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Villenbach

12.12.2019

Villenbach baut eine neue Kinderkrippe

Das „Haus der kleinen Füße“ ist zu klein und muss erweitert werden. Nun besprach der Gemeinderat erste Lösungsansätze.
Bild: Brigitte Bunk

Der Platz reicht nicht im Kindergarten. Nun stehen die Rahmenbedingungen für das weitere Vorgehen fest.

In der letzten Sitzung des Jahrs 2019 hat der Gemeinderat Villenbach die Weichen für den Bau der neuen Kinderkrippe gestellt. Im Vorfeld stellte das Gremium den Bedarf fest, das heißt, die Räte schauten sich die Geburtszahlen seit 2014 an und wie viele Plätze wohl im Kindergarten und in der Krippe gebraucht werden. Das ist notwendig, erklärte Bürgermeister Werner Filbrich, um die Genehmigung vom Landratsamt zu erhalten und auch die Zuschüsse, die beim Finanzieren helfen. Allerdings berichtete Filbrich von einer Information, die er kürzlich vom Bayerischen Gemeindetag bekommen habe, dass vor dem 31. August 2019 eingereichte Anträge aufgrund des Sonderinvestitionsprogramms bis zu 85 Prozent Zuschuss erhalten. Deshalb meinte Filbrich: „Ich kann mir vorstellen, dass wir nicht mehr als 50 Prozent bekommen.“ Da nach der Berechnung 52 Kindergartenplätze im Jahr 2023 gebraucht werden, muss die Gemeinde Villenbach handeln. Zwölf Plätze mehr müssen geschaffen werden, als beim 2013 in Betrieb genommenen Kindergarten geplant waren. Zurzeit liegt eine Ausnahmegenehmigung vor, und die besagt, dass aufgrund der erfolgten räumlichen Veränderungen 46 Kinder bis 2020 im Kindergarten betreut werden dürfen.

Eine neue Krippe muss in Villenbach her

Deshalb sieht Bürgermeister Filbrich nur einen Weg: „Es geht nur, wenn wir die Krippe aus dem Haus herausnehmen.“ Denn auch bei den Kleinsten steigt der Bedarf auf 23 Plätze. In der neuen Krippe sollen zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kinder Platz finden, dem hat das Landratsamt schon zugestimmt. Momentan werden 16 Kinder in der im Kindergarten untergebrachten Krippe betreut.

Dass ein Anbau, der rund 110 Quadratmeter groß sein könnte und wohl kaum günstiger käme, keine Alternative ist, waren sich die Räte einig. Kein Speisesaal wäre da, vom fehlenden Platz im Garten ganz abgesehen. Ob eine Holzständerbauweise oder eine Containerlösung wie beim im vergangenen Jahr in Dillingen gebauten Kindergarten gewählt wird? Dies zu überlegen dauerte etwas länger. Der Vorteil für die Container wäre klar die Bauzeit, weil der womöglich schon zum nächsten Krippenjahr genutzt werden könnte. Auch vom Preis her schien diese Lösung auf den ersten Blick günstiger.

Villenbach baut eine neue Kinderkrippe

Das "Haus der kleinen Füße" ist zu klein

In Sachen Nachhaltigkeit sehen die Ratsmitglieder die Holzträgerbauweise, die sie sich bei der Firma Glaß in Pfaffenhofen angeschaut haben, klar im Vorteil. Bei der Abstimmung entschieden sich sieben für die Holz-, fünf für die Containerlösung. Nun war der Standort an der Reihe: Auch wenn der Platz direkt neben dem Kindergarten im Gespräch war, ist der keine Option, weil die Gemeinde ihn erst vor wenigen Jahren verkauft hat und rechtliche Gründe gegen einen Rückkauf sprechen. Bis auf Dritten Bürgermeister Dieter Meißle, der dafür plädierte, dies doch zu versuchen, stimmten alle Räte und der Bürgermeister für den Neubau der Krippe auf einem Grundstück der Gemeinde, direkt an der Hauptstraße. Es liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Friedhofs, der sich dazwischen befindet. Ob die Planungen und Ausschreibungen so schnell durchgeführt werden können, dass sie stehen, bevor der neu gewählte Gemeinderat erstmals zusammentritt, bezweifelt Filbrich. Doch nachdem nun die Grundsatzentscheidungen getroffen sind, könne der darauf aufbauen.

Weitere Themen der Gemeinderatssitzung waren:

Bauanträge: Die Räte stimmten dem Abriss des bestehenden Sägewerks und der Errichtung einer Werkstatt mit Spänesilo und Trockenkammer auf dem Gelände der Hausenermühle in Villenbach zu. Außerdem darf ein Einfamilienhaus am Glasiolenweg in Villenbach gebaut werden, auch wenn die Abstände nicht stimmen. Die Nachbarn haben zugestimmt und die vorher gebauten Häuser liegen ebenfalls so nah an der Straße.

Dorferneuerung: Der Gemeinderat stimmte zu, dass das Gebiet der Dorferneuerung um die Rischgauer Straße erweitert wird. Somit liegt auch das Lagerhaus im Bereich, in dem Maßnahmen gefördert werden können. Beim Dach des Lagerhauses konnte vorerst zumindest Entwarnung gegeben werden. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde festgestellt, dass die Beschädigungen nicht so gravierend sind wie befürchtet und kurzfristig behoben werden können.

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