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03.03.2009

Was ist gelaufen, wie will man weitermachen?

Lauterbach Mit dem Heilfasten hat die Fastenzeit bei Anton und Christine Rathgeber aus Lauterbach begonnen. Es geht den Beiden gut, wie sie es aus den vergangenen Jahren in Erinnerung hatten. Aber: "Was wir anderen raten, sich in dieser Zeit im Beruf zurückzunehmen, kann bei uns nicht funktionieren", lacht Christine Rathgeber. Denn beide gehen zur Arbeit, sie in die Metzgerei eines Supermarkts, und er als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Unterthürheim, wo sie seit Freitag in der Gruppe fasten, und er täglich die abendlichen Treffen vorbereitet.

Eine besondere Zeit

"Es ist eine besondere Zeit, denn ich beschäftige mich intensiv mit dem Thema", erzählt er. Er holt seine Schatzkiste her. Bei jedem Treffen werde den Fastenden ein Bibelspruch von Paulus mitgegeben. Jeder überlegt die Bedeutung des Spruchs für sich und sucht ein passendes Symbol aus seinem Alltag. "Ich trage einen Schatz in mir", lautete der erste Impuls.

"Beim Gedankenaustausch sind erstaunliche Ergebnisse in der Runde angesprochen worden, wir waren ganz überrascht", erzählen die Rathgebers. Jeden Tag kommt ein neues Symbol in die meist selbst gefertigte Schatzkiste, heute Abend wird das letzte Treffen der 14 Teilnehmer der Fastengruppe stattfinden. Durch die Verbindung der Symbole zum Alltag werden die Teilnehmer immer wieder an das Thema erinnert.

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Die Fastengruppe in Unterthürheim nahm diese Woche einen wichtigen Teil im Leben von Christine und Anton Rathgeber ein.

Bald tritt Besserung ein

Auch Ratschläge zum "Menü" des nächsten Tages werden gegeben. Hat jemand Probleme, etwa mit dem Kreislauf oder Kopfschmerzen, gibt es Tipps von Christine Rathgeber. "Was ich das ganze Jahr über mitziehe, verstärkt sich am Anfang beim Heilfasten", weiß sie. Das sei wie bei der Homöopathie, danach träte die Besserung ein.

Ob die Rathgebers mit Ende der Gruppe wieder mit dem Essen beginnen, darüber sind sie sich noch nicht einig. Müssen sie auch nicht, denn jeder entscheidet für sich, wie lange es gut tut.

Eine Auswirkung des Zu-Sich-Selbst-Kommens hat Anton Rathgeber bereits gespürt. Seine Grundeinstellung zum Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Ökologie wurde ihm beim Riedgebet am Atomkreuz am vergangenen Sonntag wieder richtig bewusst. "Das Fasten motiviert, hier wieder aktiver zu werden."

Auch für Christine Rathgeber ist jetzt die Zeit des Rückblicks auf das vergangene Jahr gekommen. Was ist im Jahr gelaufen, und wie will ich weitermachen?

Was sie ärgert ist, wenn sie gefragt wird, wie viel sie denn schon abgenommen habe. "Es geht um das körperliche und geistige Entschlacken", bekräftigt sie. Genauso wichtig finden Anton und Christine Rathgeber, wenn Gläubige in der Fastenzeit auf "kleinere Dinge" verzichten, die sonst zum Tagesablauf gehören. Für sie sei dies momentan der richtige Weg, erklären die Beiden. Obwohl sie den eigentlich nicht "an die große Glocke hängen wollten".

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