielsweise müssten möglicherweise die Altschichten dokumentiert werden, der Altputz entweder entfernt oder gefestigt werden oder die Gesimse erneuert werden. Auch über die Farbe könnte der Gemeinderat theoretisch entscheiden, jedoch wurde einstimmig entschieden, dass er „machen soll, was er will“.

Der Mollenbach soll so gestaltet werden, dass Schäden beispielsweise durch Biber künftig vermieden werden können. Für das Jahr 2021 beschloss der Rat deshalb, die benötigten Mittel für den ersten Bauabschnitt bereitzustellen. Dabei handelt es sich um rund 72 000 Euro, jedoch mit 75 Prozent staatlichem Zuschuss.

Lerchenbergstraße Für die Aufstellung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans der Lerchenbergstraße in Rischgau wurden die Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange angehört. Vor allem die denkmalgeschützte St.-Leonhard-Kapelle soll nicht benachteiligt werden, gerade in optischer Hinsicht. So sollen beispielsweise keine Pultdächer im Denkmalbereich gebaut werden. Auch wird von den künftigen Anliegern ein hoher Immisionsschutz hingenommen werden müssen, da sich das künftige Mischgebiet nahe am Wohngebiet befindet. Die Ratsmitglieder fassten dazu den Billigungs- und Auslegungsbeschluss, damit werden beide Punkte für 30 Tage öffentlich ausgelegt.

Nachverdichtung Auch die Satzung für den Bebauungsplan „West und Ost“ in Villenbach wurde beschlossen. Dort soll die Nachverdichtung des Ortsgebiets flexibler ermöglicht werden, beispielsweise im Hinblick auf Dachformen oder mehr zulässig bebaute Grundstücksfläche.

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