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Buttenwiesen

15.02.2019

Wie Buttenwiesen das Klima schützt

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2 Bilder
Eine neue LED-Leuchte in Buttenwiesen.
Bild: Richard Drexler

Plus Die Gemeinde hat mit der Sanierung ihrer Straßenbeleuchtung über 1000 Tonnen CO2 eingespart.

Die Gemeinde Buttenwiesen hat es jetzt schwarz auf weiß. Auf einer Urkunde des Bundes-Umweltministeriums wird sie für die Sanierung ihrer Straßenbeleuchtung belobigt. „Die Gemeinde Buttenwiesen schützt das Klima“, steht da mit Unterschrift des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold. Das Umweltministerium hat die Maßnahme im Rahmen der Nationalen Klimaschutz-Initiative gefördert, die dazu führte, dass die Gemeinde 179 Tonnen Kohlendioxid einspart.

Richard Drexler, frisch gebackener Mitarbeiter der Bauverwaltung, hat sich in das Thema eingearbeitet und ist selbst ganz begeistert von der Initiative. Die Gemeinde hat in zwei Schritten die öffentliche Beleuchtung auf LED umgestellt, berichtet Drexler. Im Teil eins der Aktion wurden 51 herkömmliche Leuchtmittel an Straßenlampen in LED umgetauscht. Die modernen LED-Birnen haben eine Lebensdauer von 20 Jahren und verbrauchen weniger Strom. Mit diesem ersten Schritt wurden 179 Tonnen CO2 eingespart.

Leuchten der neuesten Generation

Doch damit nicht genug. Die Gemeinde sparte in Wirklichkeit viel mehr CO2 als auf der Urkunde angegeben ist. Denn in einem zweiten Schritt wurden weitere Leuchtköpfe an Straßenlaternen ausgetauscht und auch Lampen umgestellt, die noch in Ordnung waren, wo also nur die Birne ausgetauscht wurde. „Auf die Lebensdauer der Leuchtmittel umgerechnet können somit weitere 1000 Tonnen eingespart werden“, berichtet Drexler.

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Ausgetauscht wurden die herkömmlich verwendeten Quecksilberdampfleuchten HQL, Natriumdampflampen NAV und U-Leuchtstoffröhren. Insgesamt wurden hier 65 Prozent der gesamten Ortsbeleuchtung an Köpfen mit Leuchtmitteln und 20 Prozent nur Leuchtmittel getauscht. Für die gesamte Umrüstung werden laut Drexler insgesamt rund 180000 Euro investiert. Dies beinhaltet den Tausch der gesamten Leuchten und einen Wartungsvertrag über acht Jahre. Bei einer jährlichen prognostizierten Stromeinsparung von etwa 15500 Euro und der Einsparung des herkömmlichen jährlichen Wartungsvertrags über den Tausch von Leuchtmitteln von circa 2600 Euro kommen als effektive Kosten für die gesamte Beleuchtung inklusive Wartung nur noch rund 4500 Euro auf die Gemeinde zu. „Das heißt“, so Drexler, „die Investition hat sich bereits innerhalb viereinhalb Jahren amortisiert.“ Somit seien nur noch 15 Prozent Altleuchten übrig, informiert auch Bürgermeister Hans Kaltner. Dies seien hauptsächlich Überspannungsleuchten, die zwischen den Häusern an Stahlseilen aufgehängt sind und durch Masten mit LED-Leuchten in den kommenden Jahren ersetzt werden. Das Ziel sei es, die komplette Straßen- und Wegebeleuchtung in der Gemeinde auf LED-Leuchtmittel umzustellen.

"Achtung vor Billigangeboten"

Gemeinderat Manfred Hartl, Seniorchef eines Elektrobetriebes in Frauenstetten, berichtete kürzlich am Rande eines Treffens im Gespräch mit Bürgermeister Kaltner von seinen Erfahrungen mit LED-Leuchtmitteln. Die Verbraucher müssten auch hier auf Qualität achten. Auch hier gelte der Grundsatz „Achtung vor Billigangeboten“. Eine LED-Birne, die über Jahre hält, koste im Regelfall mehr als zehn Euro, sagte Hartl.

Wortweiser LED steht für (englisch) light-emitting diodes. LED-Leuchtmittel sind elektrische Lichtquellen, die zum Erzeugen des Lichts Leuchtdioden einsetzen. Ihre Lebensdauer ist um ein Vielfaches höher als bei herkömmlichen Glühlampen, und LEDs verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur einen Bruchteil von deren Energie. (Quelle: wikipedia)

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