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Facebook

11.04.2015

Vorsicht mit den Daten

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Was beachten Nutzer, wenn sie im sozialen Netzwerk unterwegs sind?

Dass man vorsichtig mit seinen Daten im Internet und vor allem bei Facebook umgehen soll, ist in aller Munde. Mit seinen eigenen Einstellungen kann man einiges beeinflussen, meint dazu Thomas Wippel aus Binswangen. Er betreut mehrere Webseiten und hat bei seinem Einstieg in Facebook sofort seine Privatsphäre-Einstellungen geändert. „Beiträge können nur meine Facebook-Freunde sehen. Auf meine Chronik können ebenfalls nur Facebook-Freunde posten. Ebenfalls habe ich eine Reihe von Anwendungen wie Spieleanfragen blockiert“, erklärt er.

Auch Manuela Rigel teilt ihre Beiträge nur mit Freunden. Und Freundschaftsanfragen nimmt die Binswangerin nur von Leuten an, die sie auch tatsächlich kennt. Wenn sie jemandem etwas mitteilen will, nutzt sie die Chat- oder Nachrichtenfunktion, damit nur derjenige, der gemeint ist, das lesen kann. Bilder stellt sie immer wieder mal ein. „Der Rest geht niemanden was an“, stellt sie klar. Dass tagelang, nachdem man nach einem Produkt gesucht hat, Werbung davon erscheint, das nervt sie.

Thomas Wippel meint dazu, dass das nicht nur bei Facebook so ist, weil auf vielen Seiten Tracker im Einsatz sind. Google macht das schon seit längerem. Mit den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die nun gelten, hat jeder Facebook-Nutzer zugestimmt.

Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, diese Zustimmung nachträglich zu umgehen, sagt er. Beispielsweise kann man einen eigenen Browser nur für Facebook nutzen oder gleich im Inkognito-Fenster surfen. Es gibt auch die Möglichkeit, das über die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook zu ändern oder bei www.youronlinechoices.com/de/ Einstellungen vorzunehmen.

Wem das gar nicht passt, dem bleibt nichts anderes, als seinen Facebook-Account zu löschen. „Mich stört es aber nicht sonderlich, deswegen habe ich nur die nötigsten Einstellungen vorgenommen“, meint er. Damit, Bilder von seiner Familie, auch von den Kindern einzustellen, hat er ebenfalls kein Problem. Vor dem ersten Post hat er das mit seiner Frau besprochen. „Da unsere Galerie nur für Facebook-Freunde zugänglich ist, haben wir darin kein Problem gesehen. Aber das ist sicherlich ein kritischer Punkt.“

Manuela Winkelbauer aus Sontheim, welche die Facebook-Seite der Wertinger Zeitung mit betreut, meint zu diesem Thema, dass die Eingabe persönlicher Daten generell vorsichtig erfolgen soll. Man sollte sich auch bewusst sein, dass alles, was man postet, für immer im Gedächtnis der Maschinerie bleibt. Sie wundert sich allerdings, „dass die Menschheit meiner Meinung nach völlig bereitwillig ihre Daten überall versprenkelt wie Hustenbazillen, wenn nur das Wort „Gewinnspiel oder Prämie“ irgendwo zu lesen ist. Und sich anschließend an den Hetzaktionen „FB ändert die Nutzungsbedingungen“ beteiligt und völlig sinnlose Widerspruchsfloskeln postet.

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