1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. So packen die Jugendfeuerwehren im Landkreis Dillingen an

Villenbach

04.08.2019

So packen die Jugendfeuerwehren im Landkreis Dillingen an

Copy%20of%20Jugendzwei.tif
2 Bilder
Beim „Spiel ohne Grenzen“ mussten die Nachwuchsfeuerwehrkräfte trotz der tropischen Hitze alles geben – zum Beispiel ein Einsatzfahrzeug mit bloßer Muskelkraft ziehen. 14 Jugendfeuerwehren traten an, um sich in „spielerischem Ernst“ zu messen.
Bild: Tölk

Der Nachwuchs der Floriansjünger aus dem ganzen Landkreis Dillingen traten in verschiedenen Disziplinen an und maßen ihre Kräfte. Eine Truppe dominierte das Geschehen.

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien messen sich traditionell die jugendlichen Feuerwehrler des Landkreises beim Kreisjugendzeltlager in allen möglichen Disziplinen. Bei herrlichstem Sommerwetter folgten über 150 Teilnehmer der Einladung der Kreisjugendfeuerwehr Dillingen mit Kreisjugendwart Claus Zimmermann. Organisiert wurde das diesjährige Zeltlager, vom 19. bis 21. Juli 2019, von der Freiwilligen Feuerwehr Villenbach. Das Gelände der Freilichtbühne diente als Campingplatz, der Sportplatz zur Abnahme der Jugendleistungsprüfung und als Austragungsort der Kreismeisterschaft.

Standesgemäß in den jeweiligen Mannschaftswagen reisten die 14 Jugendfeuerwehren in gemischten Gruppen samt Betreuer bereits am Freitagnachmittag an. Beim Aufbau halfen alle zusammen. Stück für Stück verwandelte sich die Grünfläche vor der Villenbacher Freilichtbühne zu einem gemütlichen Campingplatz voller Großzelte samt mobiler Küche des Logistiktrupps Versorgung des Dillinger THW. Dieses Jahr ist der Ortsverband Dillingen mit acht Helfern vor Ort, um die Vollverpflegung zu garantieren. Auch die Trinkwasserversorgung und Wasch- und Spülvorrichtungen organisiert das THW.

31 jugendliche Feuerwehrler treten in Teams an

Insgesamt 31 Jugendliche traten in diesem Jahr zur Leistungsprüfung an. In zehn praktischen Aufgaben und einem Theorieteil stellten sie ihr Wissen und Können aus den jährlichen Übungen der Jugendfeuerwehr unter Beweis. „Alle, die angetreten sind, haben bestanden! Das ist eine großartige Leistung“, gratulierte Alfred Schneid, stellvertretender Landrat, zur erfolgreichen Teilnahme. Zusammen mit Claus Zimmermann, Kreisjugendwart der KJFW Dillingen und Frank Schmidt, Kreisbrandrat des KFV Dillingen, verlieh Schneid die Urkunden und Abzeichen. „An einem historischen Tag wie heute, zum 25-jährigen Jubiläum des Stauffenberg-Attentats und zum 75-jährigen Jubiläum der Mondlandung, denkt man über diese Helden und ihre Taten nach“, erinnerte Schneid. „Auch ‚Sie alle‘ sind Helden. Alle hier engagieren sich ehrenamtlich und mit Begeisterung“, freute sich Schneid über diese hohe Vorbildfunktion und Bereitschaft. Besonderer Dank galt auch allen ehrenamtlichen Betreuern, Schiedsrichtern, Helfern und Organisatoren.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das „Spiel ohne Grenzen“ ist fester Programmpunkt des Zeltlagers: Ein Spiel ausgedacht und organisiert von den ausrichtenden Gastgebern, war eine Art Feuerwehr-Schnitzeljagd durch den Ort und auf dem gesamten Gelände des hiesigen Sportvereins. Mit verbundenen Augen Hufeisen auf Anweisung eines Kameraden von A nach B bringen, erfordert hohes Kommunikations- und Koordinationsvermögen. Kraft und Ausdauer spielen beim Ziehen eines Löschzugs keine ganz unwichtige Rolle. Zielgenauigkeit ist gefragt, wenn man mit der Kübelspritze arbeitet. Alles Eigenschaften, die auch in der Feuerwehr gefragt sind. So waren gerade Teamarbeit, Kommunikation, Koordination, Geschicklichkeit und Schnelligkeit bei allen Aktivitäten an diesem Wochenende gefordert.

Auch bei der Kreismeisterschaft am Sonntagvormittag. Spielerisch, aber unter Wettkampfbedingungen, stellten sich alle angetretenen Vierer-Teams nochmals erschwerten Aufgaben aus der Leistungsprüfung und dem Feuerwehrübungsalltag.

Besonders erfolgreich ist das Team "Linkes Twix" aus Aislingen

Wenn es mal keinen offiziellen Programmpunkt gab, vergnügten sich die Jugendlichen bei gemeinsamen Tanzeinlagen, Wasserschlachten oder Nageln.

Die Leistungsprüfung der Jugendfeuerwehr Bayern wurde erst 1983 durch das Bayerische Innenministerium eingeführt. Sie besteht neben einem Theorieteil aus zehn praktischen Prüfungen – fünf Einzelübungen und fünf Truppübungen. Die Prüflinge müssen bei der Leistungsabnahme zwischen 14 und 18 Jahre alt und mindestens ein Jahr Mitglied einer Jugendfeuerwehr sein. Die Jugendlichen dürfen die Prüfung innerhalb dieses Zeitraums beliebig oft wiederholen. Erfahrungsgemäß ist dies nicht notwendig. Die meisten Teilnehmer sind gut vorbereitet und schaffen die Prüfung auf den ersten Anlauf. Einmal erfolgreich abgelegt, bekommen die Prüflinge ihr erstes Abzeichen.

Der erste und dritte Platz ging an Teams aus Aislingen, die Haunsheimer rangierten auf Platz zwei. Beim „Spiel ohne Grenzen“ landete das Team „Linkes Twix“ der Jugendfeuerwehr Aislingen auf Platz eins, gefolgt von „Capo’s Größenwahn“ der Jugendfeuerwehr Wertingen auf Platz zwei und dem Team „Kekse“ der Jugendfeuerwehr Haunsheim auf Platz drei.

Die Übungen: In den folgenden Bereichen mussten die Teilnehmer ihr Können beweisen: Anlegen eines Mastwurfs ; Befestigen einer Feuerwehrleine an Strahlrohr mit Schlauch; Anlegen eines Brustbundes; Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauchs innerhalb eines seitlich begrenzten Feldes ; Zielwurf mit einer Feuerwehrleine. Dazu noch im Trupp: Kuppeln von zwei Saugschläuchen als Wassertrupp und Schlauchtrupp; Ankuppeln eines C-Strahlrohrs an einem C-Schlauch; Zielspritzen mit der Kübelspritze; Erkennen und Zuordnen von Gerätschaften; Zusammenkuppeln einer 90 Meter langen C-Leitung.

Lesen Sie außerdem:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren