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Jahresversammlung

30.04.2015

Wege und Gräben stehen im Fokus

Ökonomischer Ausschuss Roggden blickt zurück

Der Ökonomische Ausschuss von Roggden hielt seine Jahresversammlung im Schützenheim, dem ehemaligen Gasthof Zur Sonne ab. Vorsitzender Konrad Mayerföls begrüßte auch den Stadtrat Franz Bürger als Vertreter der Stadt Wertingen. Er ist selbst ein aktiver Landwirt und kommt laut Mayer-föls „hauptsächlich aus reinem Idealismus“ zu Versammlungen in die Ortsteile. Hauptthemen der Versammlung in Roggden waren die Instandhaltung der Wege, das Reinigen der Gräben sowie Probleme der Landwirte mit Baumaßnahmen wie dem neuen Kreisverkehr und der geplanten Erneuerung der Kreisstraße von Roggden nach Wertingen.

Mayerföls hielt zunächst eine kurze Rückschau und erläuterte detailliert, welche Gräben und Zuläufe seit der letzten Versammlung ausgebaggert oder ausgemäht wurden. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass bei Gewässern unterhalb dritter Ordnung die Ausgaben für das Mähen und Reinigen in großem Maße steigen würden.

Weiterhin berichtete er, welche Wege neu geschottert und gerichtet wurden. Dabei lobte er, dass es in Roggden glücklicherweise immer noch einige Freiwillige gebe, die den Schotter mit der Hand verteilen würden, um punktuelle Schäden auf den Wegen auszubessern. Außerdem teilte Mayerföls mit, dass der städtische Zuschuss für die Ökonomischen Ausschüsse auf nun sechs Euro je Hektar erhöht wurde und erläuterte anschließend die Kriterien für den Ausbau von landwirtschaftlichen Wegen.

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Der Kassenbericht von Karl Förg belegte, dass beim Ökonomischen Ausschuss ein äußerst sinnvoller Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln herrscht. Auf Antrag der beiden Kassenprüfer Josef Schäffler und Gustav Konhäuser wurde der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt. Im Anschluss erhielt Josef Schäffler ein Präsent für die 20-jährige Tätigkeit als Kassenprüfer.

In einer sehr sachlichen Aussprache wiesen die anwesenden Landwirte auf Stellen und Wege hin, die in nächster Zeit ausgebessert werden müssten. Wegebaumeister Josef Endres versprach, dass die Wünsche nach Möglichkeit umgesetzt würden.

Nach einem Hinweis, dass die Miete für den vom Ausschuss angeschafften Holzspalter sehr niedrig angesetzt sei, beschloss die Versammlung einstimmig eine Erhöhung.

Im Weiteren ging es dann um die beiden großen Baumaßnahmen, Kreisverkehr und Kreisstraße von Roggden nach Wertingen. Bei ersterer ging es zunächst um einen nachträglich angelegten Überweg für Fußgänger aus Roggden in Richtung Binswangen und um die Höhe der Randsteine an der Binswanger Ausfahrt. Zu aller Überraschung seien die Randsteine nach einem Hinweis eines Landwirts völlig unbürokratisch gleich am nächsten Tag abgesenkt worden, wie der Landwirt berichten konnte.

Der Wunsch nach einem Fußgängerüberweg sei aus der Roggdener Bürgerschaft gekommen, was Stadtrat Franz Bürger bestätigen konnte. Einige Landwirte hegten die Befürchtung, im Zusammenhang mit der geplanten Straße nach Wertingen ihre Zufahrten zu verlieren. Auch würde über den Erwerb der Grundstücke für die Staatsstraße nur äußerst Widersprüchliches berichtet.

Stadtrat Franz Bürger gab zum Thema Kreisstraße eine kurze und bündige Antwort: „Kein Geld, keine Straße.“ Ob und wann die Straße kommen wird, wisse man nicht, und die Frage der Zufahrten könne erst wieder gestellt werden, wenn das Projekt in Angriff genommen würde.

Zum Erwerb der für den Straßenbau nötigen Grundstücke könne Bürger nur sagen, dass seines Wissens der Kauf noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Da nun die Anwesenheit des Stadtrats von den Landwirten zu einer kleinen „Bürger“-Fragestunde genutzt wurde, kam unter anderem auch die Frage nach dem Rückhaltebecken beim Kreisverkehr auf, das den Roggdenern als Hochwasserschutz dienen soll.

Bürger bestätigte auf Anfrage, dass die Grundstücksfrage dazu noch nicht in „trockenen Tüchern“ sei, entgegen den Aussagen des Straßenbauamts. Dies erweckte einigen Unmut, denn bei der Vorstellung der Baumaßnahme im vorigen Jahr hatte es noch geheißen, der Erwerb der benötigten Fläche sei bereits erledigt.

Stadtrat Franz Bürger konnte den Landwirten aber versprechen, dass die Dorfbrücke nun baldmöglichst saniert würde, da die Gelder schon bereit stünden und nur noch abgerufen werden müssten. Abschließend betonte der Stadtrat die Bedeutung der Ökonomischen Ausschüsse und bedankte sich im Auftrag der Stadt Wertingen für die geleistete Arbeit. (eb)

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