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Wertingen

07.01.2019

Verschlüsselte Nachrichten im Wertinger Schloss 

Diese Chiffriermaschinen - sogenannte Enigma - stehen im Museum in London. Deren Betriebsmodus stellt Amateurfunker Franz Bauer bei einem Vortrag in Wertingen vor.
Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Die „Enigma“ zählt als bestgehütetes Kriegsgeheimnis im zweiten Weltkrieg. Was mit der genialen Chiffriermaschine alles zu machen war und heute noch ist. 

Um „Enigma – die geniale Chiffriermaschine im zweiten Weltkrieg“ geht es beim nächsten Vortrag im Wertinger Radio- und Telefonmuseum. Amateurfunker Franz Bauer aus Lauingen wird diesen am Sonntag, 20. Januar, ab 15 Uhr im Festsaal des Wertinger Schlosses halten.

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Bauer ist seit mehreren Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter im Radio- und Telefonmuseum in Wertingen. In dieser Zeit hat er dort schon mehrere Vorträge über Funk-, Radar- und Elektrotechnik gehalten. Dieses Mal setzt er sich mit „Enigma“ auseinander. Im Krieg nämlich ist die geheime Nachrichtenübermittlung oft entscheidend über Sieg oder Niederlage. Der Vortrag zeigt die Geschichte und die Technik der Enigma Chiffriermaschine auf, dem wohl bestgehüteten Geheimnis des zweiten Weltkrieges.

Der Betriebsmodus wird in Wertingen vorgestellt

Die Besonderheit des Vortrags wird die Präsentation einer echten Enigma aus dem zweiten Weltkrieg sein, die Walter Herzhauser, ein Bekannter von Franz Bauer, mitbringt und im Betriebsmodus vorstellt. Herzhauser hat als Ausbildungsleiter der Firma KaVo zusammen mit Studenten der Hochschule Weingarten den Nachbau von zehn Enigmas in Arbeit und ist bestens mit technischen Details vertraut.

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Arthur Scherbius, ein Erfinder in Berlin, hatte einst eine Rotor-Schlüsselmaschine, die Enigma, entwickelt und erfunden. Am 23. Februar 1918 ließ er diese patentieren. Im Deutschen Museum kann man die Enigma in einer Vitrine ansehen. Doch wenn das Gerät vor einem steht und man sehen kann, wie damit gearbeitet wird, ist das etwas anderes.

Wegen des vermutlich großen Interesses findet dieser Vortrag diesmal nicht im Radio- und Telefonmuseum statt, sondern im Festsaal des Wertinger Schlosses, das nur zwei Minuten vom Radio- und Telefonmuseum entfernt liegt. Das Radio- und Telefonmuseum in der Fère-Straße 1 hat an diesem Tag natürlich ebenfalls von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist wie immer frei. In fünf Räumen werden dort rund 600 Exponate, darunter Grammolas, Grammophone, Radiodetektoren, Röhrenradios, Musik - Fernsehtruhen, Tonbänder, drei Musikboxen, und vieles mehr gezeigt. Im Telefonmuseum (ein eigenen Raum) kann man über 220 Exponate bestaunen – vom Klappenschrank, Autotelefon, Walzentelefon, Micky-Maus-Telefon, bis hin zur Schalt- und Relaistechnik, Münzfernsprecher.

Führungen in Wertingen jederzeit möglich

Führungen für Gruppen, Schulen, Vereine, Familien oder Radio- und Telefonbegeisterte sind jederzeit möglich. Anmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 08272/84196 (Rathaus) oder bei Otto Killensberger, Telefon: 08272/2864.

Übrigens hatte das Radio- und Telefonmuseum im Jahr 2018 über 2500 Besucher. Der extra für einen Vortrag angereiste entfernteste Besucher kam aus Freiburg im Breisgau. (pm)

Infos gibt’s auf der Homepage unter www.radiomuseum-wertingen.de

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