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Wertingen
13.11.2020

Jetzt kommen die CO2-Ampeln für die Schulen

Sogenannte CO2-Ampeln messen den Zustand der Atemluft in Räumen. Der Landkreis beschafft solche Geräte für die Schulen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Auch für Kindergärten in der Region werden diese Geräte gekauft. Wie die Geräte funktionieren.

Derzeit müssen sich viele Schüler warm anziehen. Das liegt daran, dass wegen der Corona-Pandemie oft die Fenster geöffnet werden. CO2-Messgeräte sollen helfen, dass ausreichend und richtig gelüftet wird. Diese sogenannten CO2-Ampeln sollen nun für einige Schulen und Kindergärten in Wertingen und in den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft anschafft werden. Der Kauf wird vom Freistaat finanziell gefördert.

Aktuell hatte der Gemeinderat Binswangen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, diese Geräte für die Schule im Ort zu kaufen. Doch damit war das Gremium etwas vorgeprescht. Der Grund: Es stand bereits fest, dass für einige Schulen und Kindergärten in und um Wertingen diese Geräte gekauft werden. Das erklärte Dieter Nägele auf Nachfrage. Der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft berichtete, dass dies von den entsprechenden Schulverbänden entschieden worden sei. Die CO2-Messgeräte sollen für die Grundschule Wertingen mit den Außenstellen in Binswangen und Gottmannshofen, für die Mittelschule in Wertingen und für die Schule in Zusamaltheim angeschafft werden.

Kindergärten bekommen CO2-Ampeln

Aber auch die städtischen sowie die gemeindlichen Kindergärten im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft erhalten CO2-Ampeln. Dies sind das Kinderhaus Sonnenschein und der Kindergarten Kunterbunt in Wertingen sowie der Kindergarten in Gottmannshofen. Hinzu kommen die Einrichtungen in Laugna und Zusamaltheim. Für die Kindergärten in Binswangen und Villenbach sind andere Träger zuständig, die selbst darüber entscheiden, ob sie solche Geräte anschaffen.

Nägele erklärt: „Derzeit läuft die Abfrage, wie viele Geräte die einzelnen Schulen und Kindergärten benötigen.“ Er hofft, dass die Geräte zeitnah, sprich noch in diesem Jahr, angeschafft werden können.

Doch wie funktioniert so ein Messgerät? In den CO2-Ampeln sind Sensoren verbaut, die die Kohlendioxid-Konzentration der Luft messen.

Grün bedeutet gute Luftqualität, bei Rot muss gelüftet werden

Die Ampelfarben zeigen den CO2-Konzentrationsbereich an, von Grün (gute Luftqualität) bis Rot (Belastung). Da man davon ausgeht, dass Corona-Viren vor allem durch Aerosole übertragen werden, spielt die Belüftung der Räume eine entscheidende Rolle. Sollte sich ein Infizierter im Raum befinden, lässt sich die Aerosolbelastung durch Frischluftzufuhr verringern. Damit soll, so hofft man, die Ansteckungsgefahr geringer sein.

Der Freistaat fördert den Kauf eines CO2-Sensors mit 7,27 Euro pro Schüler und mit 7,12 Euro pro Kindergartenkind. Nägele geht davon aus, dass dieser Zuschuss aber nicht reichen wird und die Stadt, die Gemeinden und die Schulverbände noch draufzahlen müssen. Immerhin würde eine CO2-Ampel rund 300 bis 350 Euro kosten.

Es gibt auch andere technische Möglichkeiten

Neben den CO2-Messgeräten gibt es eine weitere technische Möglichkeit, um für gute Luft in Innenräumen zu sorgen. Dies sind Luftreinigungsgeräte. Ein solches steht seit kurzem in der Kinderkrippe im Buttenwiesener Ortsteil Lauterbach. Die Luft wird bei diesem Gerät durch mehrere besonders dicke und mehrlagige Filtereinheiten gereinigt und mit UV-Lampen bestrahlt.

Die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten wird laut Nägele allerdings nur dann vom Staat gefördert, wenn sich das Zimmer nicht durch Fenster lüften lässt. Und dies sei weder in den Schulen noch in den Kindergärten in Wertingen oder in der Verwaltungsgemeinschaft der Fall. (mit dbk)

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