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Zusamtal

26.04.2015

Wertingen als Drehscheibe der Zucht

Interessenten aus 15 Ländern waren bei der Aberdeen Angus Versteigerung zu Gast, die am vergangenen Samstag in der Wertinger Schwabenhalle stattfand.

Schottische Aberdeen-Angus wurden am Samstag in der Schwabenhalle Geratshofen angeboten

Wertingen Nicht für einen Bullen wurde das höchste Gebot abgegeben am vergangenen Samstag in der Wertinger Schwabenhalle. Obwohl das wohl die meisten erwartet hätten, nachdem bei den männlichen Aberdeen Angus Rindern das Anfangsgebot mit 3800 Euro schon wesentlich höher war als mit 2100 Euro bei den Färsen, wie die weiblichen Tiere genannt werden.

Doch das höchste Gebot ging mit 7400 Euro an das letzte weibliche Tier in der Versteigerung: „Netherton Beauty“, die im Juli 2014 geboren wurde. Für den begehrtesten Bullen „Netherton European“, geboren im Dezember 2013, der wie der Name schon erkennen lässt, aus dem selben schottischen Stall stammt, wurden 5200 Euro bezahlt.

Zum vierten Mal fand die Aberdeen Angus Auktion der ANGUS-Group am vergangenen Samstag in der Wertinger Schwabenhalle statt. „Mittelrahmige Tiere, die man mit Gras füttern, also auf der Weide halten kann, sind gefragt“, erklärt Bernhard Delle aus Gundelfingen, Geschäftsführer der Angus Group, der selbst etwa 250 Tiere hat. Die Fleischqualität, die Marmorierung steht im Vordergrund, erläutert der Landwirt, Gastwirt und Metzgermeister, worauf die Züchter großen Wert legen.

Das Ziel ist, dass deutsche Züchter ihre Tiere hier vermarkten können. Der Grund liegt auf der Hand: Steakhaus- und Supermarktketten wollen regionales Fleisch kaufen. Als erster Schritt dazu waren am vergangenen Samstag in Wertingen auch Tiere aus Delles eigenen Zucht im Angebot. Und die Aberdeen Angus aus dem Donaumoos fanden schnell ihre Abnehmer.

Aus 15 Ländern kamen Interessenten zur Versteigerung der 59 Aberdeen Färsen und Bullen. Zusammen mit dem Schweizer Samuel Widmer, mit dem Delle im Jahr 2010 die Angus Group gegründet hat, begrüßte der Gundelfinger die Gäste: Der Vorstand der Aberdeen-Angus Cattle Society aus Schottland, von SuisseAngus, der Angus Association Rumänien und viele namhafte Züchter waren in der Schwabenhalle anzutreffen, die sich aufgrund der seit 2012 jährlich stattfindenden Versteigerung zur Drehscheibe für die Zucht entwickelt. Der Großteil der Tiere wurde von Schottlands besten Züchtern importiert. Diese hatten bereits die Quarantäne hinter sich: erst 30 Tage in Schottland, dann nochmals 30 Tage in Bayern, wo die höchsten Gesundheitsstandards gelten. So können die Tiere in kleinen Stückzahlen erworben werden, um beispielsweise die eigene Zuchtlinie aufzufrischen oder eine reine Aberdeen Angus Herde aufzubauen.

Mit dem Ergebnis der Auktion zeigt sich Bernhard Delle mehr als zufrieden. „Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt, Qualität setzt sich durch“, sagt er erfreut. Die bisher höchsten Durchschnittspreise von 2850 Euro bei den weiblichen und 4500 Euro bei den männlichen Aberdeen Angus, führt er auf die zukunftsweisende Genetik der Tiere zurück, die künftig außer in Deutschland auch in Frankreich, Italien, in der Schweiz und in Rumänien für die Zucht eingesetzt werden.

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