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Rückblick

24.01.2015

Von großen Bränden und Unfällen verschont

Das neue Führungsteam der Freiwilligen Feuerwehr Gottmannshofen: (von links) Eva Bähr, Franz Wörle, Werner Reitenauer, Wolfgang Schuster, Markus Baumann, Leo Bihlmayr, Robert Dippel, Mathias Schmid, Thomas Schuhwerk und Roland Rehm. Es fehlt Johannes Deisenhofer.
Bild: Roland Stoll

Nach ereignisreichem Vorjahr lief es bei der Feuerwehr Gottmannshofen 2014 ruhig

Nach einem ereignisreichen Jahr 2013 war das abgelaufene für die Freiwillige Feuerwehr Gottmannshofen wieder ein ruhigeres. Dies war auf der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Stark zu hören. Bürgermeister Willy Lehmeier weiß dennoch, wie wichtig die Feuerwehren sind und zieht Parallelen zur aktuellen politischen Situation. „Solange nichts passiert, wägt man sich in Sicherheit. Wenn dann was passiert, will man gleich die Gesetze ändern und fragt sich, ob man es hätte besser machen können.“

Ersthelfergruppe ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken

Lehmeier ist froh, dass die Feuerwehren da sind, wenn man sie braucht und lobt das Engagement jedes Einzelnen. Die lockere Stimmung bei der Versammlung zeige ihm, dass das Klima in Gottmannshofen gut ist. Dies sei der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem First Responder hat die Freiwillige Feuerwehr Gottmannshofen zudem noch eine doppelte Verpflichtung. Da die Ersthelfergruppe keine Pflichtaufgabe der Gemeinden darstellt, wird sie finanziell nicht unterstützt. Dennoch leiste sie Unglaubliches und sei aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Auch dafür sprach das Stadtoberhaupt ein Dankeschön aus.

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Zuvor hatte Kommandant Thomas Schuhwerk über das abgelaufene Jahr aus Sicht der aktiven Wehr berichtet. Von großen Bränden und schweren Unfällen wurde man verschont. Trotzdem war der Terminplan gut gefüllt. Zahlreiche Lehrgänge wurden besucht und natürlich auch fleißig für den Ernstfall geübt. Die Leistungsprüfung legten 13 Kameraden erfolgreich ab, der Truppmannlehrgang wurde wieder in Gottmannshofen abgehalten. Erstmals organisierte der Förderverein des First-Responder einen eigenen Lehrgang für die Einsatzkräfte am Standort. Eine Klasse der Grundschule Gottmannshofen kam zur Brandschutzerziehung ins Gerätehaus und für die Firma Erwin Müller wurde wieder eine Feuerlöscher-Ausbildung durchgeführt.

Insgesamt war die Feuerwehr Gottmannshofen 37-mal im Einsatz. Dabei waren drei Verkehrsunfälle auf der Staatsstraße Richtung Biberbach, wobei einer davon nicht alltäglich war. Ein Lkw mit Anhänger musste aufwendig mittels Autokran geborgen werden, nachdem er zuvor von der Fahrbahn abgekommen war. Auch die Befreiung eines festgefahrenen, im Einsatz befindlichen Rettungswagen kommt nicht allzu oft vor. Die Mannschaft musste im vergangenen Jahr leider einige Abgänge verkraften. Dennoch ist man mit 54 Aktiven gut aufgestellt und konnte eine durchschnittliche Tagesausrückestärke in der Zeit zwischen sechs und 18 Uhr von 15 Einsatzkräften verbuchen.

Im vergangenen Jahr konnten endlich die ersten Digitalfunkgeräte in Empfang genommen werden. Die Ausbildung daran wird in den kommenden Monaten einen Schwerpunkt bilden. Freude kam im Herbst auf, als die Stadt Wertingen grünes Licht für die Beschaffung eines Mannschaftswagens gab. So wurde nun ein Ford Transit bestellt, der voraussichtlich im Frühjahr ausgeliefert wird.

Über die zahlreichen Vereinsaktivitäten berichtete Schriftführer Franz Wörle. Neben dem Aufstellen des Maibaums und des Christbaums hielt der Verein ein Sommerfest ab und organisierte einen Faschingsball. Bei Hochzeiten von zwei Kameraden stand man Spalier und zahlreiche weitere Aktivitäten wurden aufgeführt.

Die jungen Floriansjünger wurden mit einer Badefahrt belohnt

Auch Jugendwart Mathias Schmid berichtete von einem ereignisreichen Jahr. So seien die Veranstaltungen des Vereins ohne die Mithilfe der Jugendlichen kaum noch denkbar und dafür wurden die jungen Floriansjünger mit einer Badefahrt nach Stein sowie dem Besuch der Berufsfeuerwehr in München belohnt. Der Wissenstest und die erfolgreiche Teilnahme am Jugendleistungswettbewerb in Friedberg waren weitere Highlights im Jahr 2014.

Die Kasse des Vereins macht wenig Sorgen, wie Kassierer Werner Reitenauer zu berichten wusste. Zwar waren die Ausgaben beträchtlich, doch die Einnahmen ebenso, sodass am Ende ein Gewinn erwirtschaftet wurde.

Kreisbrandrat Frank Schmidt freute sich über die Bereitschaft in Gottmannshofen, Verantwortung zu übernehmen. Anders als in anderen Wehren wurde im Vorfeld der Neuwahlen für jeden Posten mindestens ein Kandidat gefunden und so gingen die Wahlen dann auch zügig voran. Bis auf Franz Wörle, der seinen Posten als Schriftführer zur Verfügung stellte, und Beisitzerin Marie-Christin Eberhardt machen alle Vorstandsmitglieder weiter. So führt auch in Zukunft Roland Rehm als Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Sein Stellvertreter ist weiterhin Robert Dippel und Werner Reitenauer hält die Finanzen zusammen. Wolfgang Schuster übernahm das Amt des Schriftführers und aufgrund von Stimmgleichheit werden zukünftig mit Johannes Deisenhofer, Leo Bihlmayr, Eva Bähr und Markus Baumann vier Beisitzer dem Vorstand angehören.

Bei den Kommandanten änderte sich dagegen nichts. Thomas Schuhwerk wird weitere sechs Jahre die aktive Wehr führen und von Franz Wörle vertreten.

Nach dem gemeinsamen Essen ließ man das abgelaufene Jahr in Bildern noch einmal Revue passieren. (rstoll)

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