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Radiomuseum

13.09.2019

Wer wird denn gleich in die Luft gehen…

1967 kam der bayerische Werbetrenner auf die Mattscheibe: Fernsehlöwe Leo und seine Kinder.

Otto Killensberger lässt in einem Vortrag die Fernsehwerbung von einst aufleben – und den Werbetrenner Leo

„Wer wird denn gleich in die Luft gehen! Greife lieber zur ...“ Das war einstmals der bekannteste Werbespruch für eine Zigarettenmarke im deutschen Fernsehen. Die Älteren kennen ihn heute noch. Über die Fernsehwerbung der 50er und 60er Jahre erzählt Otto Killensberger am Sonntag, 15. September, um 15 Uhr im Radio- und Telefonmuseum in Wertingen in der Fère-Straße 1.

In den Fernseher wurde ja erst ab 1953 in größerem Umfang geschaut. Nach der Gründung der ARD „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ waren Fernsehapparate mit ein Produkt des Wirtschaftswunders. Es war, wie Otto Killensberger berichtet, die Zeit, als mit Werbung Tabak, Alkohol, Autos, Waschmittel und die ersten Fertiggerichte angepriesen wurde. Die Zigarettenmarken Overstolz, HB, Ernte, Astor, Zuban, Salem, Stuyvesant, Marlboro waren auf dem Bildschirm zu sehen. Parfüm 4711, die Palmoliv-Hände, Doppelherz und Asbach Uralt – „... wenn Dir etwas gutes widerfährt“. Aber auch die Benzinmarken Aral, Shell, BP steigerten mit Fernsehwerbung ihre Geschäfte.

„Die Werbungen waren damals unterhaltsamer“, sagt Killensberger. Dazu hätten auch die Werbetrenner der Fernsehsender beigetragen. Im Bayerischen Rundfunk war es der Leo, Äffle und Pferdle im SWR/SDR 1970. Der gestiefelte Kater kam beim SWF 1959 und Onkel Otto beim HR 1958. So hatte jeder Sender seine Werbetrenner. Ab 1963 kamen dann die Mainzelmännchen, die auch heute noch auf der Mattscheibe zu sehen sind. (wz)

Jeden dritten Sonntag im Monat hat das Radio- und Telefonmuseum in Wertingen von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

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