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Abschluss in Gottmannshofen gefeiert

30.07.2017

Wie Expertinnen ihre Lebens- und Alltagskompetenz beweisen

Die Teilnehmerinnen mit den besten Prüfungsergebnissen der Berufsabschlussfeier der Hauswirtschafterinnen erhielten zu den Gratulationen noch Geschenke. Auf dem Bild: (von links) Kreisbäuerin Annett Jung, Ruth Husel (Prüfungsausschuss), Tanja Ehinger, Eva-Maria Berchtenbreiter, Andrea Spengler, Sabrina Ludwig, Heidi Pfister (Prüfungsausschuss), Siglinde Ballis.

Bei Zeugnisvergabe an die Hauswirtschafterinnen und Dienstleistungshelferinnen staunten die Gäste über die hohen Anforderungen

Hauswirtschaftliche Versorgungsleistung, Betreuungsleistung und Wirtschafts- und Sozialkunde. Ihre Planungskompetenz bewiesen die 42 Hauswirtschafterinnen und fünf Dienstleistungshelferinnen an den drei Tagen der praktischen Prüfung, erläuterte Siglinde Ballis bei der Berufsabschlussfeier.

Am ersten bekamen die 42 Hauswirtschafterinnen und fünf Dienstleistungshelferinnen ihre Aufgabe, für jede zugeschnitten auf ihr Einsatzgebiet. Am zweiten Tag stand die Planung dessen an, was am dritten Tag umgesetzt wurde. Die Bildungsberaterin Hauswirtschaft am Wertinger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte: „Da ist professionelles Arbeiten mit höchster Konzentration gefragt.“ Die hygienische Arbeitsweise war ebenso wichtig wie die Wirtschaftlichkeit. Die Frauen zeigten, wie Werte erhalten werden; beispielsweise reinigten sie das verschmutzte Bügeleisen mit Holz- und Wattestäbchen. Da schlüpfte eine Lehrkraft in die Rolle einer Zwölfjährigen. Dass der Prüfling schafft, ihr Schuhe putzen beizubringen und vor allem sie zu motivieren, das künftig eigenständig zu tun, war eine von vielen Herausforderungen. Wenig Müll zu erzeugen, eine weitere. Die Hauswirtschafterin muss auf ihre Gesundheit schauen, was sich bei der Arbeitsplatzgestaltung zeigte. Siglinde Ballis zeigte Fotos, auch, wie eine angehende Dienstleistungshelferin in der Großküche bei laufendem Betrieb in zweieinhalb Stunden zwei Wurst- und Obstplatten belegte, fünf Kilogramm Tomaten und 48 Gurken zu Salat verarbeitete, 40 Steaks würzte, anbriet und noch nett, freundlich und kompetent bei der Essensausgabe mithalf, um ihre Teamfähigkeit zu beweisen.

Beim Prüfungsgespräch galt es, die Dienstleistungen darzustellen und ins rechte Licht zu rücken. Siglinde Ballis stellte klar: „Wir wollen raus aus dem Graue-Maus-Image.“

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Das haben sie eindeutig geschafft bei den Gästen der Feier im Landgasthof Stark in Gottmannshofen, die vom Mozarttrio der Musikschule Wertingen umrahmt wurde. Tanja Ehinger schloss die Prüfung zur Hauswirtschafterin sogar mit dem Notendurchschnitt 1,0 ab, wie schon im Mai die Prüfung zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung an der Landwirtschaftsschule Wertingen. Sie freute sich ebenso über die Glückwünsche wie Eva-Maria Berchtenbreiter aus Dillingen (1,52), Andrea Spengler aus Lauingen (1,70) und die beste Dienstleistungshelferin Hauswirtschaft, Sabrina Ludwig aus Unterglauheim. Vor allem erfreute die Gäste, dass alle 47 Teilnehmerinnen bestanden haben.

Stellvertretender Landrat Alfred Schneid, der sein Grußwort mit Goethe-Zitaten gestaltete, erinnerte jedoch daran: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden.“ Kreisbäuerin Annett Jung würde sie gerne bei Hauswirtschaftskursen als Kursleiterinnen sehen. Dass viele Gäste der Schule staunen, was mithilfe einer hauswirtschaftlichen Abteilung geboten werden kann, erklärte der Stellvertretende Leiter des Beruflichen Schulzentrums Höchstädt, Franz Xaver Leopold. Landtagsabgeordneter Georg Winter wies darauf hin, dass Hauswirtschafterinnen in der heutigen Zeit immer mehr gebraucht werden. Denn, wie Dr. Cornelia Stadelmayr bei der Begrüßung erklärte: „Sie sind Expertinnen für und mit Lebens- und Alltagskompetenz.“

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