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Ausbildung

09.11.2019

Was junge Feuerwehrleute als Truppführer leisten

Szenario bei der Prüfung zum Truppführer: Ein verletzter Motorradfahrer wird erstversorgt, nachdem er aus dem Gefahrenbereich gerettet wurde. Im Hintergrund ist das zu „brennen“ beginnende Motorrad zu sehen, das von einem weiteren Trupp gelöscht wird.
Bild: Thomas Schuhwerk

18 Frauen und Männer bereiten sich zwei Jahre auf erfolgreiche Prüfung vor. Wozu die jungen Floriansjünger jetzt befähigt sind

Die kleinste Einheit bei der Feuerwehr ist der sogenannte „Trupp“, bestehend aus dem Truppmann und einem Truppführer. Kürzlich absolvierten nach knapp zweijähriger Vorbereitungszeit 18 Feuerwehrfrauen und- Männer der beteiligten Feuerwehren aus Asbach, Bliensbach, Binswangen, Gottmannshofen, Laugna, Osterbuch und Zusamaltheim das Abschlussmodul der modularen Trupp-Ausbildung und erlangten somit die Qualifikation zum Truppführer. Als Prüfer fungierten Kreisbrandmeister Thomas Schuhwerk, Kreisschiedsrichter Franz Wörle gemeinsam mit den Kommandanten der beteiligten Wehren.

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Mit dieser Ausbildung sind die jungen Feuerwehrleute nun befähigt, im Einsatz als Truppführer zu agieren. Die Aufgaben des Truppführers umfassen den Befehlsempfang vom Einheitsführer sowie die Weitergabe an den eigenen Truppmann. Zudem ist der Truppführer für die ordnungsgemäße Ausführung der erteilten Aufträge verantwortlich sowie für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften beziehungsweise das sichere Vorgehen im Einsatz.

Die Abschlussprüfung bestand aus einer schriftlichen Prüfung, bei der 15 Fragen aus dem Feuerwehrbereich beantwortet werden mussten. Im Anschluss daran folgten zwei Einsatzübungen, die jeder Prüfling absolvierte. Bei mindestens einer der Übungen wurde er als Truppführer eingesetzt und dementsprechend bewertet. Bei der Prüfung musste eine Einsatzübung mit dem Szenario „Brand“ absolviert werden, bei der eine Wasserversorgung vom offenen Gewässer und von einem Unterflurhydranten hergestellt sowie ein Löschangriff im Außenbereich vorgenommen wurden. Zudem galt es, eine Person mittels Steckleiter von einem Balkon zu retten. Das weitere Szenario umfasste den Bereich „Technische Hilfe“, wobei hier ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Motorrad angenommen war. Neben dem sichern der Einsatzstelle sowie der verunfallten Fahrzeuge legte man auch großen Wert auf die situationsgerechte Erstversorgung der verletzten Personen. Nach Auswertung der Prüfungsergebnisse konnten alle Prüflingen erleichtert ihr Zeugnis in Empfang nehmen. (pm)

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