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Wertingen

18.11.2019

Prettelshofener fordern neue Straßen und Wege

Der steile Kirchweg ist eine begehrte Piste für Mountainbiker. Aber auch Regen setzt dem Schotterbelag zu und spült Rillen in den Fußweg. Damit wird der Marsch zum Gottesdienst und Friedhof immer beschwerlicher.
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Der steile Kirchweg ist eine begehrte Piste für Mountainbiker. Aber auch Regen setzt dem Schotterbelag zu und spült Rillen in den Fußweg. Damit wird der Marsch zum Gottesdienst und Friedhof immer beschwerlicher.
Foto: Andreas Dengler

Die Talstraße im Wertinger Stadtteil Prettelshofen soll mit Verkehrsspiegel sicherer werden. Wie ein Lückenschluss am Radweg gelingen kann.

Die Sanierung der Straßen im Ortsinneren, der Ausbau des Radwegs nach Bliensbach und die Gehwege rund um die Kirche lagen den Prettelshofenern auf der Bürgerversammlung besonders am Herzen. Die Wunschliste der Bewohner ist lang. Bürgermeister Willy Lehmeier notierte zwar die Anliegen, aber alle Investitionen seien nicht sofort realisierbar, befürchtet der Rathauschef. Dabei verwies Lehmeier auch auf die restlichen Ortsteile, die den Bürgermeister auf den jeweiligen Bürgerversammlungen ebenfalls mit vielen Vorschlägen empfangen. Knapp 30 Prettelshofener folgten der Einladung und diskutierten gemeinsam mit Lehmeier über die Zukunft des Örtchens.

Ein Blick in die Kassen

Aber alles der Reihe nach. Gemeinsam mit Ortssprecher Heinz Werner stellte der Rathauschef zunächst die aktuellen Themen vor. Dabei wagte er auch einen Blick in die Kassen und zog Bilanz über das vergangene Jahr. Die Erschließung neuer Baugebiete, Straßensanierungen, Schul- und Friedhofserweiterungen, Baumaßnahmen, Gewerbeansiedlungen und die nördliche Entlastungsstraße – Lehmeier umriss auf der Versammlung in Prettelshofen die Themen der gesamten Stadt Wertingen und ihrer Ortsteile. Die Einwohnerzahl in Prettelshofen ist solide: In dem kleinen Ort wohnen derzeit 124 Bürger. „Prettelshofen ist ein sehr homogenes Dorf“, sagte Lehmeier zufrieden. Die Auflistung zeigt, dass jede Altersgruppe fast gleich stark vertreten ist. Mit einem konstanten Bevölkerungszuwachs von gut einem Prozent nehmen Wertingen und die Ortsteile seit Jahren einen guten Wert ein.

Die spezifischen Themen rund um Prettelshofen stellte Ortssprecher Werner vor. „Es geht nicht um das Gewesene, sondern um die Zukunft“, stellte Werner gleich zu Beginn klar. Dennoch nannte er für Prettelshofen die wichtigsten Etappen im vergangenen Jahr. Dazu zählen der Bau des Radwegs in Richtung Bliensbach, die Erneuerung der Heizung im Schützenheim und die geplante Sanierung der Schießstände. In dem Vereinsheim, das auch als Bürgerhaus genutzt wird, soll auf Wunsch der Prettelshofener in naher Zukunft die Küchentür und die Durchreiche erneuert werden.

"Ramadama" für den Umweltschutz

Das Vereinsleben am Ort verändert sich: Auf der Generalversammlung vor zwei Wochen wurde die Stilllegung des Obst- und Gartenbauvereins beschlossen, sagte Werner. Auf die Freiwillige Feuerwehr komme mit der Ansiedlung der Erdgas-Verdichterstation ein „unglaublich komplexes Thema“ zu. Daher werde auch eine umfangreichere Ausstattung notwendig, sagte der Ortssprecher. Der Schützenverein freut sich über den Aufstieg, und die Feuerwehr plant im kommenden Jahr das Abhalten von Leistungsprüfungen. Mit der Räumaktion „Ramadama“ will sich die Wehr auch in Zukunft für den Umweltschutz engagieren. Die anstehende Kommunalwahl im März 2020 wirft ihre Schatten voraus. Es werde dieses Mal wohl kein eigenes Wahllokal in Prettelshofen geben, sagte der Ortssprecher. Stattdessen werden die Prettelshofener in Rieblingen an die Urne gebeten.

Ein junger Mann sprach sich für einen Verkehrsspiegel an der Kreuzung Am Weiher/Talstraße aus. Die Talstraße gleicht einem Fleckerlteppich. Wie die Erneuerung der Fahrbahn günstig und schnell gelingt, wurde ebenfalls diskutiert. Und auch Schlaglöcher in der Fahrbahn wurden genannt. Wie es mit der Deponie weitergeht, interessierte die Prettelshofener. Bürgermeister Lehmeier versicherte, dass auch in Zukunft dort eine Anlieferung möglich sei.

Mountainbiker auf dem Kirchberg in Prettelshofen

Eine Frau sprach den Kirchberg an. Der kleine Fußweg ist nur geschottert. Regen und Mountainbiker, die dort unerlaubterweise herunter brettern, würden dem Fußweg zusetzen, erklärte die Frau. Und auch die Kieswege im Friedhof müssten nach Ansicht einer weiteren Prettelshofenerin verbessert werden. Lehmeier versprach, den Vorschlägen nachzugehen. Applaus gab es für die Fertigstellung des Radwegs nach Bliensbach. Das Projekt war Jahrzehnte lang ein Herzensanliegen der Gemeinde. Jetzt erhoffen sich die Anwohner noch einen Lückenschluss. Derzeit endet der Weg am Salzsilo, knapp 400 Meter vor Bliensbach. Mit einem Antrag durch den Ortssprecher soll es Thema im Stadtrat werden.

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