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Wertingen

09.12.2018

Wertinger Schlossweihnacht startet glanzvoll

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3 Bilder
Von Jahr zu Jahr zeigt sich die Wertinger Schlossweihnacht glanzvoller, sowohl in vorweihnachtlicher Beleuchtung als auch bei der Programmgestaltung.
Bild: Bärbel Schoen

Besucher fluten den Wertinger Schlossgraben zur Eröffnung. Händler und Organisatoren zeigen sich trotz Sturm und Regen auch am Wochenende zufrieden.

Regen und Sturm waren angekündigt. Und sie kamen auch – allerdings ohne große Folgen. Und so fühlte sich die Wertinger Schlossweihnacht mit einem heißen Glühwein bereits am ersten der beiden Wochenenden gemütlich an.

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„Das Wetter könnte winterlicher sein,“ meint Landwirtin Martina Grob, die den Blick auf den vor ihr hochragenden Turm genießt. Das Ambiente am angestrahlten Schloss sei einzigartig. Aber auch ihre appetitlich auf Holzscheiben angerichteten „gerupften Wasserbüffel“ sind ein Blickfang. Die Frage, was das genau sei, muss die Landwirtin an diesem Wochenende immer wieder neu beantworten. Das gerupfte Fleisch stammt von ihren in Allmannshofen lebenden Wasserbüffeln.

Aus Augsburg ganz bewusst nach Wertingen

Nebenan gehen geräucherte Saiblinge und Forellen wie warme Semmeln weg. Julia Pokorny ist überrascht über den großen Absatz der in Horgau gezüchteten Fische. Einen hat Klaus Rachinger für zu Hause erstanden. Jetzt hakt er seine Frau Irene unter. „Wir kennen Wertingen gut, denn hierher kommen wir öfter zum Einkaufen“, erzählen die Augsburger. Für einen Besuch auf der Schlossweihnacht nahmen sie sich dieses Jahr erstmals Zeit. Vor einer Woche standen sie in Paris auf dem Weihnachtsmarkt am Mont Martre mitten im Gedränge. Die Wertinger Schlossweihnacht müsse sich da nicht verstecken: „Hier ist es besonders entzückend“, schwärmen sie. Am Stand von Jessica Brückel kommen sie schnell ins Gespräch. Die handgemachten Teddybären mit deren Glupschaugen haben es vielen Besuchern angetan. Die gelernte Friseurin kommt aus dem Donauries. „Nähen ist meine Leidenschaft“, erzählt sie. Dass sie eine Vorliebe für Rosen und Spitzen hat, ist auf ihren Taschen und Teddys nicht zu übersehen.

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Auf der Schlossweihnacht steht das „ruhige und gemütliche Ambiente im Vordergrund, das auf Weihnachten einstimmen soll“, sagt Hermann Kotter, der Organisator. Seit vor 15 Jahren der Weihnachtsmarkt vom Marktplatz zum Wertinger Schloss umgezogen ist, hat sich vieles getan. Mittlerweile beleuchten 55 Scheinwerfer das Schloss und die Mauer. In diesem Jahr funkeln große Sterne am Eingang. Die Wertinger Schlossweihnacht versprüht ihren ganz besonderen Charme und wird von Jahr zu Jahr romantischer.

Dazu tragen nicht nur Hexenhäuschen, Lagerfeuer und Rapunzels superlanger Zopf bei. Der Duft nach Zimt, Nelken und Sternanis, den frisch gebackene Plätzchen und Lebkuchen verströmen, löst unweigerlich Erinnerungen an bunt geschmückte Weihnachtsbäume und raschelndes Geschenkpapier aus.

Eisenbahnanlage im Wertinger Festsaal fasziniert

Und wenn es tuckert und rollt, leuchten sogar Männeraugen: Die imposante Eisenbahnanlage im Festsaal des Schlosses zieht große und kleine Besucher in ihren Bann. Im Sekundentakt tuckern lange Züge an Häusern und Landschaften vorbei. Die Miniaturwelt auf Gleisen fasziniert bis heute, und man fragt sich, warum die Besucher die Eisenbahnwelt in Miniatur so lieben.
Wen wundert es, dass gestandene Männer stehen bleiben und darüber staunen, was der Holzwinkler Modellbahn Club wieder in stundenlanger Arbeit aufgebaut hat. Viele Besucher genießen die Suche nach den vielen versteckten Details in Miniaturgröße. „Früher besaß ich auch eine Eisenbahn“, erzählt der Papa von Benedikt. Der Achtjährige macht große Augen. Eine Lok unterm Weihnachtsbaum – das wäre sein größter Wunsch. Ob er in Erfüllung gehen wird, wissen wir nicht. Aber im Schloss können Wunschbriefe ans Christkind abgegeben werden. Richard Fritz von den Briefmarkenfreunden wird sie rechtzeitig an die Himmelstadt weiterleiten.

Öffnen wird die Wertinger Schlossweihnacht nochmals am kommenden Wochenende, vom 14. bis 16. Dezember – Freitag und Samstag von 17 bis 21 Uhr, am Sonntag von 14 bis 21 Uhr. An diesem Wochenende
stürmten die Besucher trotz des Windes auch die Weihnachtsmärkte
in Höchstädt und Gundelfingen.

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