Newsticker

RKI meldet 11.409 neu mit Corona Infizierte
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Urnengräber werden immer beliebter

Gemeinderat

21.05.2015

Urnengräber werden immer beliebter

Der Villenbacher Friedhof wird umgestaltet. Eine besondere Rolle spielt dabei das Kriegerdenkmal

Urnenstelen oder Bodengräber? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Gemeinde Villenbach seit einiger Zeit. In der jüngsten Ratssitzung hat Landschaftsarchitekt Werner Kuchler verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt. Zwar gäbe es auf dem Land noch viele Familiengräber. „Stück für Stück ändern sich aber die Bestattungsformen“, so Kuchler, „es geht dahin, dass Urnenbestattungen immer häufiger gewünscht werden.“ Was auch daran liege, dass oftmals Nachkommen nicht mehr am Ort lebten, eine Pflege somit schwieriger werde.

Kuchler stellte verschiedene Arten der Urnenbestattung vor: Stelen, Urnenwände und Bodengräber. Jeweils drei bis vier Urnen finden in einer Kammer beziehungsweise einem Bodengrab Platz. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, anonyme Bestattungen zu ermöglichen. „Wir sollten uns überlegen, ob wir das in einem Zuge machen, wenn wir das Kriegerdenkmal umgestalten“, so die Überlegung von Bürgermeister Werner Filbrich. Das empfahl auch der Landschaftsarchitekt den Gemeinderäten. „Am Denkmal gibt es derzeit eine massive Bepflanzung“, sagte Kuchler und regte eine einfachere Gestaltung an: „Wer auf einen Friedhof kommt, der will zur Ruhe kommen, innehalten.“ Je weniger Reizüberflutung vorhanden sei, desto eher könne sich der Besucher besinnen. Das sei auch für den Laien empfindbar, wenn man sich den Wengener Friedhof ansehe: „ Wengen strahlt eine ganz andere Ruhe aus“. Michael Stegmiller begrüßte, dass man die Umgestaltung in Villenbach jetzt koordiniert angehe: „Wir hätten es sicher falsch gemacht“, sagte er in Hinblick auf im Vorfeld getroffene Planungen – das Kriegerdenkmal betreffend. Der Gemeinderat gab Kuchler den Auftrag, der zunächst für den Villenbacher Friedhof das Gesamtkonzept Kriegerdenkmal und Urnengräber erstellen soll. Wengen wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Weitere Themen:

Ausführlich befasste sich der Rat mit den Wünschen, die Bürger bei Bürgerversammlungen an die Gemeinde herangetragen haben. In Riedsend interessierte man sich unter anderem für Einzelheiten des Kiesabbaus, den zeitlichen Ablauf und die Trasse des Radwegs Rieds-end Wengen sowie die Vorgehensweise bei der Ortsverbindungsstraße nach Sontheim. Die Hausener Bürger fragten nach einem innerörtlichen Kreisverkehr, dem Sachstand zur Lehmgrube und betonten die Wichtigkeit des „Einfachen Dorferneuerungsverfahrens“. Ob ein Schulbusverkehr nach Demhart fährt, ob eine Maßnahme der einfachen Dorferneuerung im Ackerbrunnenweg möglich ist und die Frage nach dem Kreuz in Beuren beschäftigte die Bürger in Wengen. Bei der Auftaktveranstaltung in Rischgau suchte Ottilie Willmann nach einem Nachfolger für ihr Amt: Sie mäht seit 40 Jahren den Rasen am Treffpunkt dort. Außerdem wurde nach dem Radweg von Rischgau nach Villenbach gefragt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bürgermeister Filbrich erkundigte sich, ob der Weg runter zur Wiesmühle tatsächlich durch einen umgekippten Anhänger beschädigt wurde, was einige Bürger verneinten. Bei der jüngsten Bürgerversammlung in Villenbach waren unter anderem die Sanierung der Brücke Rischgau, die mögliche Nutzung des natürlichen Damms bei Beuren als Hochwasserschutz und die Rampe am Bankgebäude Thema. Sie lässt sich von Rollstuhlfahrern nur benutzen, wenn sie eine Steigung kleiner als sechs Prozent aufweist.

„Wir haben alle Anregungen notiert, zum Teil sind sie bereits erfüllt und der Rest wird nach und nach abgearbeitet“, versprach Bürgermeister Filbrich. Er zeigte sich erfreut, dass auf allen Versammlungen der Idee, künftig nur noch eine Bürgerversammlung für alle Ortsteile abzuhalten, zugestimmt wurde.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren