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03.06.2009

Tipps gegen den inneren Schweinehund

Na, heute mal wieder zu spät zur Vorlesung gekommen? Oder daheim im Internet gesurft statt gelernt? Dann war sicher der "innere Schweinehund" schuld. Wie man ihn überlisten kann, erfahren Studenten diese Woche in einem Uni-Workshop. Wir fragten System-Therapeut Florian Reß nach Tipps.

Aufschieberitis

Ganz häufig nimmt man sich am Anfang des Semesters vor, diesmal früher auf die Prüfung zu lernen. Dann wird man von der Aufschieberitis befallen und lernt doch erst wieder auf den letzten Drücker.

Experte Reß: "Wer seine Energie nutzen will, sollte allgemeine Vorsätze auf konkrete Ziele herunter brechen." Richtig ist es, einen konkreten Termin festzulegen, wann man mit dem Lernen anfangen will. Weiter legt man fest, wie viel Zeit man investieren will und baut dafür Zeitfenster im persönlichen Tages- und Wochenprogramm ein.

Tipps gegen den inneren Schweinehund

Zeitfresser

Ein typischer Fall: Man sitzt daheim, um seine Hausarbeit zu schreiben. Aber dann kommen die Ablenkungen: Das Handy klingelt, man muss schnell was im Internet nachsehen oder hat das dringende Gefühl, die Wohnung aufräumen zu müssen.

Experte Reß: "Mein Tipp ist, die Zeitfresser genau zu analysieren und kreative, verrückte Ideen zu entwickeln, wie man sie eliminieren kann." Wer sich häufig vom Telefon ablenken lässt, könnte zum Beispiel den Handy-Akku morgens seiner Freundin mitgeben, die ihn erst abends wieder zurückbringt.

Immer zu spät

Man hat einen wichtigen Gesprächstermin mit dem Professor - und kommt trotzdem zu spät. Auch notorische Unpünktlichkeit bringt Ärger.

Experte Reß: "Die einfachste Strategie wäre, schon 15 Minuten vor dem Termin da zu sein." Als Therapeut weiß er aber, dass dieser Vorsatz in der Praxis häufig nicht funktioniert. Eine andere Variante wäre, die verspätete Zeit absichtlich zu verdoppeln. Dann kommt man richtig schlimm zu spät und setzt sich damit einer besonders unangenehmen Situation aus. Beim nächsten Mal vermeidet man das eher.

Drückeberger

Der innere Schweinehund ist ein Teil unserer Persönlichkeit, den man nicht immer besiegen kann. "Manchmal ist es ein Lustgewinn, der Pflicht entkommen zu sein", sagt Reß. Es gibt aber Abstufungen: Mal keine Lust zu haben, ist laut Reß in Ordnung. Wenn man seine Erwartungen an sich selbst aber massiv gefährdet sieht, sollte man genau hinschauen, ein Seminar mitmachen oder Hilfe beim Therapeuten suchen. (eva)

Im Uni-Workshop

"den inneren Schweinehund zähmen" sind noch wenige Plätze frei. Er läuft am 4./5. Juni, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Referent Florian Reß analysiert mit den Seminarteilnehmern ihr Verhalten. Der Workshop für Studenten ist kostenlos. Anmeldung unter 08 21/598-51 43.

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