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Villenbach

07.08.2019

Ritter Kunz in Villenbach zum Leben erweckt

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2 Bilder
Mehr als zwei Jahrzehnte führte Bernhard Lernhard (rechts) Regie. Das würdigte Vorsitzender Baumeister.
Bild: Otmar Ohnheiser

Die Freilichtbühne Villenbach zog beim 25. Jubiläum eine beeindruckende Bilanz. Der Theatersommer 2020 wird die Besucher an die Adria führen.

„Nichts war vorhanden, wir hatten keine Struktur. Trotzdem haben wir eine Freilichtbühne aus dem Boden gestampft – ohne jegliche Erfahrung mussten wir kreativ sein“, sagte der langjährige Regisseur Bernhard Lernhard beim Festabend anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Freilichtbühne Villenbach. „Aber wir haben es gut gemacht“, war sein Fazit. Dazu lieferte er zahlreiche Bilder von den Bauarbeiten und den Vorbereitungen, die an die beschwerlichen Anfänge erinnerten.

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Historische Festwoche in Villenbach

Anlass war im Jahr 1994 das 800. Jubiläum der Gemeinde Villenbach, bei dem eine unvergessliche historische Festwoche stattfand. Dazu wollte die im Jahr 1984 gegründete Kellerbühne – wie alle Ortsvereine – ebenfalls ihren Beitrag leisten. Ein Stück aus der örtlichen Geschichte sollte es sein. Da fand Bernhard Lernhard in den Annalen eine Theateraufführung aus dem Jahr 1926, die auf einer Bühne in Villenbach gespielt worden war. Dabei ging es um eine Sage des „Ritter Kunz zu Villenbach“, dessen Burg nordöstlich von Rischgau stand. In Anlehnung daran verfasste Lernhard ein gleichnamiges Historienspiel, das dann auch dank einer beeindruckenden Kulisse mit originalgetreuen Kostümen und Ritterrüstungen sowie lebenden Pferden das Publikum faszinierte.

Dies war die Geburtsstunde einer nun 25-jährigen, sehr erfolgreichen Theatertradition auf der Freilichtbühne Villenbach. Historische, zeitgeschichtliche, aber auch unterhaltsame Stücke lockten in all den Jahren tausende Besucher nach Villenbach. Mit der Verleihung des Bayerischen Heimatpreises der VR-Banken anno 1998 und der „Silberdistel“ der Augsburger Allgemeinen im Jahr 2000 fand die Villenbacher Laienbühne auch überregionale Anerkennung. Mit der Gründung des Theaterchores kam 1998 ein weiteres belebendes Element auf die Bühne. Inzwischen bereichern die Sänger nicht nur die Freilichtbühne. Bei vielen Veranstaltungen, sowohl in der Gemeinde als auch bei kirchlichen Feiern, ist der Chor ein fester kultureller Bestandteil. Eine neue Ära läutete im vergangenen Jahr Lernhards Nachfolger am Regiepult, Hans Oebels, mit der Shakespeare-Komödie „Ein Sommernachtstraum“ ein. Einen Wechsel gab es auch in der Abteilungsführung. Nach dem Rücktritt von Josef Dippel bereichern künftig Alexandra Strobel, Carmen Lesser und Sonja Unger die Theaterabteilung mit Frauenpower.

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Vorgeschmack auf den Theatersommer 2020

Vorsitzender Martin Baumeister bedankte sich bei dem langjährigen Regisseur Bernhard Lernhard sowie den ehemaligen und aktuellen Laienspielern, die zahlreich der Einladung zum Festabend gefolgt waren. „Es ist kein Zufall, dass die Dekoration des heutigen Festgeländes italienisches Flair verbreitet und Pizza serviert wird“, so Baumeister. Dies solle ein Vorgeschmack auf den kommenden Theatersommer 2020 sein, so der Vorsitzende weiter. Hier ist nach der etwas „schweren Kost“ des Shakespeare-Klassikers im Vorjahr ein amüsantes, lustiges Stück von einem italienischen Fischerort an der Adria mit dem Titel „Lärm in Chiozza“ geplant.

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