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Wertingen

10.12.2020

Sondersituation am Wertinger Gymnasium: Zum Teil gibt es Fernunterricht

Viele Schüler dürfen derzeit das Wertinger Gymnasium nicht mehr besuchen. Sie erhalten Fernunterricht.
Bild: Elli Höchstätter

Plus Die achten bis elften Klassen des Wertinger Gymnasiums müssen komplett daheim bleiben. Das hat mit dem Nachbarlandkreis Augsburg zu tun.

In einer Sondersituation befindet sich derzeit das Gymnasium in Wertingen. Der Grund: 57 Prozent der 957 Kinder und Jugendlichen, die dort unterrichtet werden, kommen aus dem Landkreis Augsburg, der aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 hat. Das ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100000 Einwohner in sieben Tagen. Aus diesem Grund hat das Landratsamt den Fernunterricht angeordnet.

Fernunterricht im Wertinger Gymnasium ist vom Landkreis Augsburg abhängig

Somit werden am Gymnasium Wertingen die gleichen Maßstäbe angewendet wie für die Bildungseinrichtungen im Landkreis Augsburg. Das Landratsamt teilt außerdem mit, dass dies solange gelte, „bis die dortige Inzidenzzahl seit mindestens sieben Tagen in Folge wieder unter die Marke von 200 sinkt und der Landkreis Augsburg infolgedessen für seine Schulen den Distanzunterricht wieder aufhebt.“

Schulleiter Sebastian Bürle erklärt: „Wir haben die Zeit genutzt und aus den vergangenen Monaten gelernt. Mittlerweile haben wir Erfahrung mit Fernunterricht.“ Immerhin hatte es am Gymnasium immer wieder Klassen in Quarantäne gegeben.

„Wir arbeiten mit mebis, der Plattform des Kultusministeriums“, sagt Bürle. Allerdings gibt es immer wieder Probleme mit dieser Lernplattform, so auch am Mittwoch. Laut Auskunft des Kultusministeriums war der Grund ein Caching-Fehler, also der Ausfall eines Zwischenspeichers, der eigentlich den Zugriff auf die Seiten beschleunigen soll. Am Gymnasium in Wertingen werde außerdem noch mit einer speziellen Cloud gearbeitet, sagt Bürle.

Fernunterricht am Wertinger Gymnasium je nach Lehrer unterschiedlich

Wie der Unterricht für die Daheimgebliebenen aussieht, sei unterschiedlich. So würden laut Auskunft des Schulleiters einige Lehrer mit Videokonferenzen arbeiten, andere würden Arbeitsaufträge schriftlich erteilen, seien dafür aber telefonisch erreichbar. „Das ist die pädagogische Freiheit jedes einzelnen Lehrers, wie der Fernunterricht gestaltet wird“, erklärt Bürle.

Allerdings wurde ein neues Konzept für einen „kreativen Startschuss“ in der Früh entwickelt. Für alle Schüler gibt es dann ein Quiz, eine Aufgabe oder eine Fragerunde. Auf diese Art und Weise lasse sich dann auch feststellen, ob die Schülerinnen und Schüler auch wirklich vor dem PC sitzen.

Das Verwaltungspersonal des Gymnasiums arbeitet auf Hochtouren

Eine Nachricht dürfte die Jugendlichen im Fernunterricht freuen. Sie müssen in dieser Zeit keine Schulaufgaben oder Stegreifaufgaben schreiben. Während viele Mädchen und Buben aufatmen, da sie keine Prüfungen mehr bis Weihnachten haben, arbeitet das Verwaltungspersonal des Gymnasiums auf Hochtouren. „Die leisten Gigantisches“, lobt Bürle seine Kollegen und Mitarbeiter.

Derzeit würde man auch noch den Landkreis bei der Einrichtung des Impfzentrums unterstützen. Dieses wird in der Dreifachturnhalle und im Hallenbad untergebracht.

Bürle berichtet auch, dass es viele Klassen in Quarantäne gegeben hätte. Allerdings habe er den Eindruck, dass die Infektion meist von außen in die Schule getragen wurde.

„Wir gehen nicht davon aus, dass das Virus innerhalb der Klassen weitergeben wurde“, sagt Bürle. Er weist aber darauf hin, dass es natürlich auch eine Dunkelziffer geben könnte.

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