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Musik

09.09.2020

Wertingen redeziert auf ein „intensives Festival“ rund um die Gitarre

Kurzfristig wurde Luis Borda für das Wertinger Gitarrenfestival engagiert. Der argentinische Gitarrist und Tangokomponist lebt in München.
Bild: Antonio Martin

Reisebeschränkungen und sonstige Hürden haben die Veranstalter des Wertinger Gitarrenfestivals kurzfristig umplanen lassen. Was bleibt, was sich verändert und welche Besuchsmöglichkeiten es noch gibt.

Noch einmal umgeworfen haben die Verantwortlichen das Wertinger Gitarrenfestival. „Plan B“ ist jetzt angesagt aufgrund von Corona und den immer noch geltenden Reisebeschränkungen. „In der aktuellen Situation müssen wir uns neue Formate überlegen und ausprobieren“, sagt Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier. Vielfältige Gitarrenmusik wird es – wie geplant – vom 2. bis 4. Oktober geben. Ort, Künstler und Besuchsmöglichkeiten haben sich dagegen geändert.

Zu hören sein werden die Gitarrenklänge ausschließlich im Schullandheim Bliensbach. Nachdem Förderverein, Stadt und der künstlerischer Leiter Johannes Tonio Kreusch das gemeinsam entschieden hatten, machte sich letzterer daran, das Programm mit in Deutschland lebenden Künstlern zu bestücken, wobei das internationale Flair dennoch spürbar sein wird.

Argentinischer Gitarist aus München

So wird der in München lebende argentinische Gitarrist und Komponist Luis Borda in diesem Jahr Máximo Diego Pujol vertreten, der eigentlich für das Festival aus Argentinien angereist wäre. Luis Borda gilt weltweit als einer der bekanntesten Tangokomponist und Interpret.

Ebenfalls mit von der Partie sein wird der Münchner Ahmed El Salamouny.

Als Interpret und Vermittler brasilianischer Musik hat er sich international einen Namen gemacht. Den Jazz-Gitarrenpart wird Lokalmatador Paul Brändle übernehmen.

Konzert im Schullandheim Bliensbach

Für Samstag, 3. Oktober, ist in der Turnhalle des Schullandheims Bliensbach ein Konzert geplant, das zwei Mal gespielt wird: um 19 Uhr sowie um 20.30 Uhr. Im Rahmen des Doppelkonzertes wird Luis Borda mit Tango-Musik zu erleben sein. Und Johannes Tonio Kreusch präsentiert neue Stücken aus seiner Siddhartha-Suite.

Die Konzerte finden aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen mit einer sehr begrenzten Zuschauerzahl statt. Deshalb ist kein freier Kartenverkauf möglich. Reservierungen für die ursprünglich geplanten Konzerte verlieren ihre Gültigkeit. Es ist geplant, dass Impressionen der Konzerte im Nachgang als Video veröffentlicht werden.

Ausprobieren und lernen

Ein fester Bestandteil des Gitarrenfestivals sind neben den Konzerten seit Jahren die Workshops, auf denen sich Gitarrenbegeisterte, aber auch interessierte Einsteiger unter Anleitung renommierter und bekannter Gitarristen ausprobieren und lernen können. Angeboten werden heuer Workshops mit verschiedenen Ausrichtungen: Klassik & Grundlagen, Brazil & Klassik, Tango & Klassik sowie Ensemble. Anleiten werden Workshops Johannes Tonio Kreusch, Luis Broda und Ahmed El Salamouny. Noch sind wenige Plätze verfügbar.

Das ursprünglich geplante Festivalprogramm mit Künstlern unter anderem aus Argentinien, Frankreich, Schweden, Japan und Italien wird auf das kommende Jahr verschoben. Auch das Schulprojekt „Wertingen entdeckt ganz neue Saiten“ ist nun für 2021 geplant.

"Gutes Signal" für Wertinger Bürgermeister

„Ich freue mich auf ein inspirierendes und intensives Festivalwochenende rund um die Gitarre“, sagt der künstlerischer Leiter Johannes Tonio Kreusch. Er bedankt sich ausdrücklich bei allen Unterstützern und Helfern, die mit ihrer Arbeit das Festival – auch in diesem ungewöhnlichen Jahr – erst möglich machen. Das Gitarrenfestival Wertingen habe sich weit über die Stadt hinaus einen Namen gemacht – „das wollen wir fortführen.“

Für Bürgermeister Willy Lehmeier ist es „ein gutes Signal, das Wertingens schöne Saiten auch 2020 klingen“ – wenn auch in einem deutlich kleineren Rahmen.

Großes Bedürfnis nach Kunst und Musik

„Viele Menschen haben ein großes Bedürfnis nach Kunst, nach Musik“, weiß Bärbel Schoen, Vorsitzende des Wertinger Fördervereins. „Und fast alle, die im künstlerischen Bereich tätig sind, stehen vor großen Herausforderungen.“ Deshalb freuten sich die Mitglieder des Fördervereins, dass das Festival – wenn auch unter besonderen Bedingungen – stattfinden kann und die Lechwerke als Sponsor das mit ermöglichen. Und Bärbel Schoen hofft: „Wenn wir im kommenden Jahr das zehnjährige Jubiläum feiern, dann hoffentlich wieder im größeren Rahmen.“ (dem/pm)

Weitere Informationen zum Ablauf und Anmeldungen für die Workshops unter www.gitarrenfestivalwertingen.de sowie unter info@gitarrenfestivalwertingen.de und telefonisch bei Bärbel Schoen unter 0176/62525843.

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