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Wertingen

30.01.2020

Verschiedene Sorgen um den Rieblinger Nachwuchs

Rieblingen hat mittlerweile 376 Einwohner, der Bedarf nach neuem Baugrund ist groß. Die Entwicklung ist gut, doch es gibt auch Probleme im Dorf.
Bild: Schoen

In Rieblingen diskutieren die Bürgermeister über die Umgestaltung des Ortskerns, die Situation der Vereine sowie einen möglichen neuen Spielplatz.

Bürgermeister Willy Lehmeier bekam bei der Bürgerversammlung in Rieblingen Schützenhilfe vom Zweiten Bürgermeister Johann Bröll, der selbst in dem Wertinger Ortsteil wohnt. Lehmeier trug zunächst routiniert die Entwicklung der Stadt im Allgemeinen vor, danach ging Bröll auf die spezifischen Gegebenheiten in Rieblingen ein. Mittlerweile leben 376 Menschen in dem Ort.

In der anschließenden Fragerunde kamen noch haufenweise Themen zur Sprache. Vor allem aber dominierten an diesem Abend drei Themenkomplexe die Diskussion: Der Umbau des Ortskerns im Zuge des bevorstehenden Abrisses des alten Gasthofs Adler, die Situation der Vereine im Dorf sowie der mögliche Bau eines neuen Kinderspielplatzes.

Rieblingen hat 376 Einwohner, sagt Lehmeier auf de Bürgerversammlung

Gasthof Adler: Ein Investor plant, das beliebte ehemalige Gasthaus in der Ortsmitte abzureißen, und durch ein Reihenhaus im Straßenbereich sowie einen dahinter liegenden Wohnungskomplex zu ersetzen. Im Zuge dessen plant die Stadt, die Umgebung zu verändern – in der Vorzugsvariante der Stadt soll die Bushaltestelle keine Parkbucht mehr beinhalten, sondern mehr auf der Straße liegen. Nach Ansicht Lehmeiers führt das in Folge zu einem vorsichtigeren Verhalten der anderen Autofahrer. Zudem ergebe sich deutlich mehr Platz für die wartenden Schüler, die bisher dicht gedrängt am Straßenrand mit wenig Platz auf den Schulbus warten müssen.

Verschiedene Sorgen um den Rieblinger Nachwuchs

Lehmeier stellte zudem auf Nachfrage klar, dass die Stadt mit ihren Umbaumaßnahmen nicht die Parkplätze für den Investor zur Verfügung stelle. Froh zeigte er sich über die Aufgeschlossenheit des Investors, mit dem Neubau die äußere Form der alten Dorfwirtschaft weitestgehend nachzuahmen. Mit dem alten Gasthof gehe „ein Stück Geschichte im Ort verloren“, das sei schmerzhaft, aber nicht zu ändern.

Situation der Vereine: Vizebürgermeister Johann Bröll schilderte den rund 70 Zuhörern im Bürgerhaus die Situation der Vereine. Vor allem in den Vorständen zeichnen sich hier Nachwuchssorgen ab. Der Obst- und Gartenbauverein legt seit einiger Zeit seine Aktivitäten auf Eis. Hier will Bröll demnächst einen „neuen Anlauf starten“, denn ein Aus für den Traditionsverein wolle niemand im Ort. Auch die Ehrenamtlichen für den Betrieb des Bürgerhauses suchen laut Bröll dringend Nachwuchs, um den Betrieb in der jetzigen Form aufrecht zu erhalten. Würden Sie nicht fündig, werde es schwer möglich sein, das Bürgerhaus weiterhin für Privatveranstaltungen zugänglich zu machen. Als Positivbeispiel nannte er den örtlichen FCA-Fanclub „Schienbachtal 07“. Dieser habe nun ein Fünferteam als Vorstand und damit gute Erfahrungen gemacht.

An der Notwendigkeit eines Spielplatzes scheiden sich die Geister

Spielplatz: Bürgermeister Willy Lehmeier will gemeinsam mit den Rieblinger Bürgern für eine bessere Situation für Kinder und Eltern sorgen. Zum bestehenden Spielplatz kam aus dem Publikum einiges an Kritik. Die Spielgeräte seien teils ungeeignet, etwa sei die Rutsche zu steil und heize sich im Sommer zu sehr auf. So werde er kaum benutzt und deshalb noch unattraktiver, da man ja keine anderen Kinder antreffe.

Lehmeier sagte, dass sowohl Ort und Ausstattung von Spielplätzen irgendwann nicht mehr den Anforderungen genügten und folglich eine Neuplanung notwendig werden könne. Hier forderte er die Rieblinger auf, auf die Stadtverwaltung zuzukommen und Ideen einzubringen. Bei der Ausstattung etwa sei es viel hilfreicher, wenn die Familien konkret Wünsche äußerten. Schließlich habe sich auch die Ausstattung an Spielzeug in den Gärten in den vergangenen Jahren geändert, wie ein Zuhörer anmerkte. „Da hat jeder seinen kleinen Spielplatz im Garten.“

Sonstiges: Lehmeier informierte die Rieblinger außerdem über die Pläne der Stadt, im Baugebiet Rieblingen Nord 4 weiteren Baugrund zu schaffen. Aus dem Publikum kam die Kritik, der Bauzwang von drei Jahren sei teils schwer umzusetzen., für Einheimische könne dieser ja auf fünf Jahre erweitert werden. Lehmeier versicherte, jeder Einzelfall werde in der Stadtverwaltung geprüft. Nach Bedarf könne die Frist „angemessen“ verlängert werden, bis das Grundstück bebaut sein muss.

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