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Realschule

25.02.2015

Städtischen Lebensformen auf der Spur

Eine Exkursion nach Augsburg unternahmen neunte Klassen der Anton-Rauch-Realschule.
Bild: Schule

Lehrreiche Exkursion der neunten Klassen nach Augsburg

Wie entwickeln sich Städte? Dieser Frage gingen zwei neunte Klassen der Anton-Rauch-Realschule nach. In Begleitung ihrer Lehrkräfte Nicol Gut, Gudrun Lutzmann sowie Anna Julia Kellner begab sich die Gruppe auf eine Exkursion nach Augsburg.

Dabei wurden die Zusammenhänge der Ausbreitung städtischer Lebensformen, kurz Urbanisierung, anhand aktueller stadtplanerischer Fragestellungen erläutert. Ein Dozent der Universität Augsburg leitete die Schüler an, die somit auch die Bedeutung von Phänomenen wie Suburbanisierung und Reurbanisierung kennenlernten.

Warum werden zum Beispiel auf das ehemalige Hasenbräu-Gelände Wohnungen gebaut? Die Antwort ist simpel: Die Stadt braucht für ihre Einwohner Wohnraum im Zentrum Augsburgs.

Bertolt Brecht hat zwar angeblich einmal behauptet, das Beste an Augsburg sei der Zug nach München, aber mittlerweile sehen es viele umgekehrt: Die gute Anbindung an München ermöglicht es den Augsburgern, das Arbeitsplatzangebot der Landeshauptstadt zu nutzen, im Anschluss jedoch wieder nach Schwaben zurückzukehren. Die Pendler schätzen dabei besonders ein lebenswertes und überschaubares Umfeld mit hohem Freizeitwert und – im Vergleich zu München – niedrigeren Lebenshaltungskosten.

Auch geschichtliche Aspekte wurden erklärt

Auch geschichtliche Aspekte, wie zum Beispiel die Frage nach der Funktion der vielen Kanäle in Augsburg, wurden geklärt. Die künstlichen Bäche hatten einst eine wichtige Aufgabe, denn sie wurden zur Reinigung der Innenstadt angelegt. So ist beispielsweise die Stadtmetzg, das bis 1930 von Metzgern genutzte Gebäude, direkt über dem Vorderen Lech in der Altstadt errichtet. Der Kanal diente dabei zur Kühlung des Gebäudes und zur Abfuhr des Abwassers sowie der Schlachtabfälle in den nahegelegenen Lech.

Gegen Ende der Exkursion durften die Schüler Grundlagen der Stadtplanung selbst anwenden. Hierzu gehört die Kartierung einer Stadt.

Die Schüler konnten anhand eigener Untersuchungen erkennen, dass die genannte Erfassung eine wichtige Maßnahme zur Klärung des Ist-Zustands wirtschaftlicher Strukturen ist. Dadurch besitzt man eine verlässliche Grundlage für die zukünftige Entwicklung eines Ballungsraums. (ajk)

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