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Gemeinderat

13.09.2019

Sanierung der Alten Wertinger Straße wird teurer

Die Bauarbeiten in der Alten Wertinger Straße in Zusamaltheim kommen gut voran, doch jetzt sieht sich die Gemeinde mit einem äußerst schlechten Unterbau eines Teilstücks der Straße konfrontiert. Eigentlich sollte hier nur die Deckschicht saniert werden, doch nun beschloss der Gemeinderat einen Vollausbau.
Bild: M. Winkelbauer

Ein Teil der Straße sollte lediglich eine neue Deckschicht erhalten. Warum sich jetzt die Kosten erhöhen

Seit Anfang des Sommers laufen die Bauarbeiten in der Alten Wertinger Straße in Zusamaltheim. Ab der Einmündung in die Staatstraße 2027 beim Asylbewerberhaus wurden inzwischen die maroden Abwasserkanäle ersetzt und die Wasserleitungen erneuert. Und auch Nahwärme-, Breitband- und Stromversorgung werden nach Abschluss des Projekts auf dem neuesten Stand sein. Bislang kamen die Arbeiten gut voran. In der jüngsten Sitzung informierte Bürgermeister Wolfgang Grob die Gemeinderäte allerdings über den Zustand des Straßen-Unterbaus im Bereich Wagnerbäck, der nun Schwierigkeiten macht.

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Geplant war, den Bereich vom Anwesen Böhm bis zur Einmündung Wiesenstraße nach Verlegung der Versorgungsleitungen und Zuschüttung des Baugrabens auf der gesamten Breite abzufräsen und die Straße dann auf voller Länge zu asphaltieren. „Wir ahnten schon, dass es im weiteren Bereich zwischen Wiesenstraße und Einmündung Feld-/Kapellenstraße Schwierigkeiten geben könnte“, sagte Grob und verwies auf die dokumentierten Schäden in den beiden Bereichen. Doch von der mangelnden Qualität des Unterbaus zwischen Böhm und Wagnerbäck sei man überrascht worden. „Wenn man da abfräst, ist kein Asphalt mehr da“, informierte der Bürgermeister.

Grob gab einen Überblick über die zu erwartenden Kosten. Schließt man den Graben, in dem die Leitungen verlegt werden, und asphaltiert nur diesen, fallen etwa 10000 Euro an. Ein Vollausbau bis zur Wiesenstraße schlägt mit 38000 Euro, bis zur Kapellenstraße mit 70000 Euro Mehrkosten zu Buche. Das Problem: Ein kompletter Vollausbau wird 2019 wohl nicht mehr fertig werden. So müsse man auf eine Vollendung im nächsten Frühjahr warten.

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Die Mehrheit der Räte favorisierte trotzdem den Vollausbau bis zur Kapellenstraße. Wie Josef Schmalz sagte, sei das eine stark befahrene Straße, bei der es sinnvoll sei, „es gscheit zu machen.“ Hansjörg Link erkundigte sich, ob es nicht sinnvoll sei, die Deckschicht der kompletten Straße in einem Rutsch im Frühjahr zu erneuern. Grob widersprach und begründete dies mit erschwertem Winterdienst, außerdem laufe das Wasser dann nicht in die Sickerschächte.

Gustav Holand haderte mit dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge. So lange die Anlieger mit von den Kosten betroffen gewesen waren, hätte die Straße gar nicht einfach genug sein können. Und nun, da die Gemeinde die Kosten alleine zu tragen habe, würde man die Straße komplett neu herstellen. Letztlich entschieden sich die Räte mit einer Gegenstimme für den Vollausbau im Jahr 2019 bis zur Einmündung Wiesenstraße, die Fertigstellung wird auf das nächste Frühjahr verschoben.

Im Zuge der einfachen Dorferneuerung hat die Gemeinde für 2019 einige Maßnahmen geplant. So wird das ehemalige Friseurgeschäft Treu abgebrochen, um Parkplätze für die Kirchenbesucher zu schaffen. Und auch die Halterung für den Maibaum soll noch in diesem Jahr installiert werden, damit ungetrübtem Maibaumaufstellen im neuen Jahr nichts im Wege steht. Für beide Maßnahmen sind nach der Ausschreibung Angebote eingegangen, die im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt wurden.

Für die Sanierung des Spielplatzes gab jedoch niemand ein Angebot bei der Gemeinde ab. „Die Ausschreibungsdauer war vielleicht zu kurz“, meinte der Bürgermeister. Diese Maßnahme muss nun auf 2020 verschoben und neu ausgeschrieben werden.

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