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06.03.2009

Sand statt Schnee, Sonne statt Nebel

Der Zeitpunkt im Februar war ideal: Statt bei Minusgraden in Schneelandschaften an der nordschwäbischen Donau zu frieren, ging Belinda Hitzler in sonnigen Gefilden ihrer sportlichen Passion nach. Die erfolgreiche Distanzreiterin hatte eine Einladung zum "HH. Presidents Cup" in Abu Dhabi erhalten, "einem der wichtigsten Ritte in den Emiraten", wie die Dillingerin versichert. Sie startete als einer von 13 Europäern. Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate als Veranstalter lädt die weltweit besten Distanzreiter ein, so auch zwei Amerikaner und drei Australier.

"Ich hatte meinen 15-jährigen Araber Shagar mitgenommen, mit dem ich die deutsche Meisterschaft gewonnen habe", berichtet Hitzler. Das Pferd war schon Ende Januar durch eine Spedition abgeholt und nach Paris gebracht worden, von wo es mit den anderen europäischen Pferden nach Abu Dhabi flog. Ihr Mann und sportlicher Betreuer, Stephan Schelldorf, folgte einige Tage später. Belinda Hitzler: "Shagar hat den Transport und die krasse Umstellung sehr gut verkraftet, immerhin war es bei uns minus 15 Grad kalt und in Abu Dhabi wurde es immer wärmer, bis zu 30 Grad. Das war schon enorm. Aber Shagar schien die Sonne zu genießen." Die Reiterin selbst war freilich etwas skeptisch, immerhin musste ihr Pferd nur zwölf Tage nach seiner Ankunft den Wettkampf über die 160-Kilometer-Distanz laufen. "Aber ich hatte ein gutes Gefühl, Shagar war super drauf und zeigte viel Spaß am Laufen."

Belinda Hitzler wusste jedoch, dass in den Emiraten immer sehr schnell geritten wird. So lautete ihre Devise "durchkommen". Der Start erfolgt früh morgens um 6 Uhr, es war noch dunkel und relativ kalt. 78 Reiter legten mit ihren Vierbeinern los. Überwiegend "Locals", die sie bereits viele Monate vor diesem wichtigen Rennen in der Wüste vorbereiten konnten. "Da hatten wir letztlich keine Chance." Von 13 Europäern beendeten nur fünf das Rennen, Belinda Hitzler belegte in dieser "Wertung" Rang drei, insgesamt Rang 28. Den Wettbewerb gewann ein renommierter Rennstall aus Abu Dhabi, der mit einem 26er Schnitt auf 160 Kilometer Distanz einen neuen Weltrekord aufstellte.

Hitzlers Fazit: "Ich war sehr froh, dass wir alle dieses Abenteuer so hervorragend überstanden haben. Vor allem Shagar. Normalerweise ist Shagar nun für die EM Ende September in Assisi/Italien qualifiziert. Das letzte Wort hat der Bundestrainer, wir werden sehen …"

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