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26.02.2010

Reservisten testen ihr militärisches Wissen

Wertingen "Reserve hat keine Ruh". Unter diesem Motto starteten am Wochenende drei Mannschaften der Reservistenkameradschaft Wertingen vom Judenberg aus zu einem rund sechs Kilometer langen Orientierungsmarsch mit Stationsaufgaben, um sich wettkampfmäßig einer Wissensüberprüfung zu unterziehen.

Fragen auch zur Heimatgeschichte

Nach dem Schießen mit dem Karabiner K 98 auf der Schießanlage der Feuerschützen mussten die Mannschaften vorgegebene Koordinaten in die Karte übertragen, um die nächste Station ansteuern zu können. Hier waren Fragen zu beantworten zu den Themen Allgemeinwissen, Aktuelles zur Bundeswehr, des Verbandes der Reservisten und Heimatgeschichte. So sollten beispielweise die Mitgliedstaaten und verschiedene Organe der Europäischen Union benannt werden. Oder wann trat Wertingen erstmals urkundlich in Erscheinung? Fragen, die manchen Teilnehmer zum Schwitzen brachten.

An der dritten Station wurde Ausbildung im Umgang mit Karte und Kompass, Orientieren im Gelände mit und ohne Hilfsmittel betrieben. Zielpunktermittlung mittels Bezugspunktverfahren und anschließende Bestimmung der Marschkompasszahl vom eigenen Standort zum Zielpunkt gehörten ebenso zum Ausbildungsinhalt, wie die Ermittlung der Entfernungen zu markanten Punkten mit Hilfe des herkömmlichen Doppelfernrohrs (DF). Vor allem der Einsatz neuester Technologie, die derzeit von der Bundeswehr eingesetzt wird, wie GPS-Geräte und Laser-Entfernungsmessgeräte war für einige Teilnehmer völliges Neuland.

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Behelfskompass wurde gebaut

Wie man sich aber orientiert, wenn die moderne Technik versagt, wurde an einer weiteren Station gefragt. Hier war ein Behelfskompass aus einem Sammelsurium von Gegenständen wie Nähnadel, Flaschenverschluss, Wasser, Magnet etc. zu bauen sowie die Himmelsrichtungen anhand der Jahresringform eines gefällten Baumes zu bestimmen. Neue taktische Zeichen erkennen, die von der Bundeswehr bei internationalen Einsätzen verwendet werden, ließen an der nächsten Station manchen Wettkämpfer verzweifeln.

An der letzten Station war eine schriftliche Minenmeldung abzufassen und verschiedene Fragen zu Minenarten und Kampfmittelbeseitigung zu beantworten, sowie ein Radwechsel an einem liegen gebliebenen Fahrzeug auf Zeit durchzuführen.

Nach dem lehrreichen Marsch wurden die Mannschaften und die inzwischen eingetroffenen Angehörigen im Wertinger Schlossgarten vom Kameraden Franz Braun mit Kesselfleisch, Blut- und Leberwürsten und Sauerkraut versorgt.

Vorsitzender Gottfried lobte den guten Ausbildungsstand seiner Kameraden, was sich in den nur knappen Punkteabständen bei der Auswertung zeigte. Besonderer Dank galt den Kameraden Alfred Schrödl und Rainer Tochtermann für die Ausarbeitung und Durchführung des gesamten Marsches.

Den ersten Platz beim vereinsinternen Wettkampf belegte die Mannschaft 3 mit Ernst König, Ernst Saule, Alfred Sigg und Ernst Wiedemann. Jede Mannschaft bekam zur Erinnerung eine Urkunde überreicht. (pm)

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