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Zusamtal

13.06.2018

Wertingens Kämmerer gefällt Zusamaltheims Haushalt

Einige Maßnahmen hat Zusamaltheims Gemeinderat nochmals verschoben, wie die Sanierung der Ortsverbindungsstraße Sontheim-Riedsend.

Nichtsdestotrotz steht die Gemeinde vor großen Herausforderungen. Wie Zusamaltheim aus Investitionen, Einnahmen und Ausgaben ein ausgewogenes Paket schnürt. Auf Bauplätze will niemand verzichten.

Anstelle der erkrankten Kämmerin Angelika Hefele stellte Wertingens Kämmerer Matthias Freier dem Gemeinderat Zusamaltheim am Montagabend den Haushalt 2018 vor. Und er malte ein entspanntes Bild von der Zusamaltheimer Finanzlage: „Ein schöner Haushalt.“ Nichtsdestotrotz ist das Volumen aber erneut gestiegen. Viele Aufgaben liegen vor der Gemeinde, wie der Investitionsplan zeigt. Für Grunderwerb im Baugebiet drei muss sie 755000 Euro ausgeben. „Wobei wir das Baugebiet jetzt nicht erweitern müssten“, sagte Bürgermeister Wolfgang Grob, „alternativ gibt es dann halt zwei oder drei Jahre keine Bauplätze in Zusamaltheim.“ Ebenfalls dort oben im Abschnitt II b schaufeln derzeit die Bagger für das Wasser-Abwasser-System (340000 Euro). Der Regenwasserkanal kostet ebenfalls 340000 Euro in diesem Jahr, weitere 230000 Euro im kommenden. Dieser wird künftig einen Großteil des Oberflächenwassers südlich des Baugebiets und der Lämmerbauerstraße führen, dann weiter die Staatsstraße queren und in einem offenen Graben in die Zusam münden.

Einige Maßnahmen wurden auf 2019 beziehungsweise 2020 verschoben, beispielsweise die Sanierung der „Alten Wertinger Straße“ – etwa 420000 Euro – sowie die Sanierung der Ortsverbindungsstraße Sontheim-Riedsend. Hierfür sind 69000 Euro im Jahr 2019 geplant, 300000 Euro in 2020. Weitere Gespräche mit Grundstückseigentümern sind dafür noch zu führen. Wolfgang Grob wünscht sich darüber hinaus dafür den Status einer Kreisstraße. „Hier werden zwei Gemeinden für eine Ortsverbindungsstraße herangezogen, das geht über eine normale Dorfstraße hinaus“, sagte er. Auch die Gestaltung des Dorfplatzes verzögert sich auf 2019, nachdem die Rechtslage noch unklar ist. Hier steht die Gemeinde laut Grob in Gesprächen mit den Behörden.

In diesem Zusammenhang wies er noch einmal auf den Unterschied zwischen der Sanierung bestehender Straßen und der Ersterschließung beispielsweise von Baugebieten hin. Bei Letzterem werden auch in Zukunft die Erschließungskosten auf den Baugrundpreis umgelegt. Für Kämmerer Matthias Freier ist eine Kennzahl besonders wichtig: die Zuführung zum Vermögenshaushalt. Also das, was die Gemeinde auf die „hohe Kante“ legen kann und das dann für Investitionen zur Verfügung steht. Nach 292000 Euro im Jahr 2016 und vorläufigen 471000 in 2017 rechnet Freier mit 274000 in diesem Jahr. „Wir haben den Ansatz moderat gewählt, in der Hoffnung, es wird noch besser.“

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Ein paar Maßnahmen hat man heuer eingestellt, die vielleicht auch erst im nächsten Jahr umgesetzt werden. „Da haben wir dann Spielraum, eine Umgestaltung des Spielplatzes beispielsweise ist vielleicht schnell mal umgesetzt im Herbst, das wollten wir mit einplanen“, so Grob. Die Schlüsselzuweisung steigt, da im Landkreis insgesamt mehr Steuergeld verrechnet wird.

Auch Zahlen des abgelaufenen Jahres erläuterte Freier den Gemeinderäten. Diese erfuhren, dass Kosten im Bereich soziale Sicherung hauptsächlich aus den Personalkosten des Kindergartens bestehen, wo sich laufend der Betreuungsschlüssel ändere. Die Zusatzkosten im Bereich Abwasser seien einer „Kanalbefahrung“ geschuldet. Mehrkosten im Bereich Kulturpflege würden der Arbeit an der Dorfchronik entspringen. Und die Einnahmen im Bereich Einkommensteuer und Gewerbesteuer fielen heuer erfreulicherweise deutlich höher als erwartet aus.

Matthias Freier betonte, dass die Gewerbesteuer in Zusamaltheim deutlich weniger schwanke als andernorts üblich. Auch eine große Nachveranlagung bei der Grundsteuer B spülte Geld in die Kasse. Trotzdem setzen Kämmerer und Gemeinde weiterhin auf moderate Ansätze, damit am Ende nicht das böse Erwachen kommt. Eine tatsächliche Kreditaufnahme sei erst im nächsten Jahr geplant, heuer stehe lediglich eine Umschuldung an.

Die Entwicklung der Gesamtverschuldung pro Kopf entwickelt sich von 359 Euro in 2017 auf 317 Euro in diesem Jahr und 574 Euro in 2018. Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan 2018 einig zu, damit auch der Erweiterung des Baugebietes. Denn auf Bauplätze will niemand verzichten.

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