1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Wertinger reisten mit Franzosen durch Bayern

Partnerschaft

11.05.2018

Wertinger reisten mit Franzosen durch Bayern

Das Wertinger Partnerschaftskomitee organisierte für seine französischen Freunde eine Tour zu bayerischen Sehenswürdigkeiten, wie hier Schloss Linderhof.
Bild: Baur

Von Wertingen aus ging’s zu markanten Sehenswürdigkeiten. Nach drei interessanten und anstrengenden Tagen ging es zurück nach Fère-en-Tardenois, wo 2019 das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum gefeiert wird

Bei schönstem Maiwetter begaben sich 30 Franzosen aus Wertingens Partnerstadt Fère-en-Tardenois auf eine Tour durch Schwaben. Es war ihr Wunsch, Bayern und besonders Schwaben samt der geschichtlich-kulturellen Seite näher kennenzulernen. Das Wertinger Partnerschaftskomitee unter der Leitung von Hannelore Sutter übernahm gerne die Organisation und Planung der dreitägigen Tour für ihre Freunde. Am ersten Tag war Nördlingen angesagt, wo ein waschechter Franzose die Gäste auf eine Reise durch das Mittelalter der Stadt führte. Immer wieder verknüpfte er seine Erklärungen mit netten, amüsanten Anekdoten, die die Franzosen zum Lachen brachten. Sehr kurzweilig brachte er die Gruppe ans Rieskratermuseum, wo sich jeder individuell mit französischem Flyer kundig machen konnte.

Der Nachmittag des ersten Tages führte zur Burg Niederhaus, zu der der Wertinger Künstler Manfred Nittbaur interessante Informationen geben konnte. Von hier hatte man einen herrlichen Ausblick über das Ries, der jeden Besucher beeindruckte. Am Abend dieses Tages besuchte die deutsch-französische Gruppe gemeinsam auf Einladung von Karolina Wörle ein Konzert des Wertinger Jugend- und Vororchesters. Der zweite Tag war vollbepackt mit attraktiven Stationen in Oberammergau, der Bergalm auf dem Laber und Schloss Linderhof, wo es eine Führung in französischer Sprache gab sowie dem Kloster Ettal. Regina Völkel und Manuela Baur hatten den Tag genau nach dem Geschmack der Franzosen gestaltet. Die Sonne hatten sie den ganzen Tag auf ihrer Seite, sodass die schöne Lüftlmalerei der Häuser in Oberammergau besonders zur Geltung kam. Vom Laber-Berg genossen alle die Aussicht weit hinaus über die Bayerischen Alpen mit ihren Seen.

Ulm mit Blaubeuren und dem Blautopf waren die Stationen des dritten Tages. Auf Französisch wurden die Gäste durch die Altstadt und das Münster geführt. Der Führer machte auch auf geschichtliche Spuren aufmerksam, auf einen Teil der Stadtmauer, der von Napoleon für Kriegszwecke teilweise abgetragen worden war. Nach einem kurzen Einkaufsbummel ging es ins Benediktinerkloster in Blaubeuren, wo Manfred Nittbaur fachkundig Geschichte und Kunst erklärte.

Schon war der letzte Abend angerückt, zu dem Gäste und Gastgeber in den Schlosskeller eingeladen waren. Bürgermeister Lehmeier begrüßte die Gäste. Und auch Benedikt Kratzer, der ein sechswöchiges Praktikum in Fère absolviert hatte, konnte seine „ehemaligen“ Gastgeber wiedersehen. Drei Tage „Tour de Bavière“ waren anstrengend und intensiv, aber auch ein Beweis, dass gute Freundschaft lange anhält. Das Jahr 2019 ist das Jahr des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums, das in Fère groß gefeiert wird. Die drei Tage bleiben natürlich auch dank der netten Gastfamilien unvergesslich für die Franzosen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren