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Wasserwacht

26.07.2014

Wertinger Kinder zelten in Legau

Die Wertinger „Siedler“ (erste Reihe von links): Annika Bartsch, Cedric Wagner und Kimi Stehle. Zweite Reihe: Viktoria Dippel, Marie Schimmer, Johanna Köhnlein, Anna Mundi und Carina Nierhaus.
Bild: pm

Abordnung aus dem Zusamtal beim Schwäbischen Großzeltlager

Beim vierten Großzeltlager mit dem Motto „Abenteuer Siedeln“ des BRK Schwaben in Legau drehte sich diesmal alles um das Thema erneuerbare Energie. Rund 500 Kinder aus ganz Schwaben trafen sich, um fünf Tage lang ihre eigene Welt im Kleinen zu gestalten. Auch eine Gruppe der BRK-Wasserwacht Wertingen war mit dabei.

Kann man Strom eigentlich sehen? Natürlich nicht. Zumindest kann man nicht sehen, ob der Strom aus der Steckdose aus regenerativen Quellen stammt oder aus einem Atom- oder Kohlekraftwerk. In eineinhalb Jahren Planung hat die ehrenamtliche Projektgruppe, in der auch mehrere Aktive aus dem Landkreis Neu-Ulm aktiv mitarbeiten, ein Konzept entwickelt, das sich dieser schwierigen Frage nähert.

Die Herausforderung war dabei, dass Kinder und Jugendliche von acht bis 17 Jahren gleichermaßen einen Draht zum schwierigen Thema finden. Wie es sich für ein Zeltlager gehört, durfte natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

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Dieser Spagat ist mithilfe eines ausgefeilten Planspiels gelungen, das vom Brettspiel „Die Siedler von Catan“ inspiriert war. Aufbauend auf der Grundidee fanden sich die Teilnehmer in vier großen Zeltstädten wieder. Die Kinder der Zeltstädte feilschten um Rohstoffe und konnten damit auf einem lebensgroßen Spielbrett Straßen, Siedlungen und Kraftwerke bauen. Ein Wetterrad entschied, wer am Ende jedes Spielzugs die meiste Energie aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft erzeugt. Wer am Ende die meiste Energie erzeugt hat, gewinnt.

Dass Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur farb- und geruchslose Theorie und Inhalt des Planspiels ist, wurde auch an vielen anderen Stellen des Zeltlagers vermittelt. Vom Technologienetzwerk Allgäu wurde ein Windrad aus modernen Leichtbaumaterialien aufgestellt. Ein in der Erde vergrabenes Kabel verband das Kraftwerk und das große Zirkuszelt in der Mitte des Lagers, in dem das Spielfeld des Planspiels aufgebaut war. Dank LED-Lampen und des Stroms aus Windkraft konnten sich die Siedler auch bei Dunkelheit mühelos auf dem Weg zu ihren Zelten orientieren und den Zwischenstand beim großen Planspiel anschauen.

Das Zeltlager wurde bereits zum vierten Mal ausgerichtet. 2009 wurde das Konzept von Bundesinnenminister de Maizière für „Herausragende Leistungen zur Förderung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz“ ausgezeichnet.

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