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Welden

28.10.2017

Umgehung und Raser beschäftigen die Weldener

Ein großes Thema bei der Bürgerversammlung Welden war der Verkehr. Für die Umgehungsstraße Adelsried wurde schon gerodet (Foto).
Bild: Michaela Krämer

Der Verkehr ist ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung. Die Nachfrage nach Bauplätzen ist hoch, doch die Einwohnerzahl ist zuletzt gesunken.

Der Verkehr war ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung in Welden – sowohl im Bericht des Bürgermeisters als auch bei den Anliegen der Bürger. Bürgermeister Peter Bergmeir wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Arbeiten für die Umgehung Adelsried an der Staatsstraße 2032 begonnen haben. Welden bekomme durch diese Umfahrung eine bessere Anbindung an die Autobahn. Eine Vollsperrung wegen der Bauarbeiten soll es von Mai bis September 2018 geben. Kritische Stimmen habe es bereits im Vorfeld hinsichtlich des Flächenverbrauchs gegeben.

Die Bürger sprachen vor allem die Raser an, die viel zu schnell durch Welden fahren. Sie forderten deshalb feste Blitzer am Ortseingang. Diese seien in Bayern aber nicht zulässig, betonte Bergmeir. Eine Geschwindigkeitsmessung im Schläuhle hat ergeben, dass von 7620 Fahrzeugen 4352 das Tempo überschritten hatten. Beim Pennymarkt sei sogar schon mal ein Autofahrer erwischt worden, der mit Tempo 190 dahergebraust ist. Kritik gab es auch am Bau der Umgehungsstraße Adelsried: Der Weldener Anteil von 315000 Euro für den Ausbau sei zu hoch.

Auch beim Thema Neubaugebiete war eine ältere Bürgerin in Sorge. „Wozu brauchen wir so viele Wohnungen?“, fragte sie. Der Bürgermeister betonte, dass die Nachfrage sehr groß sei: „Wir können zwar Arbeit bieten, aber keine Wohnungen.“ Deswegen sei auch eine bessere Anbindung an die Autobahn zwingend notwendig.

Weil die Nachfrage nach Baugrundstücken so hoch sei und sich kein Ende dieses Booms abzeichnet, arbeite die Gemeinde intensiv an der Ausweisung eines neuen Baugebiets. Hier sollen einmal bis zu 100 Bauplätze entstehen. Das dauert aber noch. Anders beim Baugebiet in Reutern nördlich der Weldener Straße. Dieses soll bis Ende des Jahres vorbereitet werden. 17 gemeindliche Grundstücke sind bereits verkauft worden.

In der Bürgerversammlung, zu der etwa 70 Weldener gekommen waren, ging es dann noch um diese Themen:

Einwohner: 3709 Einwohner leben derzeit in der Marktgemeinde, im Vorjahr waren es noch 3759. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass Flüchtlinge Welden wieder verlassen haben. Die Geburtenzahlen sind weiterhin rückläufig. Demnach kamen 30 Kinder zur Welt. Die Zahl der Sterbefälle lag bei 48.

Finanzen:Der Schuldenstand der Gemeinde liegt aktuell bei 2,5 Millionen Euro – das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 757 Euro. Auch wenn 270000 Euro an Schulden getilgt werden konnten, so musste Welden auch heuer wieder ein Darlehen aufnehmen, berichtete Bergmeir. Das Wachstum der Gemeinde koste eben Geld.

Einkaufen: Die Vorbereitungen für einen neuen Netto-Discounter laufen. Die entsprechenden Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplans sind vorgenommen worden, die Satzung wird öffentlich ausgelegt. Anfang 2018 soll mit dem Bau begonnen werden. Die Frage, ob es bei dem neuen Supermarkt künftig auch einen Drogeriemarkt geben werde, musste der Bürgermeister verneinen. Drogeriemärkte lohnten sich in kleineren Orten nicht mehr, viele Artikel würden im Internet gekauft.

Soziales: Einen Zusammenschluss der Kleiderkammer und der Weldener Tafel ist für Januar 2018 vorgesehen. Dann wird die Tafel, die sich derzeit in Ehgatten in der ehemaligen Gaststätte Wimmer befindet, in den Schlosshof 5 (hinter dem Bäckerwirt) ziehen – dort, wo sich bereits die Kleiderkammer befindet.

Internet: Auf eine Reihe von Vorhaben konnte Bergmeir zurückblicken, die erfolgreich abgeschlossen worden waren. So etwa das schnelle Internet. Ende Juli wurde es offiziell in Betrieb genommen und steht rund 900 Haushalten zur Verfügung. In den nächsten drei Jahren soll es dann noch schneller werden. Wer das schnelle Internet wolle, müsse allerdings bei der Telekom unter Vertrag sein.

Pläne: Kurz vorgestellt wurde die Gründung einer Musikschule als eingetragener Verein. Dies wolle man als Thema in die November-Sitzung auf die Tagesordnung des Gemeinderats nehmen. Auch beim Hochwasserschutz sollen Planungen für ein Rückhaltebecken im nächsten Jahr anlaufen.

Entwicklungsforum: Im Entwicklungsforum Holzwinkel gibt es derzeit verschiedene Aktionen, zum Beispiel den Bauberatungsgutschein, den Tag der Ausbildung, ein Herbstferienprogramm, die Immobilien- und Freiflächenbörse sowie das Seminar „Fit for Verein“.

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