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Pfaffenhofen

11.12.2020

Weihnachtskrippe statt Glühweinbude in Pfaffenhofen

Dies ist ein Teil der Krippe, die hinter Glas in dem Häuschen im Garten des Pfaffenhofener Pfarrhofs zu sehen sein wird. Rund 80 Stunden investiert Krippenmeisterin Johanna Reiter im Vorfeld, damit die Spaziergänger etwas Schönes zu entdecken haben.
Bild: Brigitte Bunk

Plus In Pfaffenhofen gibt es ab Samstag ein besonderes Ziel für Spaziergänger – coronagerecht und sehenswert.

Eigentlich hatten sie ja am Samstag, 12. Dezember, eine kleine Eröffnung geplant. Mit Glühwein, Essen und Trinken. Aber schon vor rund drei Wochen haben sich die Pfaffenhofener Kirchenverwaltungsmitglieder Richard Hiesinger und Christa Hillenbrand entschieden, den „vernünftigen Weg“ zu gehen. Richard Hiesinger sagt: „Also statt der Glühweinbude gibt es eine besondere Dorfkrippe beim Pfaffenhofener Pfarrhof.“

Die findet Platz in einem Verkaufsstand, der im Jahr 2013 anlässlich einer Krippenausstellung gebaut wurde und nun wieder im Garten des Gebäudes in der Nachbarschaft der Pfarrkirche St. Martin steht. Richard Hiesinger hat im Inneren des Stands einen Boden als Fundament für die Krippe eingebaut, den Strom für die Beleuchtung gelegt und eine Scheibe angebracht, damit Wind und Wetter der Krippe nichts anhaben können.

Für die „Inneneinrichtung“ der Krippe in Pfaffenhofen ist Johanna Reiter zuständig

Für die „Inneneinrichtung“ ist Johanna Reiter zuständig. Die Mitglieder der Kirchenverwaltung, die für den Pfarrhof zuständig sind, haben die Krippenbaumeisterin gefragt, die nicht nur in Pfaffenhofen, sondern im weiten Umkreis für ihre großartigen, mit viel Liebe gefertigten Krippen bekannt ist. Wie angefragt, eine kleine, bestehende Krippe zu nehmen und hineinzustellen, kam für sie nicht infrage, erinnert sie sich lachend. „Ich hatte noch 50 Zentimeter große Figuren daheim und ich dachte, die passen ideal.“ Die hat sie schon vor Jahren gekauft und in ihrem Wintergarten aufgestellt, doch da haben inzwischen andere wunderschöne Krippen ihren Platz gefunden.

Richard Hiesinger und Johanna Reiter bereiten die Weihnachtskrippe und den Stand vor. Bei den Vorbereitungen hilft auch Christa Hillenbrand, die beim Fototermin nicht vor Ort war.
Bild: Brigitte Bunk

Passend zu den Figuren hat sie eine neue Kulisse gebaut, die Säule ist einen Meter hoch, sagt sie, um die Dimension der Krippe zu beschreiben. Und in den Bau hat Johanna Reiter richtig viel Zeit hineingesteckt: „70 bis 80 Stunden hab’ ich schon gebraucht, in Tag- und Nachtschichten, damit sie so ist, dass ich mich daran freuen kann.“ Wenn sie aufgrund der Corona-Vorgaben dieses Jahr schon keine Krippenausstellung daheim präsentieren kann, sollen zumindest die Spaziergänger ein neues Werk entdecken können. Den ersten Teil der Kulisse haben die Pfaffenhofener bereits vergangenen Sonntag in den Stand gebaut. Der andere Teil samt Figuren wurde im Lauf der Woche ergänzt und viele weitere kleine und große Handgriffe waren nötig, damit alles passt, wenn die ersten Besucher am Samstag auf ihrem Weg durch die St. Martin-Straße einen Abstecher in den Garten des Pfarrhofs machen. Tagsüber, oder auch abends, wenn das Licht wieder eine andere Atmosphäre zaubert.

Die Leute sollen ein Ziel für ihren Spaziergang haben

Richard Hiesinger ist wichtig: „Die Leute sollen ein Ziel für ihren Spaziergang haben und wenn sie die Krippe anschauen ein wenig zum Innehalten und Nachdenken kommen.“ Ihnen wird dabei wohl auch in den Sinn kommen, dass heuer alles anders sein wird an Weihnachten, meint er.

Wichtig ist den Organisatoren auch, dass sich die Besucher an die Corona-Vorgaben halten und mit gebührendem Abstand warten, sollten noch andere vor der Krippe stehen und sie betrachten.

Sie können auch öfter kommen, wünscht sich Hiesinger, denn die Krippe verändert sich immer wieder. Erst ab dem Heiligen Abend wird das Christkind in der Krippe liegen und am 6. Januar kommen die Heiligen Drei Könige dazu.

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