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31.07.2010

Sieben Vorteile für Wertingen

Wertingen Mit 13 : 7 Stimmen hat sich der Stadtrat am vergangenen Montag für mehrere Straßenbauprojekte entschieden, die laut bürgermeister Willy Lehmeier alle ein Ziel haben: "Mehr Sicherheit auf den Verkehrswegen in und um Wertingen!" In einer Pressemitteilung wandte sich der Bürgermeister gestern an die Öffentlichkeit. Darin argumentiert Lehmeier: "Insgesamt sind es sieben Vorteile für die Stadt Wertingen und die Stadtteile. Der Stadtrat hat ebenfalls mit großer Mehrheit der Vereinbarung mit dem Straßenbauamt zugestimmt. Das Straßenbauamt realisiert dieses Projekt im Auftrag der Stadt."

Sonderförderung von 89 Prozent

Die sieben Projekte sind nur möglich, weil der Staat - wie in der WZ bereits berichtet - 2010 und 2011 im Rahmen eines Sonderprogramms zur Konjunkturförderung eine außergewöhnlich hohe Förderung zugesagt hat: 89 Prozent, und zwar für alles, so dass - nimmt man eine Normal-Förderung von 75 Prozent für Kreisverkehre an - die Ausgaben für die Brücke der Staat selbst trägt.

Infoveranstaltung am kommenden Montag

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Bürgermeister Willy Lehmeier will die Bürgerschaft laufend über alle weiteren Schritte informieren und lädt zur Informationsveranstaltung am Montag, 2. August 2010 um 19.30 Uhr in das Foyer der Stadthalle ein. Der Stadtrat hat sich vor der Abstimmung in drei Stadtratssitzungen, einer öffentlichen Informationsveranstaltung und in kleineren Runden intensiv informiert. Lehmeier appelliert: "Nutzen auch Sie die Informationsmöglichkeiten! Die Stadträte und ich stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung."

Sieben Vorteile für die Stadt und die Stadtteile

In dem Gesamt-Paket sind sieben Einzelprojekte enthalten, die teils seit Jahren gewünscht werden. Sie können ohne die staatliche Höchstförderung von der Stadt selbst in den nächsten Jahren sicher nicht realisiert werden, nicht einmal bei "Normal-Förderung", betont Lehmeier. Folgende Vorteile stellt der Bürgermeister vor (siehe auch die oben abgedruckte Grafik):

l 1. Laugna-Kreisel

l 2. Sichere Einmündung der Donauwörther Straße

l 3. Gießeweg-Unterführung Roggden - Ziegelstadelfeld

l 4. Radwege-Verknüpfung

l 5. Direkt-Anschluss des Espe-Geländes zum Kreisel

l 6. Tunnel für Fußgänger, Radler und Schulkinder Stadtkern - Geratshofen

l 7. OMV-Kreisel mit Verkehrsentlastung Gottmannshofen

In seiner Pressemitteilung gab der Wertinger Bürgermeister auch Antworten des neutralen Gutachters, des Planungsbüros und der Stadtverwaltung zu häufig gestellten Fragen wider:

Frage: Funktioniert ein einfacher Kreisel?

Antwort: Jetzt Ja, in Zukunft Nein - Es gibt Rückstaus auf der Staatsstraße bis zur Einmündung der Donauwörther Straße, aber auch auf der Laugnastraße. Deshalb rät der neutrale Gutachter von einer Investition ab, die in einigen Jahren nicht funktioniert.

Frage: Könnte alles so bleiben?

Antwort: Nein! In einigen Jahren ist damit zu rechnen, dass die Ampelanlage nicht mehr ausreicht und dass bei einer Bebauung des Espe-Geländes weitere Ampeln nötig werden. Hilfskonstruktionen wie Abbiegespuren, Bypässe oder Ampeln müsste die Stadt alleine bezahlen, nach ersten Schätzungen über 1 Million Euro.

Frage: Ist ein Kreisel nicht billiger?

Antwort: Nein! Ein einfacher Kreisel kostet der Stadt über 1,3 Millionen Euro, Kreisel mit Brücke mit allen sieben Vorteilen und mit Fußgänger-Tunnel an die 1,2 bis 1,3 Millionen Euro. Grund: unterschiedliche Fördersätze!

Frage: Sind Einfädelspuren gefährlich?

Antwort: Sie werden extra lang gemacht, so sicher wie auf Autobahnen.

Frage: Muss eine Brücke wie in Donauwörth automatisch im Winter gestreut werden?

Antwort: Nein! Die Donauwörther Schellenberg-Brücke ist Stahl-Konstruktion. Dies ist nicht geplant.

Frage: Wird die Brücke sehr steil?

Antwort: Nein! Steigung 2,5 Prozent, das bedeutet auf 100 Meter 2,5 Meter, also Neigung wie bei einer Hofeinfahrt für den Wasserabschluss. Es entsteht kein "Kamelbuckel".

Frage: Ist der Bodenzustand ausreichend?

Antwort: Das Planungsbüro hat bereits exakte Kenntnisse, da vom gleichen Büro der Boden für die jetzige Südumgehung untersucht worden ist.

Frage: Entsteht ein durchgehender Wall zwischen Wertingen und Geratshofen?

Antwort: Nein! Die Brücke erhält drei offene Felder (95 Meter lang). Die Böschungen sollen landschaftlich eingepasst werden.

Frage: Zahlt die Stadt die Brücke?

Antwort: Letztlich Nein! Die Zuschuss-Quote ist so hoch festgesetzt, dass die Kosten der Brücke faktisch der Staat trägt.

Frage: Ist der Fußgänger-Tunnel wie ein Loch?

Antwort: Nein! Statt eines langen sollen zwei oder drei kurze Röhren entstehen mit natürlicher Belichtung (offene Bauweise).

Frage: Wird der Lärm mehr?

Antwort: Selbstverständlich finden Lärmschutzmessungen statt. Auf deren Grundlage entsteht Lärmschutz, eventuell auf der Brücke. Es ist sogar an den Stellen, wo etwas verändert wird, im Gegensatz zu jetzt zusätzlicher Lärmschutz möglich. Die Energiebilanz ist besser, da das ständige Stoppen und Anfahren, wie jetzt an den Ampeln, entfällt.

Frage: Kann sich die Stadt das leisten?

Antwort: Ja! Aus Verkaufserlösen und Steuermehreinnahmen. Es sind weder Steuererhöhungen noch Sonderumlagen nötig. Alle vorgesehenen Maßnahmen, zum Beispiel für Krankenhaus, Geburtshilfe oder Kindergärten, sind wie geplant unverändert möglich.

Frage: Sind die Zuschüsse sicher?

Antwort: Ja! Die Zuschuss-Zusagen für alle Teile des Gesamtpakets liegen bereits schriftlich vor. (pm/wz)

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