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Gemeinderat

24.10.2019

Sontheimer will Bürgermeister in Zusamaltheim werden

Stephan Lutz

Stephan Lutz bewirbt sich als bisher einziger Kandidat um die Nachfolge von Wolfgang Grob. Im Baugebiet „Obere Dorfstraße“ gibt es Verkehrsprobleme. Was die Räte beschlossen haben

Der Zusamaltheimer Gemeinderat Stephan Lutz aus dem Ortsteil Sontheim will sich um die Nachfolge von Bürgermeister Wolfgang Grob bewerben. Lutz tritt bei den am 15. März anberaumten Kommunalwahlen als bisher einziger Kandidat für das Amt des Bürgermeisters an. Wolfgang Grob will, wie berichtet, sein Amt zur Verfügung stellen. Bei den Kommunalwahlen werden Bürgermeisterämter, Gemeinderäte und auch der Kreistag für die nächsten sechs Jahre neu besetzt.

Der Zusamaltheimer Gemeinderat bestellte Johann Kratzer aus Sontheim als Gemeindewahlleiter und Martin Hammel aus Zusamaltheim als seinen Stellvertreter. Es besteht eine grundsätzliche Zustimmung zur Auszählung der Kreistagswahlen mit Computerunterstützung, hier sind die Kosten und die Modalitäten aber noch abzuklären.

Die Nominierungsversammlungen für den Gemeinderat finden für den Ortsteil Zusamaltheim am Donnerstag, 14. November im Foyer der Mehrzweckhalle statt; für den Ortsteil Sontheim eine Woche später am Donnerstag, 21. November im Bürgerheim Sontheim. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Sontheimer will Bürgermeister in Zusamaltheim werden

Die Anlieger des neuen Baugebietes „Obere Dorfstraße“ sind an die Gemeinde herangetreten: Sie sorgen sich um die Sicherheit der Kinder, weil mitunter auf den Erschließungsstraßen zu schnell gefahren wird. Aus diesem Grund hatten sie eine Umfrage unter den Anwohnern durchgeführt. Von den 20 Familien, die dort wohnen, wurden 18 befragt. 14 von ihnen sind für ein generelles Tempolimit von 10 km/h, zwei von 30 km/h. Einer enthielt sich und ein Weiterer hatte keine Meinung dazu. Für Bürgermeister Wolfgang Grob ist diese Umfrage ein eindeutiges Stimmungsbild, man müsse aber weitere Auswirkungen verschiedener Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten. „Richtet man eine in der Geschwindigkeit beschränkte Zone ein, so gilt automatisch rechts vor links“, so Grob.

In einer Spielstraße hingegen müsse man das absolute Parkverbot beachten. Auch der Beschilderungsaufwand sei zu überlegen, auch im Hinblick auf eine Ausweitung des Baugebiets in der Zukunft: Bei Einrichtung einer Zone – egal welcher Geschwindigkeit – reicht ein Schild jeweils an den Eingängen zum Wohngebiet. Ist es keine Zone, dann ist nach jeder Einmündung ein Schild erforderlich.

Bei der Umfrage der Anwohner hätte sich darüber hinaus laut Grob keine Zustimmung für eine Spielstraße gefunden. „Das ist von den Anliegern bewusst nicht gewollt“, sagte der Bürgermeister und mutmaßte, dass auf die Parkplätze an der Straße keiner verzichten will. Die Räte zeigten sich uneinig in der Diskussion. Ein Teil folgte der Argumentation von Gemeinderat Josef Schmalz, der meinte, dort würden ja im Gegensatz zu den anderen Baugebieten nur Anlieger unterwegs sein und diese hätten es selbst in der Hand, angepasst zu fahren. Ihnen war eine Senkung auf 10 km/h zu viel. Johann Popp meinte, gerade Anwohner könne man erfahrungsgemäß mit so einer Geschwindigkeitsbegrenzung nicht schrecken. Michael Mengele argumentierte, dass es durchaus Fahrzeuge gebe, die ziemlich flott „zum Tennisplatz reinbrettern.“ Bei der Abstimmung einigten sich die Räte dann mehrheitlich auf ein Tempolimit von 30 km/h (8:3 Stimmen) innerhalb einer Zone. Die von den Anliegern favorisierte Beschränkung auf 10 km/h fand keine Mehrheit.

Weitere Tagesordnungspunkte, die in der Gemeinderatssitzung besprochen wurden:

Dem Antrag des VfL Zusamaltheim auf Jugendförderung wurde einstimmig entsprochen. Auch 2020 unterstützt der Gemeinderat die Arbeit des Vereins mit 4500 Euro.

Wie der Bürgermeister verkündete, sollte es klappen, dass die Tragschicht noch aufgebracht werden kann, bevor es in die Winterpause geht.

Wie berichtet, ist es mittlerweile nicht mehr zulässig, öffentliche Gebäude und Denkmäler noch nach 23 Uhr zu beleuchten. In der Gemeinde Zusamaltheim trifft das nur auf die Kirche in Sontheim zu, die in gemeindlichem Eigentum steht. Diese wird bislang am Sonntagabend bis 24 Uhr angeleuchtet; ab sofort gehen auch hier schon um 23 Uhr die Lichter aus.

Die Häuserchronik ist mittlerweile im Druck; 250 Exemplare sollen bis Ende November fertig sein. „Das ist doch auch ein schönes Weihnachtsgeschenk“, meint der Bürgermeister. Der Preis ist derzeit noch offen.

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