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09.02.2015

Telefonleitung steht den Baumfällarbeiten im Weg

Rudi Blaschke (links) und Peter Glas würden die notwendigen Baufällarbeiten an der Ortsverbindungsstraße zwischen Pfaffenhofen und der Bäldleschwaige gerne ausführen, doch eine Freilandleitung der Telekom – im Hintergrund am linken Straßenrand – hindert sie daran.
Bild: Herdin

Warum die abgestorbenen Bäume an der Ortsverbindung Pfaffenhofen-Bäldleschwaige noch nicht beseitigt werden können

Seit vergangenen Donnerstag ist die Ortsverbindungsstraße zwischen Pfaffenhofen und der Bäldleschwaige gesperrt. Abgestorbene Bäume und sogenanntes Totholz in der Gemarkung „Gschwellgehau“ stellen eine akute Gefahr für den Straßenverkehr dar (wir berichteten). Die insgesamt fünf Waldbesitzer, die von der Gemeinde Buttenwiesen vor wenigen Tagen schriftlich aufgefordert wurden, die schadhaften Bäume bis spätestens 22. Februar unverzüglich zu beseitigen, können jedoch mit den Fällarbeiten nicht beginnen.

Die Ursache hierfür ist eine prallel am Straßenrand verlaufende Freilandleitung der Telekom, die von Pfaffenhofen zur Ludwig- und Bartelstockschwaige führt. „Würde ich jetzt einen Baum fällen, würde dieser mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Leitung fallen“, befürchtet Rudolf Blaschke aus Pfaffenhofen. Der Rentner war ehemaliger Teileigentürmer einer Waldfläche, die inzwischen seinen Kindern gehört. Für die Waldpflege ist Blaschke aber weiterhin zuständig.

Die Notwendigkeit, abgestorbene Bäume und dürres Astwerk zu beseitigen, ist für Blascke ebenso unumstritten wie für Peter Glass, dessen Vater ebenfalls Flächen im Wald an der Grenze der beiden Landkreise Dillingen und Donau-Ries besitzt.

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Auch für Glass macht es keinen Sinn, mit den Arbeiten zu beginnen, bevor nicht die Telekom die Leitungen heruntergenommen hat. Den Aufwand hierfür schätzt Glass, der in Pfaffenhofen eine Zimmerei betreibt, auf circa einen halben Tag. Seitens der Gemeinde Buttenwiesen hat Sachbearbeiter Rainer Schechinger vom Bürgerservice bis gestern vergeblich versucht, einen kompetenten Mitarbeiter der Telekom an die Strippe zu bekommen. Bei seinen Anrufen muss sich Schechinger wie der Buchbinder Wanninger vorgekommen sein. Keiner fühlte sich beim Branchenriesen nach zahlreichen Telefonaten für das Buttenwiesener Anliegen zuständig.

Ohne eine abgehängte Telefonleitung sei es für die Waldbesitzer schwierig, den von der Gemeinde geforderten Termin der Abholzung einzuhalten. Dessen ist sich Schechinger durchaus bewusst. Beginnt die Telekom in den nächsten Tagen nicht mit dem Herabnehmen der Leitung (diese müsste dann für einige Tage auf dem Boden liegen bleiben, ohne dass dabei die Funktionalität verloren geht), habe dies laut Rainer Schechinger zwangsläufig zur Folge, dass die Straßensperrung noch einige Wochen länger anhält. Die Leitragenden wären dann weiter all die Verkehrsteilnehmer, welche weiter auf den Umleitungsstrecken fahren müssten.

Kritik an der Vorgehensweise der Gemeinde gegenüber den Waldbesitzern hat gestern Rudolf Blaschke geübt. Er wirft der Kommune vor, in dem Schreiben gedroht zu haben, dass bei einer nicht fristgerechten Beseitigung der Bäume dies durch die Gemeinde angeordnet werde und die Kosten den Waldbesitzern in Rechnung gestellt werde.

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