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Höchstädt

16.11.2015

Tiefe Trauer um Loni Grünbeck

Loni Grünbeck ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Höchstädts Ehrenbürgerin starb am Samstag im Alter von 88 Jahren. Für die Stadt war sie prägend.

Loni Grünbeck, Gesellschafterin und Beirätin der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH in Höchstädt, ist am vergangenen Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben. Die beiden Grünbeck-Geschäftsführer Dr. Günter Stoll und Peter Lachenmeir teilten gestern mit: „Mit Loni Grünbeck geht ein grundlegendes und wichtiges Stück Grünbeck-Geschichte zu Ende. Wir haben ihr sehr viel zu verdanken und werden sowohl das Unternehmen als auch die Stiftung in ihrem Sinne weiterführen.“

Loni Grünbeck, die wie ihr Mann Josef Grünbeck aus dem Sudetenland kam, hat die Entwicklung des Unternehmens bis zuletzt mit der ihr eigenen menschlichen Wärme und Herzlichkeit begleitet, heißt es weiter in einer Erklärung des Unternehmens. Die Gründung der Loni und Josef Grünbeck-Stiftung im Jahr 2011 sei ihr eine Herzensangelegenheit gewesen. Sie besiegelte damit das Werk ihres Ehemannes, der vor drei Jahren nach langer Krankheit gestorben ist, und sicherte somit dauerhaft den Fortbestand der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH am Standort in Höchstädt sowie den inzwischen weitbekannten Markennamen. Seit 1949 gibt es Grünbeck in Höchstädt. Stiftungszwecke sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Bereich der Wasseraufbereitung, die Förderung von qualifiziertem Nachwuchs im Bereich der Wasseraufbereitung sowie die Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen. Die Loni und Josef Grünbeck-Stiftung wurde als gemeinnützig anerkannt, bei einer Feierstunde 2011 im Schloss Höchstädt überreichte Regierungspräsident Karl Michael Scheufele ihr die Stiftungsurkunde. Dem Vorstand gehören neben Loni Grünbeck auch die beiden Geschäftsführer der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Dr. Günter Stoll und Peter Lachenmeir, an. In Würdigung ihrer Verdienste um die Sicherung und den Fortbestand der Firma durch die Gründung der Stiftung wurde Loni Grünbeck im September 2012 als höchste Auszeichnung der Stadt Höchstädt die Ehrenbürgerwürde verliehen – als erster Frau. Höchstädts Bürgermeister Stefan Lenz sagte gestern, dass die Stadt Höchstädt eine starke, konsequente Persönlichkeit verloren hat. Loni und Josef Grünbeck, beide Namen müssten laut Lenz in einem Atemzug genannt werden, seien für Höchstädt sehr prägend gewesen.

Lenz: „Sie war einerseits eine Unternehmerin und andererseits für viele ein Vorbild. Es war ihr respektvoller Umgang mit den Menschen, ihr Engagement für die Öffentlichkeit und ihre Verbundenheit zum Sport, die uns auch fehlen werden.“ Lenz persönlich habe Loni Grünbeck sehr wertgeschätzt, er sei von ihrem Tod betroffen. Deshalb und als Wertschätzung gegenüber der verstorbenen Ehrenbürgerin ist im Höchstädter Rathaus ein Kondolenzbuch ausgelegt.

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Jakob Kehrle, Vorsitzender des Höchstädter Sportvereins, sagte gestern gegenüber der Donau-Zeitung: „Wir verlieren ein Ehrenmitglied, das uns immer unterstützt hat und sich bis ins hohe Alter aktiv beteiligt hat.“ Loni Grünbeck war unter anderem Gründungsmitglied der Abteilung Tischtennis und hat diese Sportart sehr lange betrieben. „Gemeinsam mit ihrem Mann Josef hat sie den Sport in Höchstädt immer unterstützt und gefördert. Aus Verbundenheit zum Verein hat sie uns deshalb auch 200000 Euro gespendet“, so Kehrle weiter.

Mit dieser großzügigen Spende hat Loni Grünbeck Ende 2013 für den Durchbruch im Projekt Zukunft gesorgt. Aus Dankbarkeit hat die SSV vor einem Jahr den „Loni und Josef Grünbeck Sportpark“ eingeweiht. „Sie wird uns fehlen“, sagte Kehrle.

Kondolenzbuch Im Rathaus der Stadt Höchstädt, Herzog-Philipp-Ludwig-Str. 10, liegt während der Geschäftszeiten ein Kondolenzbuch für Ehrenbürgerin Loni Grünbeck aus.

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